Altgeräte mithilfe von KI und Robotik aufarbeiten
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Remanufacturing – die industrielle Aufarbeitung und Wiederverwendung von Produkten und Komponenten – gilt als wichtiger Baustein für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wirtschaft. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass Altgeräte häufig in sehr unterschiedlichen Zuständen zurückgeführt werden und daher flexible Prozesse für Diagnose, Demontage, Reparatur und Wiederverwendung erforderlich sind. RESURRECTION wird hierfür ein modulares Gesamtsystem entwickeln, das Künstliche Intelligenz, Robotik und digitale Technologien kombiniert.
„Wenn wir eine echte Kreislaufwirtschaft erreichen wollen, müssen wir Produkte deutlich länger im Wertschöpfungskreislauf halten“, sagt Dr. René Wöstmann, der an der TU Dortmund gemeinsam mit Prof. Jochen Deuse das Institut für Produktionssysteme (IPS) leitet. „Dafür benötigen Unternehmen intelligente und flexible Lösungen, die den Zustand zurückgeführter Produkte automatisch bewerten, geeignete Aufarbeitungsstrategien ableiten und Menschen sowie Robotersysteme optimal zusammenarbeiten lassen. Mit RESURRECTION schaffen wir die technologischen Grundlagen für ein wirtschaftliches und skalierbares Remanufacturing.“

Das Projekt entwickelt Methoden zur automatisierten Zustandsbewertung von Produkten, digitale Produktpässe für eine transparente Nachverfolgung sowie digitale Zwillinge, mit denen Remanufacturing-Prozesse geplant, überwacht und optimiert werden können. KI-basierte Roboterfähigkeiten sollen außerdem für die Demontage, Inspektion und Komponentenrückgewinnung entwickelt und genutzt werden. Gleichzeitig stehen die Beschäftigten im Mittelpunkt: Neue Schulungs- und Weiterbildungsangebote sowie benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstellen können die Zusammenarbeit von Menschen und intelligenten Systemen erleichtern.
Die entwickelten Technologien werden in vier industriellen Anwendungsfällen erprobt: bei Batterien für Elektrofahrzeuge, Waschmaschinen, Industrierobotern und Telekommunikationsgeräten. Damit möchte das internationale Konsortium, dem neben Forschungseinrichtungen auch Unternehmen angehören, zeigen, wie Remanufacturing künftig in unterschiedlichen Branchen effizienter, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden kann.
Das Konsortium
An RESURRECTION sind neben der TU Dortmund 15 weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie beteiligt. Sie kommen aus Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien und der Türkei.

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