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Das DLR_School_Lab TU Dortmund

 

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Ein Schülerlabor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) an der Technischen Universität Dortmund? Na klar! Beide Einrichtungen forschen an spannenden Themen, so entwickeln sie beispielsweise neue und umweltverträgliche Technologien oder Mobilitätskonzepte für die Gesellschaft der Zukunft.

  • Wie eng die Arbeit der TU-Wissenschaftler mit den Forschungsthemen des DLR verknüpft sind, zeigen folgende Beispiele: So finden sich beispielsweise Mikrokapseln, die in der Fakultät Chemie und Chemische Biologie untersucht werden, in den Anzügen der Raumfahrer. In den Werkshallen der Fakultät Maschinenbau werden industrielle Roboter entwickelt, aber sie kommen auch in der Medizin, der Erkundung ferner Planeten oder bei Arbeiten unter Wasser zum Einsatz.
  • Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse können bei uns Forschung hautnah kennenlernen und erhalten einen Einblick in wissenschaftliche Arbeitsmethoden. Lehrkräften bietet das DLR_School_Lab TU Dortmund die Möglichkeit, ihren naturwissenschaftlich-technischen Unterricht durch den Besuch eines Außerschulischen Lernortes zu ergänzen, bei dem ihren Schüler an und mit modernen Geräten und Anlagen experimentieren können. Durch die Lage auf dem Campus der TU Dortmund lernen die Schülerinnen und Schüler ganz nebenbei eine Universität kennen.
  • Oberstufenkurse können den Besuch des Schülerlabors durch eine Besichtigung des DELTA, der Dortmunder ELekTronenspeicherring-Anlage, ergänzen. Der Besuch des Teilchenbeschleunigers dauert etwa zwei Stunden und ist nur dann möglich, wenn vor Ort keine Messungen durchgeführt werden. Er eignet sich besonders für Physikkurse ab der 11. Jahrgangsstufe (G8) bzw. der 12. Jahrgangsstufe (G9).

 

Highlights

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Besuch aus Thailand April 2017:

Internationales Interesse an Angeboten zur MINT-Nachwuchsförderung der TU Dortmund

DLR_Thailand_2017_GruppeEnde April reiste eine vierzehnköpfige thailändische Delegation aus Lehrkräften, Schulleitern sowie Vertreterinnen und Vertretern eines großen thailändischen Schulbuchverlags durch Deutschland, um sich verschiedene Bildungsprojekte anzusehen. Eine Station war die TU Dortmund, an der sie das seit 2014 in der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik angesiedelte DLR_School_Lab besuchten. Da Schülerlabore in Thailand weitestgehend unbekannt sind, fand die Vorstellung der vielfältigen Schülerlaborlandschaft in Deutschland und im speziellen das Konzept der DLR_School_Labs sehr großen Anklang.
Begeistert waren die thailändischen Besucher von der modernen Laborausstattung und dem breitgefächerten Themenangebot des Schülerlabors. Dass sie selbst aktiv experimentieren konnten, um so einen besseren Einblick in die Vermittlungsarbeit des DLR_School_Lab zu erhalten, war ein besonderes Highlight des Besuchs. So steuerten sie hochkonzentriert und mit viel Spaß einen kleinen Roboter via Kamerasicht über die Marslandschaft. Die Demo-Experimente mit flüssigem Stickstoff, die das Experiment Werkstoffprüfung bei Schulklassenbesuchen auflockern, riefen auch bei den Lehrerinnen und Lehrern das eine oder andere staunende „Ah“ und „Oh“ hervor.
Initiiert wurde der Besuch vom WDR-Wissenschaftsredakteur Jo Hecker, dessen Tochter an einem weiteren Angebot zur MINT-Nachwuchsförderung der TU Dortmund, MinTU (Mädchen in die TU), teilgenommen hat. So entwickelte sich ein nachhaltiger Kontakt mit der Projektkoordinatorin Jill Timmreck, die den asiatischen Besuchern nicht nur ihre Projekte MinTU und Girls’ Day vorstellen wollte. Sie holte das DLR_School_Lab mit ins Boot, das die Delegation gerne in seinen Räumlichkeiten begrüßte und sein Angebot für Schülerinnen und Schüler präsentierte.
Das Problem, dass junge Menschen, vor allem Mädchen, sich mit Beginn der Pubertät von den MINT-Fächern abwenden, kennen auch die thailändischen Lehrerinnen und Lehrer. Sie werden von ihrem Deutschlandbesuch viele Ideen zur Nachwuchsförderung mitnehmen, nicht zuletzt auch aus Dortmund. „Ich selbst bin gelernte Ingenieurin und mir liegt sehr viel daran, mehr Mädchen für diesen Bereich zu gewinnen“, erklärte Kim Chongsatitwatana ihre Begeisterung. Heute leitet Chongsatitwatana den von ihrer Mutter gegründeten Verlag „Nanmeebooks“, der sich auf Schul- und Kinderbücher spezialisiert hat.

