Ruhr-Universität Bochum und TU Dortmund feiern Erfolg in der Exzellenzstrategie
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„Wir sind überwältigt von diesem großartigen Erfolg“, sagte Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum. „Zusammen sind wir in die Champions League der Wissenschaft aufgestiegen“, ergänzte Prof. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund. Die beiden Universitäten waren in der Exzellenzstrategie aus Überzeugung zusammen angetreten, um ihre langjährige Partnerschaft gezielt weiterzuentwickeln. Unter dem Namen Ruhr Innovation Lab haben sie ein Konzept vorgelegt, das ein Ökosystem für eine zukunftssichere Gesellschaft schaffen soll. Es setzt auf kreative Freiräume für Forschung, innovative Lehre, engen Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft sowie neue Wege der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit.
„Unser Credo ist, dass Wissenschaft nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, sondern Lösungen für die Gesellschaft mitgestalten muss“, so Prof. Martin Paul. Die gemeinsamen Forschungsschwerpunkte zielen darauf, Wohlstand für künftige Generationen zu erhalten, Vertrauenswürdigkeit digitaler Systeme zu stärken und die Werte der Demokratie zu wahren. Zu Themen wie nachhaltige Chemie, Cybersicherheit, KI-gestützte Materialentwicklung oder die Natur der Materie forschen die beiden Universitäten schon auf internationalem Spitzenniveau. Durch die Zusammenführung komplementärer Stärken beider Standorte sollen zukünftig zudem komplexe Fragestellungen in Bereichen wie mentale Gesundheit, Medienwirkung oder Fertigungsdesign durchdrungen werden.
Ein Schub für das gesamte Ruhrgebiet
„Wir haben bei unserer Bewerbung auf eine langjährige Kooperation aufbauen können und gehen mit dem Ruhr Innovation Lab nun den nächsten Schritt hin zur Integration“, erläuterte Prof. Manfred Bayer. Fundament ist die Universitätsallianz Ruhr, in der die beiden Partner zusammen mit der Universität Duisburg-Essen seit 2007 vielfältige gemeinsame Strukturen geschaffen haben, wie z.B. die gemeinsamen Research Center und das College. Das Ruhr Innovation Lab erprobt nun bilateral eine noch engere Verzahnung, indem Services für Forschung und Transfer schrittweise integriert werden oder Pilotfakultäten ihre Personalplanung sinnvoll verschränken.
„Unser Erfolg in der Exzellenzstrategie wird dem gesamten Ruhrgebiet einen Schub und höhere internationale Sichtbarkeit geben“, sind sich die beiden Rektoren einig. Noch werde oft übersehen, dass das Ruhrgebiet eine der dichtesten Wissenschaftsregionen Deutschlands sei, mit über zwanzig Hochschulen und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Charakteristisch für den Ballungsraum ist die eingespielte Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg, nicht nur innerhalb der Wissenschaft, sondern auch mit Unternehmen und Kommunen. Das Ruhr Innovation Lab hatte bei der Bewerbung daher auch starke regionale Partner an seiner Seite wie den Initiativkreis Ruhr und den Regionalverband Ruhr.
Impressionen von der Verkündungsfeier
Gespanntes Warten auf die Entscheidung: Im Westfälischen Industrieklub in Dortmund verfolgten Mitglieder des Ruhr Innovation Lab live die Pressekonferenz des Wissenschaftsrats. Die beiden Rektoren dankten dort all jenen, die besonders eng in die Begutachtung eingebunden waren. Mittendrin war auch das Einhorn, das sich als Glücksbringer des Verbunds erwiesen hat.
Glückwünsche an das Ruhr Innovation Lab
„Herzlichen Glückwunsch an die Universität Köln sowie an die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund zu diesem herausragenden Erfolg. Beide Bewerbungen haben in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren gegen große Konkurrenz überzeugt. Das ist eine großartige Nachricht für die Universitäten und für den Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Die Entscheidung ist ein besonderer Erfolg für unser Land und zeigt eindrucksvoll, welche Stärke und internationale Strahlkraft der Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen besitzt. Vor allem das Ruhrgebiet hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken und international sichtbaren Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Research Alliance Ruhr, die als zentrales Projekt der Ruhr-Konferenz die internationale Spitzenforschung der Universitätsallianz Ruhr bündelt. Der neue Exzellenzverbund knüpft an diese Stärke an und gibt dem Wissenschaftsstandort Ruhr zusätzlichen Schub. Nordrhein-Westfalen baut damit seine herausragende Stellung im bundesweiten Exzellenzwettbewerb weiter aus. Exzellente Forschung ist eine wesentliche Grundlage für die Innovationskraft unseres Landes. Von der Stärke unserer Hochschulen profitieren dabei Wissenschaft und Wirtschaft, genauso wie die Hunderttausenden jungen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen studieren und forschen. In einem immer schnelleren technologischen Wandel sind es unsere exzellenten Universitäten, die diesen Wandel zu neuen Chancen machen. Chancen für neue, innovative Produkte, für gute Arbeitsplätze, für Wohlstand und soziale Sicherheit auch in Zukunft.“
