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Thomas Schilp und Barbara Welzel (Hg.), St. Johann Baptist in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets (Dortmunder Mittealter-Forschungen 14), Bielefeld 2011 (Verlag für Regionalgeschichte), 24,-- €

ISBN 978-3-89534-914-0

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Neuerscheinung: St. Johann Baptist in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets

Die Wahrnehmung des Ruhrgebiets ist stark durch Industrialisierung und Strukturwandel geprägt. Doch die Region birgt auch bedeutende Zeugnisse vormoderner Kultur. Ein Beispiel dafür ist die Kirche St. Johann Baptist in Brechten. Die Geschichte dieser Kirche, die zum Frauenstift in Essen gehörte, beginnt mit der Christianisierung. Bis heute ist der Kirchenbau des 13. Jahrhunderts mit seiner bedeutenden Ausmalung erhalten: ein Kleinod mittelalterlicher Architektur und Kunst. In ihrem jetzt erschienenen Buch stellen Barbara Welzel von der Technischen Universität Dortmund und Thomas Schilp vom Stadtarchiv Dortmund dieses Kleinod vor.

brechten_cover Ein Jahr nach dem Kolloquium zur St. Johann Baptist-Kirche im Kontext der Kulturhauptstadt RUHR.2010 erscheint nun die Publikation als 14. Band der »Dortmunder Mittelalter-Forschungen«. Auch dieser Band der Reihe setzt die nahsichtige Erschließung des Ortes (seiner Geschichte, der Pfarrorganisation, des Kirchenbaus, der Ausstattung und der Glocken) mit Horizonterkundungen (etwa zur Geschichte der Denkmalpflege oder zur Erinnerungskultur) in einen spannungsreichen Dialog. Er möchte Ergebnisse aktueller interdisziplinärer Forschung für die interessierte Öffentlichkeit kommunizieren und so zur kulturellen Selbstverständigung der Region im europäischen Kontext beitragen.

Das Buch präsentiert – für eine interessierte Leserschaft verständlich – die Beiträge renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und wird durch eine fotografische Dokumentation der Kirche und ihrer Ausstattung ergänzt. Es entstand in Kooperation der Conrad-von-Soest-Gesellschaft, der Technischen Universität Dortmund, des Stadtarchivs Dortmund und der St. Johann Baptist-Kirche in Dortmund-Brechten. Tagung und Publikation wurden großzügig gefördert von der Reinoldigilde zu Dortmund, Unterstützung erhielt das Projekt auch vom Mercure Hotel Dortmund-City.