 

 

Eindrücke vom Besuchstag:

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Den Vortrag über die Schülerlabore verfolgten die Besucher mit großem Interesse. Mittels Werkstoffprüfungen wird das beste Material für ein Hitzeschutzschild eines Space-Shuttles ermittelt. Intensiver Austausch, wie man Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen begeistern kann. Begeistert steuern die Besucher einen kleinen Rover über die nachgebaute Marslandschaft.

 

Girls' Day 2017:

Wenn Planetenerkundung, Werkstoffprüfung, Mikrokapseln und virtuelle Welten aufeinandertreffen …

… dann findet der alljährliche Girls’ Day statt. Das breit gefächerte Angebot der TU Dortmund mit 12 Workshops wurde am 27.04.2017 von knapp 200 Mädchen besucht.
Im DLR_School_Lab konnten die Schülerinnen mit einem Roboter über eine nachgebildete Marslandschaft fahren und dort Aufgaben lösen. Die Zeitverzögerung bei der Signalübertragung vereinfachte die Mission nicht und so kam es zu einigen Kollisionen mit Marsfelsen, die aber sowohl der Rover als auch der „Mars“ gut überstanden.
Für den Flug durch das All, um z.B. Rover oder Sonden zum Mars zu bringen, müssen die Raumschiffe aus Materialien gebaut sein, die sowohl extreme Kälte als auch Hitze aushalten, den Kräften beim Start oder beim Eintritt in die Atmosphäre eines Planeten standhalten und beim Zusammenstoß mit kleineren Himmelkörpern oder Bruchstücken von Weltraumschrott nicht abplatzen. Welches Material dafür am besten geeignet ist, fanden die Schülerinnen durch Experimente mit Flüssigstickstoff und an einem Werkstoffprüfgerät heraus.
Chemisch wurde es beim Experiment „Mikrokapseln“. Nach der Herstellung einer Alginat- (Zucker) und einer Calciumchlorid-Lösung (Salz) wurde die eingefärbte Alginat-Lösung in die Calciumchlorid-Lösung getropft. Wie durch Zauberhand entstanden gelartige Kügelchen: Natürlich nicht durch Zauberei, sondern durch chemische Prozesse.
Der Begriff Virtual Reality ist den meisten Mädchen bekannt, aber nicht-reale Objekte mit Hilfe eines Haptik-Gerätes zu ertasten zu können – das war für sie neu. Hochkonzentriert fühlten sie über virtuelle Oberflächen und rieten, um was es sich handeln könnte. Zu großer Verwirrung und anschließendem Gelächter führte die Simulation von negativer Viskosität, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Nach zweieinhalb kurzweiligen Stunden im Schülerlabor, in denen sie viel Neues lernten und ausprobieren durften, konnten sich die Mädchen in das nächste Abenteuer stürzen: das Mittagessen in der Mensa der Universität.

