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Dipl.-Ing. Thorsten Schauz

JAS - Jugend Architektur Stadt e.V.

 

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Reise nach T.

Eine Reisekarte, die den Besuchern des Dortmunder Westends Einblicke in die tamilischen Orte des Viertels gewährt, entwickeln die Jugendlichen des tamilischen Bildungs- und Kulturzentrum (Thamilar Kalazalai Bildungs- und Beratungsdienst der Tamilen e.V.). Auf dieser Karte werden Assoziationen und Erinnerungen tamilischer Kultur an ausgewählten, korrespondierenden Orten des Dortmunder Westends dargestellt.

Reise nach TDie Jugendlichen des tamilischen Bildungs- und Kulturzentrums entwickeln mit Unterstützung eines Teams des Vereins JAS – Jugend Architektur Stadt e.V. schrittweise die Bausteine der Reisekarte. Dies erfolgt über halbtägige Workshops, in Form selbstständig zu bearbeitender "Hausaufgaben“ und im Rahmen des regulär am Bildungszentrum stattfindenden Sprach- und Musikunterrichts. Die Reisekarte genauso wie andere Erzeugnisse der Workshops werden ab dem 9. Juli 2010 in der U-Westend-Austellung im Dortmunder U zu sehen sein.

 

Werbetafel erinnert an Teefeld in Sri Lanka

Als Auftakt des Projektes "Reise nach T.“ bot der Verein JAS Mitte Februar  einen halbtägigen Workshop an, an dem 20 tamilische Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren teilnahmen. Zunächst sollten sie einen Ort, der sie besonders an ihre tamilische Heimat erinnert, auf eine Postkarte zeichnen. Im Anschluss daran machten sie sich zusammen mit den Workshopleitern Päivi Kataikko, Thorsten Schauz und Barbara von Jagow von JAS sowie der Lehramtsstudentin Lisa-Marie Karnagel auf die Suche nach Korrespondenzorten im Dortmunder Westend. Ein Mädchen entdeckte auf einer Werbetafel an der Rheinischen Straße, auf der viel Gras zu sehen war, die Teefelder ihrer tamilischen Heimat wieder. Ein anderes Mädchen erinnerte ein Parkplatz an einen ihrer Spielplätze in Sri Lanka. Ein Junge erkannte in einer Brachfläche ein Minenfeld aus seiner Heimat. 

 

Im Rahmen eines weiteren Workshops am 1. Mai 2010 vertieften die Jugendlichen die Arbeit an der Reisekarte. Zusammen mit den Projektbetreuern schrieben sie kleine Texte über ihre Orte, in denen sie ihr persönliches Erinnerungsmoment festhielten. Geplant ist, diese Texte ebenfalls auf die Karte zu drucken, so dass die einzelnen Stationen der Karte abgewandert werden und die Erinnerungen gleichzeitig nachgelesen werden können.

 

Foto: Elvira Neuendank