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Campus Stadt im Dortmunder U

TU-Ausstellung beleuchtet Werke und Werkstätten im Mittelalter

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Foto: In einer Ausstellungshalle betrachten mehrere Personen Informationstafeln; eine Person sitzt auf einer Bank, und rechts hängt an einer Stange ein Kettenhemd. © Kunstgeschichte​/​TU Dortmund
Die Ausstellung „ART/WORKS. Werk und Werkstatt im Mittelalter“ ist bis zum 4. Oktober im Dortmunder U zu sehen.
Die vom Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund kuratierte Ausstellung „ART/WORKS. Werk und Werkstatt im Mittelalter“ setzt sich mit der Arbeit von Künstler*innen und (Kunst-)Handwerker*innen im mittelalterlichen Dortmund und der Region auseinander. Sie ist bis zum 4. Oktober auf dem Campus Stadt im Dortmunder U zu sehen.

Die Grundlage von ART/WORKS bilden schriftliche Quellen, die Auskunft über Rezepturen und Werkstattpraktiken bieten, sowie erhaltene Artefakte, an denen sich Arbeitsspuren und Selbstauskünfte der Meister*innen ablesen lassen – wie etwa das in der Kirche St. Reinoldi bewahrte Taufbecken des Glockengießers Johann Winnenbrock oder das Chorbuch (Graduale) der Elisabeth von Lünen im Archiv der Propsteikirche.

Die Ausstellung ist das Ergebnis dreier Seminarveranstaltungen, in denen Studierende konkrete Arbeitsroutinen und handwerkliches Wissen untersucht haben: Wie lässt sich dieses Know-how rekonstruieren und heute noch nachvollziehen? Welche Materialien und Werkzeuge waren nötig, und wie wurden sie beschafft? Die Ausstellung stellt individuelle und kollektive Werkstattstrukturen einander gegenüber und reflektiert die Rolle, die das Geschlecht und die gesellschaftliche Stellung in Bezug auf Kunstschaffen vor dem Jahr 1500 spielte.

Dortmunder Kunstwerke hinsichtlich des Aspekts „Arbeit“ betrachtet

Bis heute wirkt die in der Renaissance etablierte Trennung von „Handwerk“ und „Kunst“ nach und prägt die Weise, wie Kunstschaffende wahrgenommen werden. Aber wo verläuft die Grenze zwischen Kunstfertigkeit und „hoher“ Kunst? Und welche Rolle spielen bei der Einordnung etwa soziale und materielle Bedingungen? Ziel der Ausstellung ist es, Dortmunder Kunstwerke in den relevant bleibenden Zusammenhang „Arbeit“ zu stellen und herauszuarbeiten, wie sich ihre Bewertung historisch entwickelt hat. Das partizipative Konzept mit sinnlich erfahrbaren Stationen ermöglicht es den Besucher*innen, sich verständlich und erlebnisorientiert mit aktuellen Forschungsfragen zu künstlerischen Arbeitsprozessen auseinanderzusetzen.

Blick in die Ausstellung ART/WORKS im Dortmunder U.

Die Ausstellung ART/WORKS kann zu den Öffnungszeiten des Dortmunder U besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. 

Campus Stadt

Auf dem Campus Stadt gibt die Technische Universität Dortmund als Partnerin im Dortmunder U regelmäßig Einblicke in Forschung und Lehre. Ausstellungspräsentationen und der Raum als Forum des Dialogs bieten der Stadtgesellschaft durch verschiedene Veranstaltungsformate die Möglichkeit, Fragestellungen und Erkenntnisse der Wissenschaftsdisziplinen kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren.

Internationale Fachkonferenz im Ruhrgebiet

Die Ausstellung ist Teil des 8. Forums Kunst des Mittelalters, das vom 23. bis 26. September in Dortmund und Bochum stattfindet. Die kunsthistorische Fachtagung, zu der auch internationale Vortragende anreisen, steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft und wird von Prof. Kirsten Lee Bierbaum von der TU Dortmund und Prof. Ulrich Rehm von der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet.
Weitere Informationen zur Konferenz 

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