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Das Haptic Device vermittelt den Eindruck, man würde tatsächlich in Flüssigkeiten wie Wasser oder Honig rühren. Aber es ist nur eine Simulation. Es gibt doch Außerirdische auf dem Mars! Die Mädchen diskutieren, an welcher Stelle sie den kleinen Roboter auf der Marskarte einzeichnen sollen. Durch das Eintropfen der gefärbten Alginat-Lösung in die Calciumchlorid-Lösung stellen die Mädchen bunte Mikrokapseln her. Um die Temperaturleitfähigkeit der Materialien zu bestimmen, stellen die Mädchen Zugproben mit Zimmertemperatur auf in Stickstoff gekühlte Probenklötzchen.

 

Ferienprogramm April 2017:

Osterferienprogramm im DLR_School_Lab: Raketenstarts, Seifenschiffchen, Lavalampen, Lichtspielereien und vieles mehr

Die spielerische Erforschung naturwissenschaftlicher Phänomene stand beim zweitägigen Osterferienworkshop im DLR_School_Lab TU Dortmund auf dem Programm, an dem Kinder zwischen 8 und 12 Jahren teilgenommen haben.
Am ersten Tag ging es mit Brause ins All und mit Seife über die Weltmeere: Der Tag stand ganz im Zeichen von Fortbewegungsmöglichkeiten in der Luft und im Wasser. Das Rückstoßprinzip, das sowohl Düsenjets als auch Raketen antreibt, konnten die Kinder mittels Brause- und Luftballonraketen nachstellen. Anschließend erfuhren sie Wissenswertes über den Auftrieb, der Helikopter in der Luft hält und Schiffe schwimmen lässt. Gespannt beobachteten sie, wie ein kleines Stückchen Seife ein Papierboot auf dem Wasser antreibt: alleine dadurch, dass die Oberflächenspannung des Wassers zerstört wird.
Am zweiten Tag drehte sich alles um Licht und Farbe. Mittels Papierchromatographie wurde der individuelle „Fingerabdruck“ verschiedener schwarzer Filzstifte bestimmt. Bunte Farbkreisel wurden gebastelt und veranschaulichten eindrucksvoll das Prinzip der additiven Farbmischung: Die Farben gelb, orange, rot, lila, blau und grün verschmelzen infolge der schnellen Drehung zu weiß. Durch ein Prisma konnten die Kinder Sonnenlicht in die Spektralfarben zerlegen und hatten auch schnell die Erklärung für die Entstehung eines Regenbogens parat. Die Highlights des zweiten Tages waren eindeutig die Herstellung einer eigenen Lavalampe, in der bunte Wasserkügelchen in einer Ölschicht auf und ab tanzten, sowie die Herstellung von Wassereis mit flüssigem Stickstoff.

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Die Kinder beobachten gespannt den Lavaeffekt der selbstgebastelten Lampen. Mit höchster Konzentration schneiden die Kinder die Einzelteile für die Brauserakete aus. Wie funktioniert das Rückstoßprinzip? Der Start einer „Luftballonrakete" erklärt das Phänomen sehr eindrucksvoll. Sorgfältig werden die Flüssigkeiten für das nächste Experiment abgemessen.

 

Fliewatüüt Januar 2017:

Kleine Forscher treffen an der TU Dortmund große Forscher beim Thema Fliewatüüt

Wie  funktioniert ein Fliewatüüt? Das wollten die 15 Drittklässler der Forscher-AG der Brücherhof-Grundschule aus Dortmund-Hörde herausfinden. Das DLR_School_Lab hatte sie anlässlich der Neuverfilmung der bekannten Kindergeschichte „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ zu einem Aktionstag eingeladen.

In der Geschichte erfindet Tobbi, ebenfalls ein Drittklässler, ein Gefährt, das fliegen („Flie“), auf dem Wasser schwimmen („Wa“) und fahren und tüten kann wie ein Auto („Tüüt“). Mit dem Fliewatüüt erleben Tobbi und sein Roboterfreund Robbi viele spannende Abenteuer. Welche Eigenschaften ein solches Fliewatüüt haben muss, um sich sowohl in der Luft als auch auf dem Wasser und dem Festland fortbewegen zu können, untersuchten die Mädchen und Jungen an verschiedenen Experiment-Stationen. Passenderweise wurden sie vorneweg von einem kleinen humanoiden NAO-Roboter – quasi einem Verwandten von Robbi – begrüßt.

