Drei Partner bündeln Expertise für neues Glioblastom-Projekt
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Das Glioblastom ist der häufigste und aggressivste Hirntumor bei Erwachsenen. Eine der größten Herausforderungen seiner Behandlung besteht darin, dass Wirkstoffe die natürliche Schutzbarriere des Gehirns, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, überwinden müssen, um den Tumor überhaupt erreichen und bekämpfen zu können. Daher forscht die Arbeitsgruppe von Prof. Daniel Rauh, der die Professur für Chemische Biologie und Medizinische Chemie innehat, unter anderem zu sogenannten AKT-Inhibitoren, die gezielt für die Behandlung von Tumoren des zentralen Nervensystems optimiert werden können. Um solche Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in klinisch relevante Wirkstoffe zu überführen, entstand bereits im Jahr 2024 die KyDo Therapeutics GmbH als gemeinsame Ausgründung der TU Dortmund und der Lead Discovery Center GmbH (LDC).
Im neuen Projekt „ReACT-GBM – Refining AKT-based Cancer Therapy for Glioblastoma“ wollen die drei Partner – KyDo, LDC und das Team um Prof. Rauh – die Erkenntnisse aus der Forschung zum Glioblastom nun in die präklinische Entwicklung neuartiger Therapieansätze überführen. Innerhalb des Projektkonsortiums kann die gesamte Bandbreite der frühen Wirkstoffforschung abgebildet werden – von der medizinalchemischen Optimierung neuartiger Wirkstoffkandidaten bis hin zur Entwicklung innovativer Therapiestrategien. „Es ist immer etwas Besonderes, wenn aus Forschung an der TU Dortmund konkrete Ansätze für neue Medikamente entstehen. Mit dem geförderten Projekt entwickeln wir vielversprechende Wirkstoffideen gezielt für die Behandlung von Hirntumoren weiter, um Betroffenen künftig bessere Therapiemöglichkeiten eröffnen zu können“, sagt Prof. Daniel Rauh.
Über Gesünder.IN.NRW

Mit dem Innovationswettbewerb, der im Rahmen der europäischen Regionalförderung (EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027) umgesetzt wird, stärkt das Land NRW gezielt innovative biomedizinische Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Anwendung. In der dritten Ausschreibungsrunde standen insgesamt 28,4 Millionen Euro zur Verfügung, 15 Projekte wurden zur Förderung ausgewählt. ReACT-GBM ist im Januar 2026 gestartet. Die NRW-Landesregierung und die Europäische Union unterstützen das Projekt über eine Laufzeit von drei Jahren.
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