TU-Ausstellung beleuchtet Werke und Werkstätten im Mittelalter
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Die Grundlage von ART/WORKS bilden schriftliche Quellen, die Auskunft über Rezepturen und Werkstattpraktiken bieten, sowie erhaltene Artefakte, an denen sich Arbeitsspuren und Selbstauskünfte der Meister*innen ablesen lassen – wie etwa das in der Kirche St. Reinoldi bewahrte Taufbecken des Glockengießers Johann Winnenbrock oder das Chorbuch (Graduale) der Elisabeth von Lünen im Archiv der Propsteikirche.
Die Ausstellung ist das Ergebnis dreier Seminarveranstaltungen, in denen Studierende konkrete Arbeitsroutinen und handwerkliches Wissen untersucht haben: Wie lässt sich dieses Know-how rekonstruieren und heute noch nachvollziehen? Welche Materialien und Werkzeuge waren nötig, und wie wurden sie beschafft? Die Ausstellung stellt individuelle und kollektive Werkstattstrukturen einander gegenüber und reflektiert die Rolle, die das Geschlecht und die gesellschaftliche Stellung in Bezug auf Kunstschaffen vor dem Jahr 1500 spielte.
Dortmunder Kunstwerke hinsichtlich des Aspekts „Arbeit“ betrachtet
Bis heute wirkt die in der Renaissance etablierte Trennung von „Handwerk“ und „Kunst“ nach und prägt die Weise, wie Kunstschaffende wahrgenommen werden. Aber wo verläuft die Grenze zwischen Kunstfertigkeit und „hoher“ Kunst? Und welche Rolle spielen bei der Einordnung etwa soziale und materielle Bedingungen? Ziel der Ausstellung ist es, Dortmunder Kunstwerke in den relevant bleibenden Zusammenhang „Arbeit“ zu stellen und herauszuarbeiten, wie sich ihre Bewertung historisch entwickelt hat. Das partizipative Konzept mit sinnlich erfahrbaren Stationen ermöglicht es den Besucher*innen, sich verständlich und erlebnisorientiert mit aktuellen Forschungsfragen zu künstlerischen Arbeitsprozessen auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung ART/WORKS kann zu den Öffnungszeiten des Dortmunder U besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Campus Stadt
Auf dem Campus Stadt gibt die Technische Universität Dortmund als Partnerin im Dortmunder U regelmäßig Einblicke in Forschung und Lehre. Ausstellungspräsentationen und der Raum als Forum des Dialogs bieten der Stadtgesellschaft durch verschiedene Veranstaltungsformate die Möglichkeit, Fragestellungen und Erkenntnisse der Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren.
Internationale Fachkonferenz im Ruhrgebiet
Die Ausstellung ist Teil des 8. Forums Kunst des Mittelalters, das vom 23. bis 26. September in Dortmund und Bochum stattfindet. Die kunsthistorische Fachtagung, zu der auch internationale Vortragende anreisen, steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft und wird von Prof. Kirsten Lee Bierbaum von der TU Dortmund und Prof. Ulrich Rehm von der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet.
Weitere Informationen zur Konferenz
Ansprechperson für Rückfragen:




