Da  das Fliewatüüt wie ein Hubschrauber fliegen kann, bastelten die kleinen Forscher Papierhelikopter, die sie von Leitern aus zum Boden fliegen ließen. Warum ein Hubschrauber überhaupt fliegen kann und welche Unterschiede es zwischen Flugzeugen und Hubschraubern gibt, hielten sie in ihrem Forscher-Tagebuch fest.  Schwimmen kann Tobbis Erfindung auch, daher wurde das Schwimmverhalten verschiedener Materialien genau beobachtet. Außerdem verglichen die Mädchen und Jungen, was mit zwei gleichschweren Knetgummi-Portionen passiert, wenn sie einmal zu einem Quader und einmal zu einem Boot geformt werden. Schnell war klar: Nicht nur das Gewicht, sondern auch die Form des Objekts ist dafür verantwortlich, ob es schwimmt oder untergeht. An der dritten Station wurde Lego-Robotern „Leben eingehaucht“. Und hier erkannten die kleinen Forscher: Ein Roboter kann nur durch ein von den Kindern selbst geschriebenes Programm eigenständig einer schwarzen Linie folgen! Dass Robbi sich fast wie ein Mensch verhält, setzt also voraus, dass er wirklich gut programmiert wurde.

Zum Abschluss des Besuchstages konnten die Kinder der Forscher-AG in einem Expertenquiz beweisen, dass sie inzwischen richtige Profis in Sachen Fliewatüüt waren: Fast alle erreichten die Höchstpunktzahl.

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Ein Roboter begrüßt die Drittklässler, bevor es zur Fliewatüüt-Forschung geht. Warum schwimmt ein Schiff? Dazu testen die Kinder zunächst das Schwimmverhalten eines Knetklumpens. Papier-Hubschrauber im Testflug. Die Begegnung mit einem NAO auf Augenhöhe - ein besonderes Highlight!

 

Girls´ Day April 2016:

Girls‘ Day im DLR_School_Lab TU Dortmund: Virtuelle Welten, Planetenerkundung, Werkstoffkunde und Mikroverkapselung

Der Workshop im DLR_School_Lab war nur eines von insgesamt 17 Angeboten der TU Dortmund für die 130 teilnehmenden Mädchen. 19 Teilnehmerinnen besuchten das DLR_School_Lab und erhielten einen kurzen Einblick in aktuelle Forschungsthemen des DLR und der TU Dortmund.

Den Begriff Virtual Reality kennt heute fast jeder, im DLR_School_Lab konnten die Mädchen im Experiment „Haptische Interaktion“ mit einem Haptic Device virtuell im Computer generierte Objekte ertasten und erfühlten so verschiedene Oberflächenstrukturen und Kräfte. Auch die Erkundung unseres Nachbarplaneten Mars ist, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Curiosity-Landung vor fast vier Jahren und die Bilder, die der Rover zur Erde schickt, ein aktuelles Forschungsthema. Im Experiment „Mission zum Mars“ steuerten einige Mädchen einen Rover durch eine Marslandschaft und kämpften mit den gleichen Problemen, die auch die NASA bei der Mars-Erkundung zu bewältigen hat: unbekanntes Terrain, Signal-Verzögerungen und Bildstörungen.

Wie man Duft- und Geschmacksstoffe oder Medikamente so „verpackt“, dass sie bei Bedarf freigesetzt werden können, erfuhren die Mädchen im Experiment „Mikrokapseln“. Das ideale Material für eine Hitzekachel einer Raumfähre wurde im Experiment „Werkstoffe“ gesucht. Dabei stellten die Mädchen die Temperaturbedingungen im Weltall mit flüssigem Stickstoff nach.

Die Mädchen waren hochkonzentriert und mit viel Spaß bei der Sache und fanden: Das war ein toller Workshop!

