Herausragende Werke von Kunststudierenden ausgezeichnet
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Die gezeigten Arbeiten, die in den Ateliers des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft entstanden sind, setzen sich auf vielfältige Weise mit der Wahrnehmung von Wirklichkeit auseinander, sie erschließen neue Zusammenhänge und stellen Konventionen, Klischees und Gewissheiten infrage. Eine Fachjury hat die überzeugendsten künstlerischen Werke in den Kategorien Fotografie, Graphik, Malerei und Plastik ausgewählt. Bei der Eröffnung überreichte Prof. Wiebke Möhring, Prorektorin Studium, die jeweils mit 500 Euro dotierten Kunstpreise sowie den Editionspreis.
Die Preisträger*innen
Den Kunstpreis in der Kategorie Malerei erhielt Maruah Hallal für „No Address“. Die Serie kleinformatiger Gemälde beschäftigt sich mit Wohnsitzlosen im Stadtbild und übersetzt Anteilnahme, Aufmerksamkeit und Empathie in Malerei, wodurch das Gezeigte neu wahrgenommen wird. Auf diese Weise erhalten die präsentierten Lebenssituationen ein Gewicht, das ihnen gewöhnlich verwehrt wird. In der malerischen Formfindung entsteht aus der Beobachtung Gestalt.
In der Kategorie Graphik wurde Lisa Rother ausgezeichnet. Ihre Arbeit ist radikal subjektiv, denn sie untersucht ihr Selbst über biografisch bedeutsame Objekte, den eigenen Körper oder ihr Umfeld. Sie beschreibt das Fokussierte äußerst präzise und schneidet das Unwesentliche weg. Ihre Gefüge aus maßstabverschobenen, feinst angeeigneten Figürlichkeiten zeigen Verletzlichkeit, Labilität, Isolierung oder Beschädigung. Mit dieser Fragmentierung reagiert sie auf den Zerfall der gesellschaftlichen Systeme.
In der Kategorie Plastik ging der Kunstpreis an Maren Schaffrinna, die sich in ihren Werken mit der Zerbrechlichkeit des menschlichen Daseins beschäftigt. Dabei spielt das Material eine zentrale Rolle, das zum Träger von Stimmungen, Erinnerungen und inneren Zuständen wird. Ihre skulpturalen Arbeiten wirken wie Spiegel innerer Erfahrungen und rufen Bilder von Vergänglichkeit, Verletzlichkeit und Erinnerung hervor, ohne diese eindeutig festzulegen, so die Jury.
Den Kunstpreis Fotografie verlieh die Jury an Anna Ohla für ihre Arbeit „Filmriss“, die sich mit verlorengegangenen oder auch fehlerhaften Erinnerungen auseinandersetzt. Bei der Negativentwicklung von ihren analog aufgenommenen Fotos kommt es bisweilen zu Fehlern im chemischen Prozess. Für ihre Collagen ergänzt Anna Ohla diese mit gezielter Manipulation im Fotolabor sowie selbstgeschöpftem Papier. Auf diese Weise gelingt es ihr, das vermeintlich präzise, technische Medium Fotografie zu reflektieren und eine Analogie zu menschlichen Erinnerungslücken herzustellen.
Den Editionspreis des Rektorats nahm Nina Burrichter entgegen. In ihrer Werkreihe „FAST FELS“ entwickelt sie ergebnisoffen eine eigenständige Rakeltechnik mit selbst gebauten Werkzeugen, die sie prozesshaft erprobt und zunehmend gezielt einsetzt. Die Berge und Felsen aus ihrer Reihe sind sowohl Motiv als auch malerische Geste, denn sie tragen Objektcharakter und sind zugleich Ausdruck jener performativen Malhandlung.
Impressionen von der Ausstellungseröffnung:
Die Ausstellung „Rundgang Kunst“ kann zu den Öffnungszeiten des Dortmunder U besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Rahmenprogramm:
Samstag, 1. August, 16:00 Uhr
Artist Talk: Künstlerin Luna Schönberg im Gespräch mit Drag Queen Divina de Campo aus Manchester
(Interessierte und Medienvertreter*innen können sich bis zum 30. Juli per E-Mail anmelden)
Sonntag, 2. August, 12:00 – 17:00 Uhr
Familiensonntag im Dortmunder U
Sonntag, 16. August, 12:00 – 15:30 Uhr
15-Minuten-Portraits mit Künstlerin Dulana Tillmann
Campus Stadt
Auf dem Campus Stadt gibt die Technische Universität Dortmund als Partnerin im Dortmunder U regelmäßig Einblicke in Forschung und Lehre. Ausstellungspräsentationen und der Raum als Forum des Dialogs bieten der Stadtgesellschaft durch verschiedene Veranstaltungsformate die Möglichkeit, Fragestellungen und Erkenntnisse der Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren.
Ansprechperson für Rückfragen:




































