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HORIZON Europe-Projekt

Altgeräte mithilfe von KI und Robotik aufarbeiten

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Foto: Eine Person arbeitet am Motor eines Autos, über dem Symbole für Fahrzeugservice, Wartung und Sicherheit eingeblendet sind. © Sansert​/​Adobe Stock
Die Grundlagen für ein KI- und robotikgestütztes Remanufacturing sollen in vier Industriebranchen erprobt werden.
Im Rahmen des Programms „HORIZON Europe“ fördert die Europäische Union ein Verbundprojekt zur Kreislaufwirtschaft über einen Zeitraum von vier Jahren mit insgesamt rund sieben Millionen Euro: „RESURRECTION“ wird von Dr. René Wöstmann vom Institut für Produktionssysteme (IPS) der TU Dortmund koordiniert. Zu einem Kick-off trafen sich am 22. September Vertreter*innen der 16 Projektpartner aus elf europäischen Ländern. Die Beteiligten aus Wissenschaft und Industrie werden die technologischen Grundlagen für ein KI- und Robotik-gestütztes Remanufacturing von ausgedienten Altgeräten entwickeln – und diese in vier Industriebranchen erproben.

Remanufacturing – die industrielle Aufarbeitung und Wiederverwendung von Produkten und Komponenten – gilt als wichtiger Baustein für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wirtschaft. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass Altgeräte häufig in sehr unterschiedlichen Zuständen zurückgeführt werden und daher flexible Prozesse für Diagnose, Demontage, Reparatur und Wiederverwendung erforderlich sind. RESURRECTION wird hierfür ein modulares Gesamtsystem entwickeln, das Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Technologien kombiniert.

„Wenn wir eine echte Kreislaufwirtschaft erreichen wollen, müssen wir Produkte deutlich länger im Wertschöpfungskreislauf halten“, sagt Dr. René Wöstmann, der an der TU Dortmund gemeinsam mit Prof. Jochen Deuse das Institut für Produktionssysteme (IPS) leitet. „Dafür benötigen Unternehmen intelligente und flexible Lösungen, die den Zustand zurückgeführter Produkte automatisch bewerten, geeignete Aufarbeitungsstrategien ableiten und Menschen sowie Robotersysteme optimal zusammenarbeiten lassen. Mit RESURRECTION schaffen wir die technologischen Grundlagen für ein wirtschaftliches und skalierbares Remanufacturing.“

Foto: Eine große Gruppe von Teilnehmenden posiert auf gestuften Sitzstufen für ein Gruppenfoto in einem Gebäudefoyer. © David Sieblitz​/​Hochschule Kempten
Beim Kick-off an der Hochschule Kempten diskutierten die Projektpartner*innen die Entwicklung KI- und robotikgestützter Lösungen für das Remanufacturing.

Das Projekt entwickelt Methoden zur automatisierten Zustandsbewertung von Produkten, digitale Produktpässe für eine transparente Nachverfolgung sowie digitale Zwillinge, mit denen Remanufacturing-Prozesse geplant, überwacht und optimiert werden können. KI-basierte Roboterfähigkeiten sollen außerdem für die Demontage, Inspektion und Komponentenrückgewinnung entwickelt und genutzt werden. Gleichzeitig stehen die Beschäftigten im Mittelpunkt: Neue Schulungs- und Weiterbildungsangebote sowie benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstellen können die Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Systemen erleichtern.

Die entwickelten Technologien werden in vier industriellen Anwendungsfällen erprobt: bei Batterien für Elektrofahrzeuge, Waschmaschinen, Industrierobotern und Telekommunikationsgeräten. Damit möchte das internationale Konsortium, dem neben Forschungseinrichtungen auch Unternehmen angehören, zeigen, wie Remanufacturing künftig in unterschiedlichen Branchen effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden kann.

Das Konsortium 

An RESURRECTION sind neben der TU Dortmund 15 weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt. Sie kommen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien und der Türkei.

Das Logo der Europäischen Union neben dem Schriftzug „Finanziert von der Europäischen Union“ auf weißem Hintergrund.

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