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Vorsichtig werden die bunten Mikrokapseln abgeschüttet, bevor die Schülerinnen sie in die Hand nehmen können. Die Stahlprobe hält beim Zugversuch im Werkstoffprüfgerät über 20 Kilo-Newton aus. Macht die hohe Zugfestigkeit damit Stahl zu einem guten Werkstoff für die Hitzekachel der Raumfähre? Gute Reflexe mussten die Schülerinnen beim Linealtest beweisen. Für die Interaktion in virtuellen Welten ist eine gute Reaktionsfähigkeit wichtig. Der von den Mädchen ferngesteuerte Marsrover sendet Bilder aus der Marshöhle, die es zu erkunden und kartographieren gilt.

 


Schulklassenbesuch Juli 2015:

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Eine Reise über das Uralgebirge...

...haben einige russische Schülerinnen und Schüler auf sich genommen, um an der MINT-Sommerakademie des Goethe-Instituts Moskau teilzunehmen. Über das Programm „Studienbrücke“ können russische, ukrainische, kasachische und georgische Schulabgänger ohne weitere Auflagen direkt an einer Universität in NRW studieren. Die 30 besten Schülerinnen und Schüler dieses Programms verbringen zweieinhalb Wochen in Deutschland. Neben dem Besuch verschiedener Universitäten in NRW (TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum und RWTH Aachen) steht ein zweiwöchiger Sprachkurs in Göttingen auf dem Programm der osteuropäischen Schülerinnen und Schüler.

Am 15.07.2015, ihrem ersten Tag in Deutschland, ging es auf den Campus der TU Dortmund. Im Schülerlabor erhielten die Jugendlichen zunächst durch das Referat Internationales Informationen zum Studium in Deutschland, bevor es an den praktischen Teil des Besuchstages ging. An sechs Experimentalstationen konnten die Jugendlichen aktiv chemischen, physikalischen und programmierbezogenen Fragestellungen nachgehen.

Bei der Werkstoffprüfung fanden sie heraus, welches Material sich am besten für den Bau einer Hitzekachel eines Spaceshuttles eignet. Dafür wurden verschiedene Materialien auf ihre Wärmeleitfähigkeit, Wärmeausdehnung, Zugfestigkeit und Härte getestet. Beim Experiment zur Fotovoltaik erfuhren sie, wie eine Solarzelle Strom erzeugt und testeten, unter welchen Bedingungen sie die höchste Leistung erbringt. Was passiert mit einer Kerzenflamme im Freien Fall? Diese Frage wurde mit Hilfe des Mini-Fallturms geklärt, ebenso wie das Phänomen, warum Wassertropfen in der Schwerelosigkeit immer Kugeln bilden. Kniffelig ging es beim Robotik-Experiment zu: wie bringe ich einen Roboter dazu, eigenständig einer Linie zu folgen und auf dem Weg stehenden Hindernissen auszuweichen? In die virtuellen Welten tauchten die Schülerinnen und Schüler beim Versuch zur Haptischen Interaktion ab: sie konnten im PC generierte Objekte fühlen und deren Oberflächenbeschaffenheit ertasten. Was Mikrokapseln sind und wo sie uns im Alltag begegnen erfuhren sie beim gleichnamigen Experiment und stellten selbst bunte Mikrokapseln her.

Abgerundet wurde der Besuchstag der osteuropäischen Gäste durch einen Mensabesuch und einen Campusrundgang, bei dem sie das Audimax und die Universitätsbibliothek besichtigten, mit der H-Bahn fuhren und vom Mathetower aus den Ausblick über Dortmund genießen konnten. Abschließend waren sich die achtzehn Mädchen und zwölf Jungen einig: der erste Tag ihres Deutschlandaufenthaltes hat ihnen sehr gut gefallen.

Eindrücke vom Besuchstag:

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Weitere Informationen zur Studienbrücke

 

Girls´ Day April 2015:

Chemie, Informatik und Technik – der Girls‘ Day im DLR_School_Lab TU Dortmund

Von den insgesamt 114 Mädchen, die den Girls‘ Day an der TU Dortmund verbrachten, hatten 18 Teilnehmerinnen Gelegenheit, Experimente im DLR_School_Lab durchzuführen.

