Stahl und Kohle haben die vorgefundenen Orte und die Landschaft seit den 1840er Jahren in rasantem Tempo regelrecht überrollt. Erst im Nachhinein wurden Infrastrukturen geschaffen, die die Industrie und die in großer Zahl zuwandernden Menschen mit Energie und Wasser versorgten, Abwasser entsorgten, Wohngebäude errichteten und auch urbane Strukturen schufen. Gegen 1900 entstanden repräsentative Bauten der Kommunen, der Industriellen und schließlich auch Industrieanlagen. Erst danach kam der moderne Siedlungsbau für die Arbeitenden der Montanindustrie. Diese Entwicklungen werden von Thomas Schilp vor allem an Dortmunder Beispielen aufgezeigt.
Mit dem Ende der De-Industrialisierung ergeben sich gerade auch für die Stadtplanung neue und wichtige Aufgaben. Christa Reicher stellt Probleme und Konzepte für das Ruhrgebiet vor. Barbara Welzel schließlich stellt das „Dortmunder U“ in diesen Kontext.
Die Vorlesung richtet sich gleichermaßen an Studierende wie an die städtische Öffentlichkeit. Interessierte sind sehr herzlich eingeladen!
Prof. Dr. Thomas Schilp, Prof. Dr. Michael Stegemann und Prof. Dr. Barbara Welzel
Unter Mitwirkung von weiteren Referentinnen und Referenten
Veranstalter:
Technische Universität Dortmund
Universität Duisburg-Essen
Stadtarchiv Dortmund
Conrad-von-Soest-Gesellschaft
Stadtkirche St. Reinoldi
Dienstag , 10. Januar 2012, 19.30-21.00 Uhr