„Nordrhein-Westfalen ist DER Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Diesen Anspruch bestätigt der Erfolg in der Exzellenzstrategie. Ich gratuliere der Universität zu Köln und dem Ruhr Innovation Lab aus der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sehr herzlich zu ihrem Erfolg. Gemeinsam mit der Universität Bonn und der RWTH Aachen gehören damit künftig fünf nordrhein-westfälische Universitäten zur internationalen Forschungsspitze – so viele wie in keinem anderen Land. Was das Ruhr Innovation Lab in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ist unglaublich. Es zeigt: Exzellenz ist immer dann möglich, wenn gemeinsame Stärken gesucht werden. Die Universität zu Köln hat den Exzellenzstatus völlig verdient zurückgewonnen. Mit fünf Exzellenzclustern ist sie bereits eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands, und sie wird ihre Kraft in den kommenden Jahren noch weiter entfalten. Der Ministerpräsident und ich haben die Universitäten auf diesem Weg eng begleitet und waren bei den Begehungen mit der Expertenkommission vor Ort dabei. Umso mehr freuen wir uns heute über diesen Erfolg. Der Erfolg unserer Universitäten ist ein eindrucksvoller für Spitzenforschung ‚made in NRW‘. Wir schaffen damit beste Voraussetzungen für neue Erkenntnisse, Innovationen und Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zum Wohl der Menschen.“
„Ich gratuliere der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund zu diesem großartigen Erfolg. Das Ruhr Innovation Lab ist ein starkes Zeichen für wissenschaftliche Spitzenleistung im Ruhrgebiet. Wir sehen, welche Erfolge hochschulübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. In der Universitätsallianz Ruhr haben wir über viele Jahre Vertrauen, gemeinsame Strukturen und eine Kultur der Kooperation aufgebaut. Auf diesem Fundament wird mit dem Ruhr Innovation Lab ein wunderbarer neuer Experimentierraum für Wissenschaft mit Wirkung wachsen.“
„Die Entscheidung für das Ruhr Innovation Lab ist eine Auszeichnung für die wissenschaftliche Stärke unserer Region und zugleich ein Auftrag für die Zukunft. Die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum zeigen, wie aus enger Zusammenarbeit neue Perspektiven für Forschung, Innovation und den Wissenstransfer entstehen.“
„Viel harte Arbeit, innovatives Denken und eine starke Zusammenarbeit über institutionelle und städtische Grenzen hinweg wurden heute belohnt. Das Ruhr Innovation Lab hat sich im hochkarätigen Wettbewerb durchgesetzt und macht deutlich: Gemeinsam sind wir stärker als allein. Ich freue mich deshalb nicht nur für die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund, sondern für die Menschen vor Ort und in der Region. Denn von exzellenter Wissenschaft, neuen Ideen und ihrem Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft profitieren wir alle!“
„Das Ruhrgebiet ist exzellent! In den vergangenen Jahren hat die Region eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn Wissenschaft über Stadt- und Hochschulgrenzen hinweg zusammenarbeitet. Das positive Votum für das Ruhr Innovation Lab als Exzellenzverbund ist deshalb weit mehr als eine Auszeichnung für Bochum und Dortmund: Es ist ein starkes Signal für die Wissenschaftsregion Ruhrgebiet und ein wichtiger Schub für ihre internationale Strahlkraft.“
„Ich gratuliere Prof. Martin Paul und Prof. Manfred Bayer sowie allen Beteiligten der beiden Universitäten und der UA Ruhr Research Academy sehr herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und bin froh, dass wir die Bewerbung als Initiativkreis Ruhr unterstützen konnten. Wir sind überzeugt: Das gemeinsame Engagement trägt maßgeblich dazu bei, dass das Ruhrgebiet künftig noch sichtbarer auf der internationalen Wissenschaftslandkarte vertreten sein wird!“
Videobotschaft der Rektoren
Was hat zum Riesenerfolg in der Exzellenzstrategie beigetragen? Was bedeutet die Förderung für die Forschung der beiden Unis? Und was haben die Studierenden eigentlich davon? In einer Videobotschaft ordnen die beiden Rektoren das Ergebnis ein.
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Hochschulöffentliches Townhall-Meeting
Die beiden Rektoren haben am 7. Oktober in einem digitalen Townhall-Meeting die Mitglieder der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund über die nächsten Schritte informiert und Fragen beantwortet. Die Videoaufzeichnung des Meetings wird zeitnah im ServicePortal bereitgestellt.
Über die Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist ein Wettbewerb zur Förderung der Spitzenforschung, der erstmals 2005 unter dem Namen Exzellenzinitiative ausgerufen wurde. Universitäten, die eine hinreichende Zahl an Exzellenzclustern einwerben, dürfen sich in einer zweiten Förderlinie um den Titel Exzellenzuniversität oder Exzellenzverbund bewerben. Dafür ist ein Strategiekonzept erforderlich, das sowohl die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Forschung als auch die strukturelle Erneuerungsfähigkeit der Organisation stärkt. Die Bewertung trifft eine internationale Jury auf Basis eines schriftlichen Antrags sowie eines mehrtägigen Besuchs vor Ort. Für die siebenjährige Förderphase ab 2027 waren bis zu 15 Plätze vorgesehen, um die sich zehn Titelverteidiger sowie elf Neulinge beworben hatten. Alle geförderten Institutionen sind auf der Webseite des Wissenschaftsrats zu finden.
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