Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Studierende mit Kindern

StudierendeInhalt

Schwangerschaft im Studium

Studieren mit Kind(ern)

Finanzen

Kinderausweis für kostenloses Kindermenü

Beratungsangebote

Wohnen mit Kind(ern) in Dortmund

Auslandsstudium mit Kind

 


 

Schwangerschaft im Studium

 

Werden Sie während Ihres Studiums schwanger, dann ist es zur Planung Ihres weiteren Studienverlaufs hilfreich,  folgende Fragen zu klären:

  • Welche Studienleistungen sind noch zu erbringen?
    Machen Sie sich am besten eine Übersicht über die Leistungen, die Sie für Ihr Studium noch zu erbringen haben. Welche Leistungen sind noch in der Zeit der Schwangerschaft zu erbringen, welche Leistungen können nach der Schwangerschaft erbracht werde

  • Wie lange können Schwangere Lehrveranstaltungen besuchen?
    Verläuft die Schwangerschaft unkompliziert und geht es Ihnen gut, können Sie das Studium bis sechs Wochen vor dem Geburtstermin ganz normal fortsetzen. Dann beginnt der gesetzliche Mutterschutz, der Sie aber nur in Ausnahmefällen vom Studium abhalten muss. Wenn Sie mit gefährlichen Stoffen (z. B. im Labor) oder mit Maschinen arbeiten, dann sollten Sie auf jeden Fall schon frühzeitig zu Beginn der Schwangerschaft mit den Lehrenden sprechen. In einigen Fällen ist die TU zu besonderen Schutzmaßnahmen verpflichtet.
    Ein Kind spürt bereits im Mutterleib Stress oder Unwohlsein und Unruhe der Mutter. Der Alltag kann weitergehen, aber planen Sie mehr Pausen ein.
    Es ist  nicht notwendig, frühzeitig auszusetzen. Gönnen Sie sich Zeit für die Geburtsvorbereitung und die Anschaffung von Kinderbettchen & Co.
    An der TU Dortmund gibt es Baby- und Ruheräume zum Stillen, Wickeln oder Ausruhen. Auch Schwangere können sich hierhin zurückziehen und ruhen.

  • Welche Fristen sind für die Erbringung von Studienleistungen nach geltenden Studienordnungen einzuhalten?
    Für die Erbringung von Studienleistungen gibt es keine einheitliche Regelung. Es empfiehlt sich, ihre Situation mit den zuständigen Lehrenden persönlich zu besprechen und über die Abgabe der Leistungen zu beraten.

  • Welche Sonderregelungen gibt es bei der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen im Fall der Schwangerschaft oder des Kinderbetreuungsbedarfs?
    Auch hier gilt für die Erbringung von Studienleistungen, dass es keine einheitlichen Sonderregelungen gibt. Diese sollten Sie im persönlichen Gespräch mit Ihren Dozent/-innen besprechen.
    Für alle neuen und zu ändernden Prüfungsordnungen gelten folgende Regelungen:
    „…Macht die oder der Studierende durch ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie oder er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung oder chronischer Erkrankung nicht in der Lage ist, eine Prüfungsleistung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form oder Frist zu erbringen, so legt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest, in welcher anderen Form oder Frist die Prüfungsleistung erbracht wird. Bei Zweifeln wird die zuständige Person oder Stelle für Fragen zu Belangen behinderter Studierender beteiligt. Prüfungsverfahren berücksichtigen die gesetzlichen Mutterschutzfristen und die Fristen der Elternzeit sowie Ausfallzeiten durch die Pflege des Ehegatten, des eingetragenen Lebenspartners/der eingetragenen Lebenspartnerin oder einer/eines in gerader Linie Verwandten oder ersten Grades Verschwägerten, soweit diese oder dieser pflegebedürftig ist.
    „... Eine benotete Prüfung gilt als mit nicht ausreichend (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zum Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn die Prüfungsleistung in einer Klausur nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.

    Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Kandidatin oder des Kandidaten oder eines von der Kandidatin oder dem Kandidaten überwiegend zu betreuenden Kindes wird die Vorlage eines ärztlichen Attests verlangt. Bei Krankheit der Kandidatin oder des Kandidaten müssen sich aus dem ärztlichen Attest die Befundtatsachen ergeben, die in allgemeinverständlicher Form die Prüfungsunfähigkeit belegen. Erkennt der Prüfungsausschuss die Gründe für den Rücktritt oder das Versäumnis nicht an, wird dies der Kandidatin oder dem Kandidaten schriftlich mitgeteilt.“

    Diese Regelungen sind vom zuständigen Prüfungsausschuss auch zu berücksichtigen, wenn sie noch nicht in die Prüfungsordnung des Studiengangs aufgenommen wurden. Konkrete Auskünfte erhalten Sie über Ihre zuständigen Studiendekaninnen/Studiendekane, die Lehrenden sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten.

  • Ist es sinnvoll Urlaubssemester einzulegen?
    Studierende mit Kindern können auch dann Studienleistungen erbringen oder Prüfungen ablegen, wenn sie auf Grund von „Erziehung und Betreuung eigener Kinder“ beurlaubt sind. Sie haben dann aber keinen Anspruch mehr, BAföG zu erhalten! Studierende, die für ihre eigene Person Anspruch auf Kindergeld haben, erhalten während eines Urlaubssemesters auch keine Kindergeldleistungen für sich.

nach oben

 


 

Studieren mit Kind(ern)

 

  • Wie viele Lehrveranstaltungen pro Semester?
    Diese Entscheidung müssen Sie individuell fällen. Wenn keine zusätzliche Betreuungsmöglichkeit gefunden wird, ist ein Vollzeitstudium nur schwer umsetzbar. Viele Studierende mit Kind(ern) möchten Ihr Studium natürlich zügig beenden. Bei einem vollgepackten Stundenplan muss daher bedacht werden, dass Kinder manchmal krank werden und dass Nachtarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht die Regel sein sollte. Im Schnitt brauchen Studierende mit Kind(ern) vier Semester länger als ihre kinderlosen Kommilitonen und Kommilitoninnen.

  • Anwesenheitspflicht
    Die Studierendenfreiheit nach § 4 Absatz 2 Satz 3 Hochschulgesetz NW stellt grundsätzlich den Studierenden den Besuch und die Anwesenheit in Lehrveranstaltungen frei. Allerdings können für Veranstaltungen, in denen das Erreichen des Lernziels durch Anwesenheit als erforderlich betrachtet wird (z. B. Seminare, Laborpraktika), Ausnahmen in der Prüfungsordnung festgeschrieben werden. Am besten sprechen Sie bei voraussichtlicher Überschreitung der Fehlzeiten (z. B. durch Betreuungsengpässe) mit Ihren zuständigen Lehrenden. Bei Ausfällen auf Grund von eigener Krankheit oder Krankheit des Kindes können Sie ein Attest einreichen, dass Ihr Fehlen erklärt und entschuldigt.

  • Information der Dozent/-innen
    Es ist sinnvoll, Dozent/-innen über die eigene Situation zu informieren, insbesondere, wenn es um die Planung einer Hausarbeit eines Referates oder einer Abschlussarbeit geht. Um eine Fristverlängerung sollten Sie rechtzeitig bitten.

  • Sprechstunden
    Viele Lehrende bieten individuelle Termine für Studierende mit Kind(ern) an. Falls nicht, betreut KuKi Kinder kurzfristig. Müssen Sie ihr Kind mit in die Sprechstunde nehmen, können Sie dem Dozenten bzw. der Dozentin vorher Bescheid geben.

  • Kinder im Seminar
    Ob Sie ihr Kind mit in ein Seminar nehmen, müssen Sie für sich selbst entscheiden. Für ältere Kinder, die sich schon 90 Minuten still selbst beschäftigen können, sollte das Mitbringen (auch für die Dozentin/ den Dozenten) kein Problem sein.

  • Lern-/ Arbeitszeiten
    Lern- und Arbeitszeit steht Ihnen während der ersten Lebensjahre des Kindes vor allem dann zur Verfügung, wenn es schläft oder anderweitig betreut wird. Zum Lernen und Schreiben von Hausarbeiten o. ä. muss viel Zeit eingeplant und deshalb eventuell zusätzliche Betreuung organisiert werden.

nach oben

 


 

Finanzen

 

Studierende mit Kindern stehen nicht nur vor der Herausforderung, Studium und Familie unter einen Hut zu bringen, sondern auch, während des Studiums ihren eigenen und den Lebensunterhalt ihres Kindes zu sichern.

