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Zweite Förderphase

Besserer Mathematikunterricht: „QuaMath“ soll 10.000 Schulen erreichen

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Das Bild zeigt Kinder von der Seite, die an Computern sitzen. © Pixel-Shot​/​stock.adobe.com
Mehr als 3.000 Schulen und rund 10.900 Lehrkräfte sind heute bereits an QuaMath beteiligt.
Die Länder setzen ihre gemeinsame Initiative „QuaMath – Unterrichts- und Fortbildungs-Qualität in Mathematik entwickeln“ bis Ende 2033 fort und weiten sie auf weitere Schulen aus. Die Bildungsministerkonferenz hat am 17. September der zweiten Förderphase des auf zehn Jahre angelegten Programms zugestimmt. Dafür stellen die Länder rund 26 Millionen Euro bereit. Ziel ist die Qualitätsverbesserung des Mathematikunterrichts. Von der TU Dortmund ist das Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts (IEEM) – unter der Federführung von Prof. Susanne Prediger und Prof. Christoph Selter – maßgeblich an QuaMath beteiligt.

Zuletzt haben die PISA-Studie 2025 und zuvor der IQB-Bildungstrend große Herausforderungen bei den mathematischen Kompetenzen von Schüler*innen aufgezeigt. QuaMath setzt an einer zentralen Stellschraube für nachhaltige Verbesserungen an: der Qualität des Mathematikunterrichts. Die Kultusministerkonferenz hatte das Programm bereits 2021 auf den Weg gebracht, seit 2023 wird es in den Ländern umgesetzt. Mit der zweiten Förderphase erreicht QuaMath künftig Schulen in allen 16 Ländern. Erste Auswertungen zeigen positive Entwicklungen bei den Fortbildungen und der Qualifizierung der Multiplikator*innen. Die Übertragung in Unterricht und Lernerfolg wird im weiteren Verlauf des Programms untersucht.

Mehr als 3.000 Schulen und rund 10.900 Lehrkräfte bereits beteiligt 

Das Programm verfolgt das Ziel, mathematikbezogene Fortbildung und Unterrichtsentwicklung strukturell und dauerhaft in den Schulen zu verankern – nicht als einmalige Maßnahme, sondern als kontinuierlichen, forschungsbegleiteten Prozess. Dafür bringt QuaMath Wissenschaft, ländergemeinsame Bildungssteuerung und Schulpraxis systematisch zusammen und arbeitet an einer geteilten Vision von qualitätsvollem Unterricht. In den ersten drei von insgesamt acht vorgesehenen Schulkohorten werden inzwischen 3.082 Schulen und 10.923 Lehrkräfte erreicht. 

„Es ist uns nach drei Jahren im Projekt bereits richtig gut gelungen, dass sich über alle Ebenen hinweg eine gemeinsame Vorstellung von gutem Mathematikunterricht entwickelt hat – vom Deutschen Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik über die Bildungssteuerungen der Länder bis hin zu den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Lehrkräften“, sagtProf. Susanne Prediger, Leiterin des QuaMath-Projekts und Professorin am „IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik“ sowie an der Fakultät für Mathematik der TU Dortmund. „Die Daten zeigen, dass sich der Fokus der Fortbildungen zunehmend auf die Tiefenstrukturen von Unterrichtsqualität richtet. Für eine nachhaltige Veränderung des Unterrichts ist dabei insbesondere die kontinuierliche fachbezogene Kooperation von Lehrkräften von Bedeutung. In den kommenden QuaMath-Jahren soll diese Kooperation datengestützt weiterentwickelt werden.“ 

Darüber hinaus werden in der zweiten Förderphase weitere Multiplikator*innen qualifiziert, Fortbildungs- und Online-Angebote weiterentwickelt und die Zusammenarbeit innerhalb der Schulen gestärkt. Die wissenschaftliche Begleitung untersucht die Wirkung schrittweise bis zur Ebene der Lernenden. Perspektivisch sollen bis zu 10.000 Schulen, also etwa ein Drittel der allgemeinbildenden Schulen in Deutschland, erreicht werden. Damit wäre QuaMath das bislang größte Projekt seiner Art in Deutschland. Erste Ergebnisse zu Wirkungen auf Lernfortschritte von Kindern soll es Ende 2027 geben.

Über QuaMath 

QuaMath wird vom Deutschen Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik (DZLM) unter Leitung des „IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik“ mit 14 weiteren DZLM-Hochschulen, darunter die TU Dortmund, und gemeinsam mit den Ländern umgesetzt. Es umfasst die Primarstufe sowie die Sekundarstufen I und II und bezieht auch die frühe mathematische Bildung ein. Qualifizierte Multiplikator*innen begleiten Lehrkräfteteams in Schulnetzwerken. Im Mittelpunkt stehen ein verstehensorientierter, kognitiv aktivierender und an den Lernenden orientierter Mathematikunterricht sowie die dauerhafte Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität an den Schulen.

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