Felix Dobbert
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Emil-Figge-Str. 50
Raum 4.305
44227 Dortmund
Tel: (0231) 755-6557
Szenen aus ihrem Alltag haben Kunststudierende der TU Dortmund im Rahmen des Projekts "Mittendrin" mit ihren Fotokameras festgehalten. Dabei herausgekommen sind ganz verschiedene Perspektiven auf das Studieren an der TU Dortmund. Ausgestellt werden die fotografischen Kunstwerke der Studentinnen und Studenten während des Ruhr.2010-Projekts "Still-Leben Ruhrschnellweg". Auf den 27 Tischen der technischen Universität können die Fotos auf der A 40 angeschaut werden. Auch sind die Werke Teil der Ausstellung der TU vom 29. Mai bis 4. Juli 2010 im Dortmunder U.
"Mittendrin“ ist eine visuelle Bestandsaufnahme, wie es sich anfühlt, Student zu sein. Die Fotografien reflektieren das Selbstbild der Studierenden und bieten einen subjektiven künstlerischen Blick. Unter Leitung von Felix Dobbert, Dozent für Fotografie am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft, haben die Studierenden ihre Ideen und Vorstellungen in Szene gesetzt, die mit Realität spielen und auch Fiktives darstellen.
Zur Eröffnung der Ausstellung im Dortmund U-Turm erscheint ein Katalog, in der die 17 Fotoserien der Studierenden präsentiert werden. Sie thematisieren das Studium als Einschnitt, entkoppelt vom familiären Zuhause, oder lassen den Blick träumend in die Zukunft schweifen. Andere stellen die Universität als räumlichen Rahmen des Studiums dar und wieder andere zeigen diese Räume als Ursprung für den alltäglichen Wahnsinn oder als Nährboden für Kreativität. Anhand der Aufnahmen wird deutlich, dass das Studium ein Lebensabschnitt ist. Es geht auch um das Leben jenseits der Universitätsmauern.
Silke Schönfeld ist eine der Studentinnen, deren Fotografien im Katalog präsentiert werden. Sie hat sich für ihr Projekt selbst portraitiert. Immer wieder hat sie unterschiedliche Kleidungsstücke an, eine andere Frisur, eine andere Körperhaltung. Ihr Ziel war es, die verschiedenen Klischeetypen Studierender darzustellen: den vermeintlich typischen Sozialpädagogik-Studenten, den vermeintlich typischen BWL-Studierenden, den vermeintlich typischen Naturwissenschaftsstudierenden. Bei ihrem Projekt ging es ihr vor allem darum, die Klischeebilder im Kopf der Betrachters aufzugreifen. Denn sie hat während ihrer Arbeit festgestellt, dass die Zuordnung von Personen zu einzelnen Studiengängen eher schwierig ist.
Sarah Schürmann hat mit ihrem Projekt das Sommersemester auf eine ganz eigenwillige Art und Weise interpretiert und sich überlegt, wie Urlaub auf dem Campus aussehen könnte. Ihre Fotos zeigen so beispielsweise eine Studentin, die in Bikini und Tauchermaske im Teich vor dem Gebäude Emil-Figge-Straße 50 baden geht. Auf einem anderen Bild liegen zwei Studentinnen im Sand vor dem Campuscafé "Sonnendeck" und genießen das schöne Wetter.
Foto: Stefan Gutsche