Zwei ERC Starting Grants eingeworben
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SITESOFMEMORY
In ihrem Projekt SITESOFMEMORY wird Dr. Jeannette Oholi erforschen, welchen Beitrag Literatur für die Erinnerungskultur in einer pluralen Gesellschaft leisten kann. Im Mittelpunkt steht Literatur von rassifizierten – also aufgrund äußerlicher oder kultureller Merkmale kategorisierter – Autor*innen aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Dr. Oholi baut dabei auf bestehender literatur- und kulturwissenschaftlicher Erinnerungsforschung auf, ergänzt diese aber durch den Antirassismus als eine Vision von einer gerechteren Gesellschaft. Es geht ihr um die Pluralität und Vielstimmigkeit von Erinnerungen, die im Projekt auch dadurch entstehen soll, dass sie die literarischen Texte in Verbindung miteinander betrachtet. Auf diese Weise sollen Erinnerungen sichtbar werden, die bislang nicht Teil der deutschen Erinnerungskultur waren.
Vita Dr. Jeannette Oholi
Dr. Jeannette Oholi ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Sie hat an der Universität Bayreuth Germanistik, Afrikanistik und Medienwissenschaften studiert und promovierte 2023 an der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema „Afropäische Ästhetiken“. Anschließend forschte sie zwei Jahre als Mellon Postdoc Fellow im German Studies Department am Dartmouth College in den USA. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Kulturwissenschaften der Universität der Bundeswehr in München. Zum Start ihres ERC Starting Grants wird sie an die TU Dortmund wechseln, wo sie bereits zwei Semester als Lehrbeauftragte tätig war.
PROMETHEUS
In seinem Projekt PROMETHEUS wird Dr. Christian Preuß erforschen, wie sich sub-atomare Strahlungsprozesse der starken Wechselwirkung präziser beschreiben lassen. Reaktionen zwischen Elementarteilchen, wie sie beispielsweise an Teilchenbeschleunigern wie dem Large Hadron Collider am CERN in Genf stattfinden, werden mithilfe von Simulationsprogrammen prognostiziert. Für immer mehr Messungen an Teilchenbeschleunigern reicht die Genauigkeit der gängigen theoretischen Vorhersagen aber nicht mehr aus. Das Ziel von PROMETHEUS ist es daher, diese zu verfeinern. Dafür sollen die Strahlungsprozesse in ein semi-klassisches Strahlungsmuster und quantenmechanische Korrekturen aufgeteilt und so die Präzision bestehender Modelle verbessert werden.
Vita Dr. Christian Preuß
Dr. Christian Preuß hat an der Georg-August-Universität Göttingen Physik studiert und 2021 an der Monash University in Melbourne, Australien, in Theoretischer Teilchenphysik promoviert. Anschließend war er je zwei Jahre Postdoc an der ETH Zürich und wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Professurvertreter an der Bergischen Universität Wuppertal. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Göttingen ist er seit März 2026 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen. Zum Start seines ERC Starting Grants wird er an die TU Dortmund wechseln.
Über den ERC Starting Grant
Der Europäische Forschungsrat fördert mit den ERC Starting Grants herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen, deren Promotion zwischen zwei und sieben Jahren zurückliegt. Das Programm bietet ihnen die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Karriere unabhängig voranzutreiben. Wer einen ERC Starting Grant beantragt, muss sein Potenzial für wissenschaftliche Unabhängigkeit und Reife bereits nachgewiesen haben.



