Es gibt für Studierende mit Kindern einige finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, die hier (in Kürze!) dargestellt sind. Genauere Informationen zu den einzelnen finanziellen Hilfen bieten die Beratungsstellen auf dem Campus und in Dortmund (s. u.).

 

Bundesstiftung Mutter und Kind

Die Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“ wurde gegründet, um schwangeren Frauen in Notlagen unbürokratisch zu helfen und ihnen die Fortsetzung der Schwangerschaft zu erleichtern. Die Stiftung kann v. a. bei der Erstausstattung des Kindes, der Weiterführung des Haushaltes, bei der Wohnung und Einrichtung sowie der Betreuung des Kindes helfen.

Die Höhe und Dauer der Unterstützung richten sich nach den besonderen Umständen der persönlichen Notlage. Voraussetzungen für die Hilfe sind:

- eine finanzielle Notlage

- eine bestehende Schwangerschaft

- eine Beratung durch eine Schwangerschaftsberatungsstelle und dortiger Antrag auf Hilfe durch die Bundesstiftung vor der Entbindung

- Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland

Anträge auf Unterstützungsleistungen können bis zur 20. Schwangerschaftswoche in den Dortmunder Schwangerschaftsberatungsstellen gestellt werden:

AWO

Klosterstraße 8-10

44135 Dortmund

Tel.: (0231) 99 34-2 22

Donum Vitae

Betenstraße 1

44137 Dortmund

Tel.: (0231) 1 76 38 74

SKF

Propsteihof 10

44137 Dortmund

Tel.: (0231) 18 48-2 20

 

Weitere Infos zur Stiftung gibt es hier.

 

Zuschuss für Säuglingsausstattung vom Studierendenwerk Dortmund

Alle sozialbeitragspflichtigen Studierenden im Zuständigkeitsbereich des Studierendenwerks Dortmund können einen einmaligen Zuschuss für die Säuglingsausstattung beantragen. Dies muss vor Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes erfolgen. Voraussetzung ist das Bestehen einer Bedürftigkeit.

Der Antrag ist hier erhältlich:

  • Info-Point der TU Dortmund
  • Ralf Unruh (Studierendenwerk): Tel.: 0231/755-5698; Sprechstunden: Dienstag und Mittwoch: 9-12 Uhr, Donnerstag 13-15:30 Uhr und nach Vereinbarung

 

Spezielle Regelungen für Studierende mit Kind(ern) beim BAföG

Altersgrenze – BAföG-Förderung

In der Regel wird Ausbildungsförderung nur dann geleistet, wenn der/die Auszubildende das 30. Lebensjahr bzw. bei einem Masterstudiengang das 35. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Dies gilt jedoch nicht, wenn der/die Auszubildende „aus persönlichen oder familiären Gründen, insbesondere der Erziehung von Kindern bis zu 10 Jahren, gehindert war, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen“ (§ 10 Abs.3 BAföG). Wenn die Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren (diese Altersbeschränkung gilt nicht für Kinder mit „Behinderungen“ nach Definition des Schwerbehindertengesetzes) den Studienbeginn verhindert hat, können BAföG-Leistungen auch bei einem Studienbeginn nach dem 30. Geburtstag bzw. 35. Geburtstag (für einen Masterstudiengang) bewilligt werden. Das Studium muss nach Wegfall des Hinderungsgrundes unverzüglich aufgenommen werden. Es wird empfohlen, eine frühzeitige Beantragung der Verlängerung der BAföG-Förderungshöchstdauer vorzunehmen.

 

Kinderbetreuungszuschlag

Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind zusammenleben, das das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhalten auf Antrag einen pauschalen Kinderzuschlag in Höhe von 113,- €/mtl. für das erste und 85,- €/mtl. für jedes weitere Kind. Der Kinderbetreuungszuschlag wird als Vollzuschuss gezahlt und muss nicht zurückgezahlt werden. Erhalten beide Elternteile BAföG, kann nur ein Elternteil den Kinderbetreuungszuschlag beantragen.

 

Erhöhter Einkommensfreibetrag

BAföG-Empfänger/innen können kontinuierlich einem 400 €-Job nachgehen, ohne dass die BAföG-Leistungen gekürzt werden. Für jedes Kind des/der Auszubildenden erhöht sich der monatliche Freibetrag um 485,- €. (§ 23 Abs.1 Nr. 3 BAföG).

