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Internationaler Austausch zu Studium und Behinderung

Delegation aus Taiwan zu Gast an der TU Dortmund

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Foto: Es ist eine große Gruppe von Meneschen aus Deutschland und Taiwan zu sehen, die ein Schild hochhalten. Auf dem Schild steht Chung Shan Medical University. © David Nils Müller​/​TU Dortmund
Eine Delegation aus Taiwan hat sich bei DoBuS über die Arbeit als führende Einrichtung für „Studium und Behinderung“ informiert.
Auf Initiative aus dem Bildungsministerium in Taiwan hat eine rund 20-köpfige Delegation die TU Dortmund besucht, um sich bei DoBuS zum Thema Studium und Behinderung zu informieren. Professor*innen und Mitarbeitende verschiedener taiwanischer Hochschulen sowie Vertreter*innen des Bildungsministeriums lernten DoBuS, den Bereich „Behinderung und Studium“ am Zentrum für HochschulBildung (zhb), als eine führende Einrichtung in diesem Themenfeld kennen und tauschten sich über Erfahrungen und mögliche Kooperationen aus.

Die TU Dortmund blickt inzwischen auf fast fünf Jahrzehnte der Unterstützung von Studierenden mit Behinderung zurück und teilt ihre Expertise und Erfahrung regelmäßig mit interessierten Hochschulen aus aller Welt. Als bundesweit erste Hochschule begann die Pädagogische Hochschule Ruhr, die 1980 in die damalige Universität Dortmund integriert wurde, bereits in den 1970er Jahren mit der systematischen Unterstützung von Studierenden mit Behinderungen.

Seither entwickelte DoBuS den sogenannten „Dortmunder Arbeitsansatz“, den DoBuS-Leiter Dr. Carsten Bender den internationalen Gästen erläuterte. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich eine Hochschule schrittweise dem Ziel der Inklusion annähern kann. Das Konzept setzt sowohl bei der individuellen Studiensituation einzelner Studierender mit Behinderungen als auch auf der Ebene des Systems Hochschule an. „Unsere Perspektive geht über die Entwicklung von Einzelfalllösungen hinaus und stellt sicher, dass auch barrierefreie Strukturen an der TU Dortmund aufgebaut bzw. weiterentwickelt werden“, sagte Bender.

Barrieren abbauen und Zugänglichkeit verbessern

Bender stellte den Gästen auch konkrete Projekte vor. Dazu zählte unter anderem das Peer-Mentoring-Programm, das Studierenden mit Beeinträchtigungen erfahrene Mentor*innen zur Seite stellt und sie beim Studienstart und im weiteren Studienverlauf unterstützt. Unter der Federführung von DoBuS unterstützt das „Kompetenz­zentrum für digitale Barrierefreiheit“ außerdem Hochschulen in Nordrhein-Westfalen dabei, bestehende Barrieren abzubauen und die Zugänglichkeit von Studium und Lehre zu verbessern. 

Der Besuch bot zudem Gelegenheit, internationale Kontakte und Erfahrungen aus unterschiedlichen Hochschulsystemen zu vertiefen. „Internationale Begegnungen wie diese eröffnen neue Perspektiven und ermöglichen es, voneinander zu lernen. Gerade beim Thema Inklusion können der Austausch von Erfahrungen und die Vernetzung mit Hochschulen aus anderen Ländern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit geben“, sagte Prof. Maximiliane Wilkesmann, Prorektorin Internationales und Diversität der TU Dortmund, beim Empfang der Delegation aus Taiwan. 

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