Nach sechs Jahren im Amt verabschiedet
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Es war ein besonderer Start: Mitten in der Corona-Pandemie wurden sie in das Rektorat der TU Dortmund gewählt. Am 1. September 2020 traten sie gemeinsam mit Rektor Prof. Manfred Bayer ihre Ämter an. Sechs Jahre später endet ihre Amtszeit. In dieser Zeit haben sie wichtige Entwicklungen in den Bereichen Studium, Forschung und Internationalisierung angestoßen und begleitet. „Die Arbeit im Rektorat verlangt nicht nur viel Zeit, sondern zuweilen auch viel Moderationsgeschick. Ich danke den Kolleginnen für all die Mühe, die sie zum Wohl der Universität investiert haben“, sagte Prof. Manfred Bayer bei der Hochschulwahlversammlung im Juni.
Prof. Wiebke Möhring, Professorin für Online- und Printjournalismus, verantwortete das Ressort Studium. Zu den Schwerpunkten ihrer Amtszeit gehörten die Weiterentwicklung der digitalen Lehre, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie die Qualitätssicherung in Studium und Lehre. So wurde die Systemakkreditierung vorangetrieben, die seit 2023 in Kraft ist und es der TU Dortmund ermöglicht, ihre Studiengänge selbst zu akkreditieren. Auch die Auseinandersetzung mit ChatGPT und anderen Modellen wurde früh aufgegriffen: Bereits im Mai 2023 veröffentlichte die Universität eine erste Handreichung zum Einsatz in der Lehre – und gehörte damit bundesweit zu den Vorreitern.
Im Ressort Forschung setzte Prof. Nele McElvany, Professorin für Empirische Bildungsforschung, mit der Forschungsstrategie 2023–2027 und deren Partizipationsprozess wichtige Impulse für exzellente Forschung und Wissenstransfer. Ab 2021 prägten zudem die verschiedenen Phasen der Exzellenzstrategie die Arbeit des Ressorts. Weitere Schwerpunkte waren die nachhaltige Organisationsentwicklung und das Qualitätsmanagement, unter anderem durch den Aufbau eines Forschungsmonitorings, eines zentralen Forschungsdatenmanagements sowie regelmäßiger Befragungen. Schließlich entstanden neue Angebote zur Forschungsförderung und zur Unterstützung von Early Career Researchers, darunter die TU Dortmund Young Academy. Formate wie „TU Dortmund im Gespräch“ stärkten außerdem den interdisziplinären Austausch.
Prof. Tessa Flatten, Professorin für Technologiemanagement, baute als erste Prorektorin für Internationales das eigenständige Ressort auf und entwickelte die Internationalisierungsstrategie der TU Dortmund. Die Universität stärkte und erweiterte ihre Partnerschaften und ihre internationale Präsenz, unter anderem in Osteuropa und Indien. Die Zahl der englischsprachigen Studiengänge versechsfachte sich während ihrer Amtszeit auf über 20. Auch bei internationalen Berufungen konnte die TU Dortmund wichtige Erfolge erzielen und Spitzenforschende aus aller Welt unter anderem für die gemeinsamen Research Center der Universitätsallianz Ruhr gewinnen. Die Welcome Services für internationale Forschende – und auch für gefährdete Wissenschaftler*innen – wurden an der TU Dortmund umfangreich ausgebaut.
Über die Ressortgrenzen hinweg prägte die enge Zusammenarbeit innerhalb der Universitätsallianz Ruhr die vergangenen sechs Jahre. Zuletzt arbeiteten die Prorektorinnen außerdem intensiv mit der Ruhr-Universität Bochum an der Bewerbung als Ruhr Innovation Lab im Rahmen der Exzellenzstrategie.
Neues Rektorat ab September
Mit dem Ende der sechsjährigen Amtszeit der Prorektor*innen wird das Rektorat neu aufgestellt. Rektor Prof. Manfred Bayer wird in den letzten zwei Jahren seiner laufenden Amtszeit künftig von vier Prorektor*innen unterstützt: Prof. Gerhard Schembecker bleibt für Finanzen zuständig. Prof. Sabine Hornberg übernimmt Studium und Lehre, Prof. Maximiliane Wilkesmann die Bereiche Diversität und Internationales. Prof. Petra Wiederkehr wechselt in den Bereich Forschung und wissenschaftliche Karrieren. Die Amtszeit von Kanzler Markus Neuhaus läuft noch bis 2032.




