 

Verzögerter Leistungsnachweis

Ab dem 5. Fachsemester wird Ausbildungsförderung nur nach Vorlage eines Leistungsnachweises geleistet. Der Leistungsnachweis besteht in der Regel aus einer nach Beginn des 4. Fachsemesters ausgestellten Bescheinigung der Hochschule, aus der hervorgeht, dass der/die Studierende bei geordnetem Verlauf der Ausbildung bis zum Ende des jeweils erreichten Fachsemesters die üblichen Leistungen erbracht haben wird. Fällt die Zeit der Schwangerschaft und/oder Erziehung des Kindes unter zehn Jahren in die ersten vier Semester des Studiums, kann das BAföG-Amt die Vorlage des Leistungsnachweises zu einem späteren Zeitpunkt zulassen.

 

Verlängerung der Förderung

Wird die Förderungshöchstdauer infolge einer Schwangerschaft und/oder der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren überschritten, kann „für eine angemessene Zeit " Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gewährt werden (§ 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG). Sie sollten frühzeitig einen „Antrag auf Verlängerung der Förderungshöchstdauer“ bei dem zuständigen BAföG-Amt stellen.

 

TIPP: Reichen Sie alle notwendigen Unterlagen am besten immer frühzeitig und persönlich bei Ihrer Sachbearbeiterin/ ihrem Sachbearbeiter ein, damit sofort geklärt werden kann, ob die Unterlagen vollständig sind, oder Sie noch etwas nachreichen müssen. Damit tragen Sie zu einem reibungslosen Antrags-Ablauf bei und vermeiden Finanzierungslücken.

 

Elterngeld

Das Elterngeld ersetzt 65% bzw. 67% des bisherigen Einkommens des erziehenden Elternteils, beträgt jedoch höchstens 1.800,- €. Elterngeld kann in den ersten 14 Monaten des Kindes in Anspruch genommen werden. Beide Elternteile können den Zeitraum frei untereinander aufteilen wobei ein Elternteil mindestens für 2 Monate und höchstens für 12 Monate Elterngeld erhalten kann. Es gibt einen einkommensunabhängigen Sockelbetrag von 300,- € pro Monat. Wer mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld. Für Studierende bedeutet das i. d. R. einen Elterngeldsatz von monatlich 300,- €.

Weitere Informationen zum Elterngeld gibt es hier

 

Kindergeld

Nach der Geburt des Kindes können Eltern für ihr Kind Kindergeld in Höhe von 188 € für die ersten beiden Kinder, 194 € für das dritte Kind und 219 € ab dem vierten Kind beantragen (Regelhöhe ab 2015).

Die Antragstellung erfolgt bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit.

 

ALG-II-Leistungen

Mehrbedarf bei Schwangerschaft

Hilfebedürftigen Studentinnen wird ab der 13. Schwangerschaftswoche der Mehrbedarf bei Schwangerschaft nach § 21 Abs. 2 SGB II gezahlt. Mit diesem Mehrbedarf sollen zusätzliche Aufwendungen für Ernährung, die Reinigung der Wäsche und die Körperpflege erfasst werden. Der Mehrbedarf beträgt monatlich 63,58 € bei Alleinstehenden und 57,29 € bei Studentinnen, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit einem Partner leben.

 

Mehrbedarf bei Alleinerziehung

Gemäß § 21 Abs.3 SGB II steht der Mehrbedarfszuschlag hilfebedürftigen Studierenden zu, die ohne Partner/in mit minderjährigen Kindern in einem Haushalt leben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen. Die Ausübung des Umgangsrechtes führt nicht zu einer Beseitigung des Anspruches auf den Mehrbedarfszuschlag. Die Höhe des Mehrbedarfszuschlags für allein Erziehende ist abhängig von der Zahl der Kinder, sowie deren Alter, und stellt sich wie folgt dar:

Kinderzahl & Alter Prozent der Regelleistung Monatlicher Betrag
1 Kind unter 7 Jahren 36% 143,64 €
1 Kind ab 7 Jahren 12% 44,88 €
2 Kinder unter 16 Jahren 36% 134,64 €
2 Kinder ab 7 Jahren, davon mind. 1 unter 16 Jahren 24% 89,76€
3 Kinder, davon mind. 2 Kinder unter 16 Jahren 36% 134,64 €
3 Kinder ab 16 Jahren 36% 134,64 €

 

Einmalige Leistung: Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt

Hilfebedürftige werdende Eltern im Studium können bei der Agentur für Arbeit eine einmalige Unterstützung für die Erstausstattung in der Schwangerschaft sowie eine Babypauschale beantragen.

