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Ansprechpartner

Witfeld

Prof. Dr. -Ing. Christian Wietfeld

Tel.: 0231 755-4515
Fax: 0231 755-6136

 

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Zum Schutz der Retter

Feuerwehrleute multimedial orten und überwachen

Zum_Schutz_der_Retter

 

Schwerer Unfall mit Brand im Tunnel: Eine Katastrophe, die von den Rettungskräften höchsten Einsatz und perfekte Koordination abverlangt. Maßgebend für den zielgerichteten Einsatz ist die reibungslose Kommunikation zwischen Feuerwehr, Polizei und Einsatzleitung. Sondereinsatz auch für Ingenieure der TU Dortmund: Sie haben für die Feuerwehr Dortmund ein virtuelles Tagebuch ausgetüftelt, das die Einsatzkräfte im Katastrophenfall mit detaillierten Lageinformationen versorgt.

Die Vorbereitung und Planung für die Beherrschung solcher Katastrophenszenarien stellt eine enorme Herausforderung für das Rettungswesen dar. Insbesondere bei der Brandbekämpfung setzen sich die Rettungskräfte gefährlichen Risiken aus und gehen an ihre körperlichen Grenzen. Bei starker Rauchentwicklung müssen die Feuerwehrleute die Lage vor Ort praktisch blind erkunden. Zur Orientierung liegt meist nur ein grober Lageplan des Einsatzgebietes vor. Die Einsatzleitung erhält die Lageinformationen über Lageskizzen und Sprechfunk. Die Position der Feuerwehrleute vor Ort und ihr körperlicher Zustand können aus den Informationen nur sehr grob abgeschätzt werden. Der IT-Dienstleister PRO DV bietet künftig Anwendungen für mobile Endgeräte wie das Handy an, die perfekt mit einem zentralen Katastrophenschutzsystem wie deNIS IIplus kommunizieren. Mit dem von PRO DV entwickelten Notfallvorsorge-System deNIS IIplus wird ein optimaler Schutz der Bevölkerung durch die stärkere technische Vernetzung aller Sicherheitskräfte im bundesweiten Krisenmanagement angestrebt. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Dortmund und der wissenschaftlichen Unterstützung durch den Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der TU Dortmund wurde das System entwickelt, das im Katastrophenfall Bilder, Karten und Videos schnell und effizient erfassen und verteilen kann. Das Forschungsprojekt MobileEmerGIS wurde im Rahmen des „ZukunftsWettbewerb Ruhrgebiet“ gefördert.

Gemeinsam mit PRO DV und weiteren Partnern forscht das Team um Prof. Dr.-Ing. C. Wietfeld auch daran, das zukünftige europäische Satellitennavigationssystem Galileo in die Arbeit von Rettungskräften zu integrieren. Der Lehrstuhl für Kommunikationsnetze erforscht dabei speziell einen neuartigen Notdienst (SAR – Search and Rescue), der es Rettungskräften ermöglichen wird, über Galileo eine Kurznachricht abzusetzen (z. B. wenn die Funkverbindung zum lokalen Mobilfunknetz abgerissen und eine Notsituation eingetreten ist). Über drahtlos vernetzte Sensoren, die die Rettungskräfte am Körper tragen, werden Führungskräfte des Rettungseinsatzes in die Lage versetzt, drohende Erschöpfungszustände der Rettungskräfte frühzeitig zu erkennen. PRO DV plant, auf der Basis der Ergebnisse von Galileo4Firebrigades, innovative Funktionen in deNIS IIplus zu integrieren. Das Bundeswirtschaftministerium BMWi fördert das Projekt Galileo4Firebrigades.

 

Prof. Dr.-Ing. Christian Wietfeld,

Fakultät Elektrotechnik & Informationstechnik der TU Dortmund:

 

»In Zukunft verbessern mobile Multimediadienste wie Video-Streams, interaktive Karten und hochauflösende Fotos die Kommunikationsmöglichkeiten der Einsatzkräfte in Katastrophenfällen.«

 

Das Unternehmen: PRO DV

Kerngeschäft der PRO DV Software AG sind webbasierte Anwendungen, Portale, serviceorientierte Architekturen, Systemintegration und spezifische Geo-Anwendungen. Das börsennotierte Unternehmen wurde 1979 gegründet und beschäftigt heute über 150 Mitarbeiter am Hauptsitz in Dortmund und 4 weiteren Standorten in Deutschland und der Schweiz.