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EU-Forschungsstrategie

TU Dortmund zielt auf Europäischen Forschungsraum

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Mathetower wird blau angeleuchtet © Uwe Grützner​/​TU Dortmund
Anlässlich des Europatags am 9.Mai leuchtete der Mathetower in Blau.
Das Rektorat und der Senat der TU Dortmund haben im Sommersemester 2026 die neue EU-Forschungsstrategie verabschiedet. Sie knüpft an bestehende Aktivitäten der Universität an und entwickelt eine Perspektive für die kommenden Jahre. Im Fokus stehen eine stärkere Unterstützung von Forschenden bei EU-Anträgen, der Ausbau internationaler Kooperationen sowie eine noch intensivere Mitwirkung in europäischen Netzwerken und Partnerschaften.

EU-Förderprogramme sind ein zentraler Hebel für die internationale Vernetzung und Sichtbarkeit der Forschung: Sie ermöglichen internationale Forschungskooperationen und eröffnen Zugang zu exzellenter interdisziplinärer Forschung. Gleichzeitig fördern sie den Wissens- und Technologietransfer auf europäischer Ebene. Um diese Potenziale noch besser zu nutzen, bündelt die EU-Forschungsstrategie 2026–2030 bereits bestehende, laufende und perspektivische Maßnahmen in den drei Handlungsfeldern Projects, People und Policy. 

Forschende bei EU-Projekten gezielt unterstützen

In der Strategie spielt die Projektförderung durch die EU eine besondere Rolle. Daher sollen Forschende bei der Einwerbung und Umsetzung von EU-Projekten noch stärker unterstützt werden. So entwickelt die TU Dortmund ihre Beratungs- und Serviceangebote für Forschende entlang des gesamten Projektzyklus kontinuierlich weiter. Derzeit entsteht ein EU-Projektscouting, das frühzeitig passende Fördermöglichkeiten identifiziert. Bereits etabliert sind zudem eine institutionelle Kofinanzierung bei erfolgreich eingeworbenen ERC Starting und Consolidator Grants sowie finanzielle Unterstützungsangebote für Forschende, die koordinierte EU-Verbundprojekte beantragen. 

TU Dortmund als internationalen Forschungsstandort stärken

Ein weiteres Ziel der Strategie ist es, die TU Dortmund als Forschungsstandort für internationale Wissen­schaft­ler*innen attraktiver und sichtbarer zu machen. Dazu baut die Universität ihr Veranstaltungsangebot mit europäischem Schwerpunkt aus. Auch die Karriereförderung von Forschenden soll stärker an europäischen Standards ausgerichtet werden. Weitere Maßnahmen richten sich gezielt an internationale Wissen­schaft­ler*innen. So soll eine international ausgerichtete Berufungsstrategie dazu beitragen, herausragende Forschende für die TU Dortmund zu gewinnen. 

Europa aktiv mitgestalten

Neben der Beteiligung an Forschungsprojekten möchte die TU Dortmund ihre Rolle im Europäischen Forschungsraum auch auf strategischer Ebene weiter ausbauen. Dafür stärkt sie ihre Beteiligung an europäischen Netzwerken, Partnerschaften und Gremien, um Entwicklungen in der europäischen Forschungsförderung frühzeitig aufzugreifen und Forschungspolitik aktiv mitzugestalten.

Ein erster Schritt ist die Benennung einer Kontaktperson für EU-Angelegenheiten auf Ebene der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr). Perspektivisch sollen außerdem Forschende stärker bei der Mitwirkung in europäischen Gremien und Beteiligungsprozessen unterstützt, Wissen über internationale Forschungsaktivitäten zentral gebündelt und internationale Forschungskollaborationen weiter ausgebaut werden. 

„EU-Förderprogramme sind für uns ein zentraler Motor für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit“, betont Nele McElvany, Prorektorin Forschung der TU Dortmund. „Sie ermöglichen es uns, interdisziplinäre Forschung voranzutreiben, europäische Netzwerke aktiv mitzugestalten und unser starkes Profil in einem offenen, wissensbasierten Forschungsumfeld in Europa nachhaltig zu verankern.“

Strategie als lebendiges Dokument

Die EU-Forschungsstrategie baut auf der Forschungsstrategie 2023–2027 sowie der Strategie zur Internationalisierung der TU Dortmund auf. Entwickelt wurde sie durch das Referat Forschungsförderung gemeinsam mit den Prorektoraten Forschung sowie Internationales. In die Erarbeitung flossen zudem die Ergebnisse eines Strategie-Workshops mit Vertreter*innen aus Forschung, Verwaltung, Fakultäten und verschiedenen Statusgruppen im Februar 2026 ein.

Bei der Umsetzung der Strategie setzt die TU Dortmund auch auf die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Universitäten im Ruhrgebiet. Aufbauend auf den gemeinsamen Strukturen und Formaten mit der Ruhr-Universität Bochum im Ruhr Innovation Lab sollen geeignete Maßnahmen in der europäischen Forschungsförderung zusammen betrachtet und umgesetzt werden. Darüber hinaus wird auch eine gemeinsame Umsetzung innerhalb der Universitätsallianz Ruhr betrachtet.

Die Strategie ist als lebendiges Dokument angelegt und soll insbesondere mit Blick auf das ab 2028 geplante 10. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (FP10) weiterentwickelt und aktualisiert werden. 

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