 

Sozialgeld für die Kinder von Studierenden

Grundsätzlich haben Studierende keinen Anspruch auf Leistungen der ARGE. Dies gilt allerdings nicht für ihre Kinder. Diesen kann als Mitglied der Bedarfsgemeinschaft ihrer studierenden Eltern Sozialgeld gemäß § 28 SGB II gewährt werden, wenn ihr eigenes Einkommen nicht ausreicht. Sozialgeld beinhaltet die Regelleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung. Voraussetzung der Gewährung von Sozialgeld ist die Hilfebedürftigkeit.

 

Alg II im Härtefall

Studierende sind im Regelfall von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen, da sie grundsätzlich BAföG-berechtigt sind. § 7 Abs. 5 Satz 2 SGB II regelt allerdings, dass im Falle eines besonderen Härtefalls Studierende Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für den ausbildungsgeprägten Bedarfs als Darlehen erhalten können. Allerdings lässt sich die Frage, wann ein solcher Härtefall vorliegt, nicht einheitlich beantworten. Im Allgemeinen kann von einem besonderen Härtefall gesprochen werden, wenn der Einsatz der Arbeitskraft nicht verlangt werden darf oder konkret nicht möglich ist. Beispiele hierfür können sein:

  • Studierende, deren BAföG-Leistungen unterhalb des Existenzminimums liegen und die einer Nebentätigkeit nicht nachgehen können
  • Behinderte und kranke Menschen
  • Alleinerziehende, die nicht arbeiten können
  • eine fortgeschrittene Schwangerschaft
  • Menschen, die aus persönlichen Gründen nicht arbeiten können
  • Menschen in der Examensphase

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Agentur  für Arbeit.

 

Kinderzuschlag

Eltern haben einen Anspruch auf Kinderzuschlag für ihre unverheirateten, unter 25 Jahre alten Kinder, mit denen sie gemeinsam in einem Haushalt leben, wenn

  • sie für diese Kinder Kindergeld beziehen,
  • die monatlichen Einnahmen der Eltern eine Mindesteinkommensgrenze erreichen,
  • das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigt
  • der Bedarf der Familie durch die Zahlung des Kinderzuschlags gedeckt wird und so kein Anspruch auf ALG II/Sozialgeld besteht (Mehrbedarfe sind hiervon ausgenommen).

Die Höhe des Kinderzuschlags beträgt maximal 140 € im Monat für jedes im Haushalt lebende Kind. Das zu berücksichtigende Einkommen der Eltern muss sich im Bereich zwischen Mindesteinkommensgrenze und Höchsteinkommensgrenze bewegen. Für Elternpaare liegt diese Grenze bei 900 € und für allein Erziehende bei 600 €. Der maximale Betrag des Kinderzuschlags von 140 € mindert sich um 5 € von je vollen 10 €, die das Einkommen der Eltern die Mindesteinkommensgrenze übersteigt. Einkünfte des Kindes werden ebenfalls berücksichtigt. Der Anspruch auf Kinderzuschlag entfällt, wenn das Kind Einkünfte in Höhe des Kinderzuschlags oder höhere Einkünfte hat. Wohngeld und Kindergeld zählen hierbei nicht als Einkommen. Alleinerziehende, die Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss für ihr Kind erhalten, haben aus diesem Grund generell keinen oder nur einen sehr geringen Anspruch auf Kinderzuschlag. Mehr zum Kinderzuschlag hier

 

Mutterschaftsgeld

Mütter, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden und in der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig oder pflichtversichert sind, können bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Mutterschaftsgeld stellen, das während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung gezahlt wird. Für das Mutterschaftsgeld für familienversicherte oder privat-krankenversichterte Arbeitnehmerinnen ist das Bundesversicherungsamt zuständig. Weitere Informationen zum Mutterschaftsgeld gibt es hier

 