Einige stellten durch Eintropfen einer Zuckerlösung (Alginat) in eine Salzlösung (Calciumchlorid) Mikrokapseln her und staunten, dass bei der Verbindung zweier Flüssigkeiten ein Feststoff entstehen kann. Andere Teilnehmerinnen lernten ein Haptic Device kennen, ein Gerät, dass es ermöglicht, virtuell im Computer generierte Objekte zu ertasten und erfühlten so verschiedene Oberflächenstrukturen und Kräfte.

Eher ingenieurwissenschaftlich ging an den Stationen „Mission zum Mars“ und „Werkstoffprüfung“ zu. Hier kämpften einige Mädchen mit den gleichen Schwierigkeiten, die auch die NASA bei der Mars-Erkundung durch den Rover Curiosity zu bewältigen hat: unbekanntes Terrain, Signal-Verzögerungen und Bildstörungen. Die vierte Gruppe sollte mittels Werkstoffprüfung herausfinden, welches Material am besten für die Fertigung von Hitzekacheln eines Spaceshuttles geeignet ist – Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Keramik?

Mit viel Spaß und Experimentierfreude führten die Mädchen die Versuche durch und resümierten „das war ein toller Workshop!“

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Noch schnell die Zugprobe aus Kupfer in das Werkstoffprüfgerät spannen und dann kräftig ziehen. Wie viel Kraft muss man aufbringen, bis die Probe zerreißt? Wie viel wiegt ein Erdenkilo auf dem Mars? Die Anziehungskraft des Mars beträgt etwas mehr als ein Drittel der Erdanziehungskraft. Das wirkt sich natürlich auch auf das Gewicht aus. Was passiert, wenn ich Alginat in Wasser gebe? Löst es sich unter Rühren? In der Chemie ist, wie in allen Naturwissenschaften, eine genaue Beobachtung wichtig. So ein wissenschaftliches Haptik-Gerät kennen die wenigsten Schülerinnen, aber im Alltag nutzen sie  Gamepads und Controller von Spielekonsolen, die ebenfalls ein Feedback auf Aktionen in einer Virtuellen Umgebung geben.

 

Die Projektpartner

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.

Seit 2000 bietet das DLR mit den „DLR_School_Labs“ eine anspruchsvolle und praxisbezogene Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an. Inzwischen gibt es deutschlandweit zehn Labore mit mehr als 10.000 Besuchern pro Jahr.

 

Technische Universität Dortmund

Die Technische Universität Dortmund hat seit ihrer Gründung im Jahr 1968 ein besonderes Profil gewonnen. Einzigartig zugeschnittene Fakultäten in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in den Gesellschafts- und Kulturwissenschaften arbeiten hier zusammen. So entstand ein Spannungsfeld, das sich im Miteinander von Natur, Kultur, Technik und globaler Gesellschaft entwickelt. Diese Struktur treibt Erkenntnis- und Methodenfortschritte ebenso voran wie technische Innovationen. All dies geschieht in der Forschung und in über 65 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie zusätzlich in einer breit aufgestellten Lehrerausbildung in mehr als 30 Fächern.

Im Bereich der Nachwuchsförderung setzt die  TU Dortmund bereits bei Schülerinnen und Schülern an und gestaltet mit Projekten wie der „SchnupperUni“ oder dem Schüler-Camp „do-camp-ing“ den Übergang von der Schule zur Hochschule.

 

Die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation

Bis zum Jahr 2015 will Nordrhein-Westfalen Innovationsland Nummer 1 werden. Dafür braucht es hervorragend qualifizierte junge Leute, die mit Begeisterung und  Erfindergeist ihre Ideen umsetzen. Zukunft durch Innovation.NRW möchte erreichen, dass Schülerinnen und Schüler ihr technisches und naturwissenschaftliches Talent entdecken und nutzen. Um mit anspruchsvollen, langfristigen Angeboten in Technik und Naturwissenschaft möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen, bringt die vom Innovationsministerium getragene Gemeinschaftsinitiative in den Regionen Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Politik zusammen.

Weitere Informationen: www.zukunft-durch-innovation.nrw.de

 

 



Nebeninhalt

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Kontakt

Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Dr. Sylvia Rückheim
Otto-Hahn-Str. 8
44227 Dortmund


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