Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Nebeninhalt

Tagungsort

Eduard-Müller-Krematorium

Am Berghang 30 | 58093 Hagen-Delstern

 

Konzeption und Leitung

Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle | Universität Bern

birgitt.borkopp@ikg.unibe.ch

Prof. Dr. Barbara Welzel | Technische Universität Dortmund

 

Hauptinhalt

»Eines der wichtigsten Monumente unserer Zeit überhaupt«

In Hagen sind bis heute bedeutende Spuren der europäischen Moderne erhalten. Der Bankierssohn und Industriellenerbe Karl Ernst Osthaus hatte beträchtliche Geldmittel und auch seine Fähigkeit, den Ideen zahlreicher Protagonisten der Moderne ein Experimentierfeld zu eröffnen, dafür eingesetzt, Hagen als »Laboratorium« der Moderne zu einem Modell zu machen. Getragen war er dabei von der Überzeugung, dass Kultur dort geformt werden müsse, wo die Produktion auf der Höhe ihrer technischen Leistungsfähigkeit stattfand und Gewinne erwirtschaftet wurden – mithin während der Industrialisierung vornehmlich im Ruhrgebiet! Das internationale und interdisziplinäre Kolloquium in Hagen findet vom 1. bis 2.7.2011 im Krematorium Hagen statt. Studierende und Interessierte sind herzlich willkommen.

krematoriumklein Karl Ernst Osthaus bewertete das Krematorium (geplant und gebaut 1905-1907) als »eines der wichtigsten Monumente unserer Zeit überhaupt«. Diese Einschätzung allein wäre Grund genug für eine intensive Neuuntersuchung des Bauwerks. Zu analysieren sind seine Rolle in der kulturellen Neuformation von Tod und Begräbnis am Beginn der Moderne, seine konkrete Gestaltung durch Peter Behrens, die Publikation in programmatischen Fotografien sowie die zeitgenössische Rezeption. Dabei spielte – so eine zentrale Arbeitshypothese dieser Tagung – die Auseinandersetzung mit byzantinischen und auch islamischen Kunstwerken eine bisher grundsätzlich unterschätzte Rolle für dieses Modellprojekt der Moderne.

Die Tagung ist für Interessierte geöffnet, aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten:

Kostenbeteiligung für Verpflegung: 15 Euro, Studierende: 10 Euro (bitte vor Ort entrichten)

 

Programm

Freitag, 1. Juli 2011

18.00 Uhr

Ortstermin:

Besichtigung und Führungen, u.a. mit Krematoriumsleiter Andreas Sahling

 

19.30 Uhr

Begrüßung und Einführung:

Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle und Prof. Dr. Barbara Welzel

 

Grußworte:

Stadt Hagen, Technische Universität Dortmund, Osthaus Museum Hagen, Karl Ernst Osthaus-Bund

 

Eröffnungsvortrag

Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Bern

Die Grammatik des Ornaments und andere Perspektiven – Begegnungen mit der Kunst des Orients

 

Empfang

 

Samstag, 2. Juli 2011

10.00 – 11.45 Uhr

Begrüßung:

Eva Rapp-Frick, M.A., Hagen

 

Prof. Dr. Thomas Schilp, Dortmund/Essen

Das Revier um 1900

 

Dr. Birgit Schulte, Hagen

»Wir haben nicht so viele Meister seiner Kunst …«

Karl Ernst Osthaus und Peter Behrens

 

11.45 Uhr Kaffeepause

 

12.15 – 13.00 Uhr

PD Dr. Lothar Schmitt, Zürich

Auf dem Weg zur Moderne. Peter Behrens als Architekt

 

13.00 – 14.30 Uhr Mittagspause

14.30 – 16.00 Uhr

 

Prof. Dr. Barbara Schellewald, Basel

Medium der Moderne? Das Mosaik im Krematorium in Hagen

 

Rouven Lotz, M.A., Hagen

»Ein Hauch römischer Virtus« – die Ausstattung des Hagener Krematoriums von Peter Behrens

 

16.00 Uhr Kaffeepause

 

16.30 – 18.00 Uhr

Jörg Probst, M.A., Marburg

Karl Ernst Osthaus und die Fotografie

 

Prof. Dr. Barbara Welzel

Das Krematorium in Hagen als Erinnerungsort

 

18.00 Uhr Imbiss

 

19.30 Uhr

Abendveranstaltung

Begrüßung und Einführung:

Prof. Dr. Barbara Welzel, Dortmund

Festvortrag

Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Gerhard Oexle, Berlin

Das Krematorium als Monument der Moderne und die lange Geschichte der Toten