Wohngeld

Wohngeld steht allen zu, die wegen ihrer Einkommensverhältnisse allein nicht in der Lage sind, eine angemessene Wohnung zu finanzieren.
Anträge können bei den Bürgerdiensten, jeweils in der zuständigen Bezirksverwaltungsstelle der Stadt Dortmund gestellt werden.
Weitere Informationen zum Thema Wohngeld gibt es hier

Kontakt zur Wohngeldstelle in Dortmund: wohngeldstelle@stadtdo.de

 

Unterhaltsvorschuss

In Fällen, in denen der unterhaltsverpflichtete Elternteil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe des gesetzlichen Mindestunterhalts zahlt, kann beim Jugendamt für das Kind einen Unterhaltsvorschuss beantragt werden. Der barunterhaltspflichtige Elternteil soll hierbei durch die staatliche Leistung nicht entlastet werden. Aus diesem Grund gehen etwaige Unterhaltsansprüche des Kindes auf das Land über, das diese Ansprüche geltend macht und ggf. einklagt und vollstreckt.

Unterhaltsvorschuss erhält ein Kind, wenn es

  • in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und
  • bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt und
  • von dem anderen Elternteil nicht oder nur teilweise oder nur unregelmäßig Unterhalt in Höhe des Mindestunterhalts erhält und
  • das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter des Kindes und wurde zum 1. Juli des Jahres 2015 erhöht:
    Alter des Kindes Monatlicher Zahlbetrag
    Kinder bis unter 6 Jahren 144 €
    Kinder von 6 bis unter 12 Jahren 192 €

Die Dauer der Unterhaltsvorschussleistungen ist zeitlich begrenzt. Unterhaltsvorschuss wird insgesamt längstens für 72 Monate gezahlt. Die Zahlung endet in jedem Fall spätestens, wenn das Kind 12 Jahre alt wird.

 

Hilfsfond des AStA

Studierende der TU Dortmund, die unverschuldet in eine vorübergehende finanzielle Not geraten sind, können ein Darlehen aus dem Hilfsfond des AStA der TU Dortmund beantragen. Es können keine gesamten Familien unterstützt, sondern nur einer antragstellenden Person, die für sie notwendige Hilfe bewilligt werden. Das Darlehen ist immer zinsfrei und kann in kleinen Raten zurückgezahlt werden. Der Hilfsfond-Ausschuss entscheidet über die Rückzahlungsmodalitäten. Nach spätestens 6 Monate muss die Rückzahlung in jedem Fall mit einer Mindestrate von 25€ im Monat beginnen.

Der Antrag kann online abgerufen oder im AStA abgeholt werden. Der ausgefüllte Antrag sollte möglichst persönlich im Hilfsfond-Büro abgegeben werden. Dem Antrag sollten die Kontoauszüge der letzten drei Monate aller Konten in Kopie beigefügt werden. Die antragstellende Person muss zwingend an der Hilfsfondsitzung teilnehmen. Fehlende Unterlagen zum Antrag können zur Sitzung mitgebracht werden. Alle zwei Wochen findet eine Sitzung statt auf der der Ausschuss entscheidet, ob und in welcher Höhe das Darlehen vergeben wird.

Kontakt:

Tel. 0231 – 755 5892


Sprechzeit des Hilfsfond-Büros: dienstags 14.00 – 16.00 Uhr im AStA, Emil-Figge-Straße 50

StipendiatInnen:

  • Promotionsstudierende die ein Stipendium erhalten, können bei Schwangerschaft und Elternschaft bei ihren Stipendiengebern Kinderzuschüsse beantragen und Ausnahmeregelungen erfragen.

nach oben

 


 

Kinderausweis für kostenloses Kindermenü

 

Beispiel KinderausweisMotive KinderausweisAb sofort spendiert das Studierendenwerk den Kindern von Studierenden der TU Dortmund, der FH Dortmund und der FH Südwestfalen täglich ein kostenloses Mittagessen.

Dieses Angebot gilt für Kinder im Alter bis zu zehn Jahren. Zur Auswahl stehen die Mensen am Campus Nord und Süd (Hauptmensa, Archeteria, kostBar), die Einrichtungen in der Sonnenstraße, bzw. am Max Ophuels-Platz, oder eine der Mensen an der FH Südwestfalen in Iserlohn, Meschede, Hagen oder Soest.

