Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

TU Dortmund begleitet Ersthelfer-Konzept für Grundschülerinnen und -schüler

Die Idee, Kindern bereits im Grundschulalter das Thema Erste Hilfe nahe zu bringen, ist in Deutschland bereits seit einigen Jahren präsent. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) plant jetzt, das Thema Erste Hilfe als Unterrichtsinhalt einzuführen, statt wie bislang als einmaligen Praxisteil. Die TU Dortmund wird das Projekt wissenschaftlich begleiten.

Bislang kamen Ausbilder für Erste Hilfe in die Schulen und gaben Praxiskurse, die auf die Zielgruppe der Kinder ab dem dritten Schuljahr zugeschnitten waren. Dieses Konzept soll sich jetzt ändern. Die Ausbildungsabteilung des ASB Dortmund hat mit Projektleiter Tim Braun – selbst angehender Lehrer und Ausbilder beim ASB – ein völlig neues didaktisches Konzept entwickelt. Danach erhalten die Lehrenden der Grundschulen ein Unterrichtskonzept, mit dem sie die Kinder ab der dritten Klasse auf Erste Hilfe vorbereiten. Der Praxisteil der Ausbilder ist dann kein Neuland mehr für sie.

Bereit für die Anwendung in der Praxis

Zudem lernen die Grundschülerinnen und Grundschüler auch die Anwendung in der Praxis. Gekennzeichnet durch entsprechende Signalwesten sind die kleinen „Pausenhelfer“ – für den Fall, dass etwas auf dem Schulhof passiert – dazu ausgebildet, sofort Erste Hilfe zu leisten und die Lehrerinnen und Lehrer bei weiteren Maßnahmen zu unterstützen. Doch das Konzept greift noch weiter: Durch entsprechende Unterrichtsgestaltungspläne für Lehrende bleiben die Kinder am Thema und begreifen Erste Hilfe als selbstverständliche soziale Kompetenz, die sich nicht auf einen Kurs für den Führerschein beschränkt.

„Es geht uns um ein neues Selbstverständnis für die kommende Generation“, erklärt Projektleiter Tim Braun. „Wir liegen in Deutschland beim Thema Kompetenz in Erster Hilfe im internationalen Vergleich nicht immer an der Spitze. Das wollen wir ändern, indem wir nachhaltige Lösungen anbieten und dabei auch neue Qualitätsstandards setzen.“

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Um das Konzept wissenschaftlich zu untermauern und zu untersuchen zu lassen, suchte Tim Braun bei Prof. Thomas Goll vom Institut für Didaktik integrativer Fächer der TU Dortmund ein offenes Ohr – und fand es. „Wir fanden die Idee sinnvoll und möchten das Konzept unterstützen“, betont Goll. „Daher werden wir das Projekt mit einer wissenschaftlichen Arbeit begleiten und mit entsprechenden Daten, die wir erheben, auch später evaluieren.“

Geschäftsführer Oliver Buff vom ASB Regionalverband Westliches Westfalen e.V. freut sich über die lokale Kooperation: „Wir haben in Dortmund eine Vielfalt von Kompetenzen auf vielen verschiedenen Ebenen – ob Wirtschaft, Wissenschaft, Innovation oder eben auch bei uns mit Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Erster Hilfe. Je mehr wir davon bündeln und zusammenarbeiten, desto besser für den Standort Dortmund.“



Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed