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Julius Linnenbrink (Dietrich-Keuning-Haus Dortmund)

Chris Mende (Museum am Ostwall)

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Westend Story

Welche Dinge im Westend fallen einem sofort ins Auge? Welche Gegebenheiten bemerkt man dort erst auf den zweiten Blick? Das sind die Fragen, die sich Julius Linnenbrink vom Dietrich-Keuning-Haus und Chris Mende vom Museum am Ostwall in "Westend Story" stellen. Im Mittelpunkt des Kunstprojekts steht die künstlerisch-kartografische Auseinandersetzung mit einem spezifischen Ort des Dortmunder Stadtviertels Westend. Es geht vor allem darum, wie man diesen Vorort wahrnimmt und unter welchen Gesichtspunkten man ihn als interessant, schön oder auch unattraktiv empfindet.

 

Rheinische StraßeIn der vielschichtigen Arbeit der beiden Künstler werden die Zuschauer in einem Zusammenspiel aus Video, Zeichnung und Text auf eine Erkundungstour mitgenommen und "in das Westend hineinversetzt“. In einer Standsequenz von ungefähr fünf bis zehn Minuten Länge, ohne Kamerafahrt und Schnitt, wird eine Momentaufnahme des spezifischen Ortes im Westend gezeigt und per Beamer an eine Wand geworfen. An diese Wand werden Zeichnungen und Texte aufgetragen, die sich dann mit dem Video überschneiden. Die Künstler fügen der Installation so ihren eigenen kreativen Input aus Gedanken, Emotionen, Eindrücken und Ideen über das Dortmunder Westend hinzu. Ein Spannungsverhältnis zwischen einer allgemeinen, unkommentierten Wahrnehmung  durch die rohe, unbearbeitete Videosequenz und dem persönlich-kreativen Blickwinkel entsteht, der in Zeichnung und Text ausgedrückt wird.