Generell gilt: Das Essen ist kostenlos, sofern die Begleitperson des Kindes ein eigenes vollständiges Essen erwirbt. Während an den Standorten der FH Südwestfalen die Vorlage der Geburtsurkunde reicht, geben die Hochschulen in Dortmund einen eigenen Kinderausweis aus, der an der Kasse vorgezeigt werden muss.

Studierende Eltern der TU Dortmund erhalten bei Jeannette Kratz, Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt, Emil-Figge-Str. 66, G1, Raum E 10 nach Vorlage des Studierendenausweises und der Geburtsurkunde des Kindes einen Kinderausweis. Auf der rechten Seite sehen Sie die sieben möglichen Motive zwischen denen ihr Kind wählen kann.

 

In der Dortmunder Hauptmensa am Campus Nord können die Kinder zwischen dem Tagesgericht, den beiden Wahlessen, dem vegetarischen bzw. veganen Gericht oder dem Angebot vom Gemüse-, Pasta- und Salatbuffet wählen. In allen anderen Betrieben hat der Nachwuchs zwischen den warmen Mahlzeiten und den Speisen am Buffet freie Auswahl.

Damit sich die kleinen Gäste in den Mensen willkommen fühlen, wurden 600 bunte und zugleich bruchsichere Kinderteller angeschafft. Die individuellen Motive sind aus einem Malwettbewerb in der Kindertagesstätte des Studierendenwerks, der Kita „4 Jahreszeiten“, zum Thema „Mein Lieblingsessen“ hervorgegangen. Die Idee für den „Kinderteller“ entstand in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle der TU Dortmund und dem Familienservice der Fachhochschule Dortmund, die Finanzierung übernimmt das Studierendenwerk Dortmund.

Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie aktuell auf der Homepage des Studierendenwerks

Bitte beachten Sie: Keine Ausgabe des Kinderausweises im Campus Familienbüro dienstags von 10.00 - 13.00 Uhr.

Bei Fragen und für den Erhalt des Kinderausweises wenden Sie sich bitte an:

Jeannette Kratz
Familiengerechte Hochschule
Dezernat 3 Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt
Tel.:   0231 - 755 6912

nach oben

 


 

Beratungsangebote



auf dem Campus
  • Jeannette Kratz
    Familiengerechte Hochschule
    Dezernat 3 Stabsstelle Chancengleichheit, Familie und Vielfalt
    Tel.:   0231 - 755 6912

     

  • Psychologische Beratung
  • Erziehungsberatung der Stadt Dortmund
  • Beratungsangebote des AStA:
    Sozialberatung: Organisation und Finanzierung des Studiums; Coaching in problematischen Situationen
      Kontakt: Tel.: 0231 - 755 7167
      Sprechstunde: Mo:15.00 - 18.00 Uhr und Mi: 08.00 - 10.00 Uhr

    Frauenberatung: Studieren während der Schwangerschaft, Studieren mit Kind, Diskriminierung, Belästigung
      Kontakt: Claudia Finis, Tel.: 0231 - 755 6531
      Sprechstunde: Di: 10.00 - 12.00 Uhr
 
 
in Dortmund

nach oben

 


 

Wohnen mit Kind(ern) in Dortmund

Preisgünstige Wohnungen bieten:

Für Wohngeldanträge wenden Sie sich bitte an die  Bürgerdienste der Stadt Dortmund.

Wohnberechtigungsscheine für preisgünstige Wohnungen werden vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung ausgestellt.

nach oben

 


 

Auslandsstudium mit Kind

Studierende, die mit Kind/ern ins Ausland gehen wollen, können auf der Webseite "Auslandsstudium mit Kind" Erfahrungsberichte lesen und eigene Erfahrungen einstellen. Betreut wird das Projekt von der Hochschule Wismar.

 

Ausländische Studierende mit Kindern können sich bei Fragen zur Finanzierung, dem Visum oder der Wohnungssuche an das Referat Internationales wenden.

Kontakt:

Lina Dohmeyer

Emil-Figge-Straße 61

44227 Dortmund

Raum 212

Tel.: (+49)231 755-2484

 

Sprechzeiten:

Dienstag: 09:00 - 11:30 Uhr

Donnerstag: 13:00 - 15:00 Uhr

 

nach oben

 




Social Media

Twitter Instagram RSS-Feed