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Nachbericht: Gedankenzüge - Dialog zwischen Kulturen
Seit April können die Fahrgäste in den Dortmunder U-Bahnen Zitate aus der Weltliteratur lesen. In den Dachschrägen der Bahnen stellen Aufkleber betitelt „Gedankenzüge: Dialog zwischen Kulturen“ Werke in arabischer, deutscher, englischer, russischer, spanischer und türkischer Sprache mit Übersetzungen vor.

Im Rahmen dieses gemeinsamen Projektes der TU Dortmund, DSW21 und der Stadt Dortmund, fuhr am Sonntag ein ganz besonderer Gedankenzug. Auf der Strecke der U47 von Aplerbeck bis Westerfilde lasen Schüler, Studierende und Dozent/innen der TU Dortmund für die Fahrgäste Erzählungen und Gedichte von Nagib Machfus (Ägypten), June Jordan (USA), Tschingis Aitmatow (Kirgistan), Eduardo Galeano (Uruguay) und Ataol Behramoglu (Türkei) vor – zuerst in der Originalsprache und dann auf Deutsch. Das Ruhrgebiet war durch die Gelsenkirchner Lyrikerin Ilse Kibgis vertreten. Statt Stationsansagen vernahmen die Fahrgäste über die Lautsprecher des Wagens also Literatur und hörten aufmerksam und mit merkbarer Begeisterung der vielsprachigen Prosa und Lyrik zu.
Viele Fahrgäste waren nach dem Einsteigen zunächst sehr überrascht, als sie durch den ganzen Zug Stimmen in unterschiedlichen Sprachen hörten. „So ein Gedicht“, sagte eine Mutter mit Kinderwagen, „macht eine U-Bahn Fahrt zu was ganz besonderem.“ Mehr Informationen über das Projekt finden sich auf http://www.tu-dortmund.de/2010/de/Home/Gedankenzuege.