Zum Inhalt
KI-gestützte Krebsforschung

TU Dortmund an Netzwerk AI4CancerCure beteiligt

-
in
  • Top-Meldungen
  • Forschung
Foto: Vertreter*innen des Projekts präsentieren gemeinsam den Förderbescheid vor den Flaggen von Europa, Deutschland und Nordrhein-Westfalen. © Tim Brümmendorf
Von der TU Dortmund waren Prof. Gerhard Schembecker (l.), Prorektor Finanzen und Transfer, Prof. Stefan M. Kast (2.v.r.), Standortkoordinator und Dekan der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie, und Rektor Prof. Manfred Bayer (r.) bei der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf dabei. Prof. Michael Hallek (2.v.l.) von der Universität zu Köln ist Koordinator des Konsortiums.
Zur Bekämpfung der Volkskrankheit Krebs stellt das Land 200 Millionen Euro aus dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ für das neue standortübergreifende Forschungscluster AI4CancerCure.NRW bereit. Darin werden sieben nordrhein-westfälische Universitätsklinika und die TU Dortmund ihre Expertisen in Onkologie, Wirkstoffdesign und Künstlicher Intelligenz (KI) bündeln, um an der Entwicklung innovativer Krebstherapeutika sowie neuer Verfahren der Prävention und Früherkennung besser vernetzt zusammenzuarbeiten. Von der TU Dortmund sind Forschende aus den Bereichen KI und Wirkstoffforschung beteiligt.

Bei der Auftaktveranstaltung des Projekts am 4. September in Düsseldorf sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist ein Hotspot der KI-gestützten Krebsforschung. Durch Spitzenforschung und innovative Therapien aus unserem Land können immer mehr Menschen geheilt werden. Mit dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur legen wir auch die Grundlage dafür, dass wir Innovation und Zukunftstechnologien noch mehr ausbauen können. Über zwei Milliarden Euro gehen direkt an die Hochschulen, die Hochschulmedizin und Forschung, damit dort noch effizienter an Lösungen für die Zukunft gearbeitet werden kann. Mit AI4Cancer-Cure.NRW schaffen wir ein großes landesweites Exzellenz-Netzwerk Krebsmedizin und führen die Krebsforschung noch enger mit Spitzen-KI-Forschung zusammen. Schritt für Schritt kommen wir so unserem Ziel näher, die Volkskrankheit Krebs zu besiegen.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst (7.v.l.) und Wissenschaftsministerin Ina Brandes (8.v.r.) überreichten den Förderbescheid an Prof. Michael Hallek (Mitte) von der Universität zu Köln. Zu der Auftaktveranstaltung kamen zahlreiche Projektbeteiligte in Düsseldorf zusammen, darunter Prof. Stefan M. Kast (l.) von der TU Dortmund.

NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes ergänzte: „Mit AI4CancerCure.NRW schaffen wir einen sicheren Datenraum und verzahnen mit dem Einsatz von KI systematisch die Bereiche Krebsbiologie, datengetriebenes Wirkstoff-Design, Diagnostik mit Hilfe von Bildern und Daten und schnelle Entwicklung von Medizinprodukten. Das hat einen konkreten Nutzen für Patientinnen und Patienten. Krebs kann früher erkannt werden, präzise Verlaufsprognosen der Erkrankung werden möglich und personalisierte Therapien werden deutlich weniger Nebenwirkungen haben. Zudem werden Patientinnen und Patienten dauerhaft und strukturell in die Forschung eingebunden. Denn erfolgreiche Krebsforschung gelingt nur gemeinsam mit den Betroffenen.“

Neue Wirkstoffe und personalisierte Vorbeugung

Neue Medikamente und die konsequente Weiterentwicklung der Krebs-Prävention gehören zu den wichtigsten Herausforderungen der modernen Medizin. KI und datengetriebene Methoden können die Identifikation, Entwicklung und klinische Prüfung neuer Wirkstoffe deutlich beschleunigen und die personalisierte Vorbeugung und Früherkennung ermöglichen. Dafür wird AI4CancerCure.NRW die bereits vorhandene Expertise in Onkologie, Künstlicher Intelligenz, Wirkstoffentwicklung, Bildgebung, Datenwissenschaften und klinischer Forschung bündeln.

Forschende der TU Dortmund werden ihre Expertise in den Bereichen KI und Wirkstoffforschung einbringen und dabei insbesondere folgende Themenschwerpunkte bearbeiten: KI-gestützte Entwicklung und Optimierung von kleinen Molekülen als Wirkstoffvorläufer, deren chemisch-biologische Charakterisierung und Eigenschaftsvorhersage, Synthese und Prozessentwicklung einschließlich Laborautomatisierung. „Dank der engen Vernetzung innerhalb von AI4CancerCure.NRW wird es möglich sein, primäre klinische Daten direkt in das Wirkstoffdesign zu integrieren“, sagt TU-Projektkoordinator Prof. Stefan M. Kast von der Fakultät für Chemie und Chemische Biologie. Auf die TU Dortmund entfallen 25 Millionen Euro, die unter anderem für den Aufbau und die Erweiterung von Computer- und Labor-Infrastruktur genutzt werden.

Neben der TU Dortmund sind die Universitätsklinika in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln (Sprecherschaft) und Münster an dem Konsortium beteiligt. Mit dem „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“, aus dem insgesamt 2,3 Milliarden Euro für die Bereiche Hochschulen, Hochschulmedizin und Forschung zur Verfügung stehen, werden Investitionen finanziert, die auf die großen Zukunftsthemen einzahlen und den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärken und nach vorne bringen sollen.

Ansprechpartner für Rückfragen: