Nobelpreisträger Prof. Richard R. Schrock zu Gast
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Wie aus einer Idee der Grundlagenforschung eine Technologie wird, die Jahrzehnte später die industrielle Chemie nachhaltiger macht, zeigt Prof. Richard R. Schrock eindrucksvoll mit seiner Forschung. Bei der Initialzündung wird er von seinem außergewöhnlichen wissenschaftlichen und persönlichen Weg berichten. Im Mittelpunkt steht seine Entwicklung der Olefinmetathese: eine katalytische Technologie, mit der sich Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen gezielt neu verknüpfen lassen. Für diese wegweisende Forschung erhielt er 2005 den Nobelpreis für Chemie.
Seine Geschichte zeigt, welche Wirkung langfristige, exzellente Grundlagenforschung entfalten kann: Was einst im Labor begann, wird nun erstmals in Deutschland großtechnisch umgesetzt. Das Biokraftstoff-Unternehmen VERBIO nimmt in Bitterfeld eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb, die Schrocks Nobelpreis-Technologie nutzt, um aus Rapsölmethylester erneuerbare Chemikalien für die Industrie herzustellen. Daher ist er eine Woche nach der Initialzündung als Hauptgastredner bei der Eröffnung in Bitterfeld dabei.
Dass Prof. Richard R. Schrock, der seit 1975 am Massachusetts Institute of Technology tätig ist, einen Vortrag im Rahmen der Reihe Initialzündung hält, ist Dr. Thomas Seidensticker von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen zu verdanken. Er hat den Nobelpreisträger als Keynote Speaker für eine Konferenz der Gesellschaft Deutscher Chemiker eingeladen, die Anfang Oktober an der TU Dortmund stattfindet.
Die Initialzündung bietet die Gelegenheit, den Nobelpreisträger zu erleben und zu erfahren, wie wissenschaftliche Neugier, Ausdauer und innovative Forschung zu konkreten Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft führen können. An den Vortrag mit dem Titel „My Unlikely Journey to the 2005 Nobel Prize in Chemistry and Beyond“ schließt sich eine Diskussionsrunde an.
Die Veranstaltung findet überwiegend auf Englisch statt. Eine Anmeldung ist kostenlos und bis zum 24. September möglich.
Initialzündung
Im Rahmen der von der Wilo-Foundation unterstützten Reihe „Initialzündung“ werden renommierte Wissenschaftler*innen aus aller Welt, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, an die TU Dortmund eingeladen. Zu Gast waren bisher Prof. Frances Arnold (Nobelpreis für Chemie 2018), Prof. Erwin Neher (Nobelpreis für Medizin 1991), Prof. Benjamin List (Nobelpreis für Chemie 2021), Prof. Reinhard Genzel (Nobelpreis für Physik 2020), Dr. Irina Scherbakowa (Friedensnobelpreis 2022 für die Menschenrechtsorganisation Memorial), Prof. Klaus von Klitzing (Nobelpreis für Physik 1985) und Prof. Stefan W. Hell (Nobelpreis für Chemie 2014).
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