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»Hoch_Zeit« in der IDfactory

In einer Ausstellung in der »IDfactory« der Technischen Universität Dortmund zeigt Lisa Karnagel, frischgebackene Master-Absolventin des Studiengangs Kunst für das Lehramt (Grund-, Haupt-, Realschule), ihre Arbeiten zum Thema »Hoch_Zeit, eine künstlerische Auseinandersetzung mit der inszenierten Liebe«. Mit vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten – installativen Objekten, großformatigen Videoarbeiten, vernähten Fotografien und mechanischen Apparaten – widmet sie sich dem Thema auf den unterschiedlichsten Ebenen.

Die Ausstellung, die am 7. Juni um 18 Uhr eröffnet wird, ist bis zum 15. Juni dienstags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 16 bis 18 Uhr in der »IDfactory« (Leonhard-Euler-Str. 4, Einfahrt 4-7 von der Emil-Figge-Straße) zu sehen.

 

Hintergrund:

Ein Indienaufenthalt 2009 machte Lisa Karnagel die Bedeutung von Emanzipation klar und konfrontierte sie mit den Widersprüchen der Hochzeit, die zwischen Fremd- und Selbstbestimmung Räume suchen, um sich zu inszenieren. Sie greift die Wesensmerkmale einer »Traumhochzeit« auf, die obligatorischen Fotografien, den Schleier, das weiße verhüllende Kleid, die Emotionen und die Hochzeitsnacht. Sie setzt die individuellen und die gesellschaftlichen Vorstellungen in eine fragile Balance. Ihre Objekte und filmischen Sequenzen erzählen von dem Kontrast zwischen häuslichem Alltag und kollektiver Romantik. So wie sich in der Ausstellung ein romantischer Mixer um die eigene Achse dreht, so drehen sich die künstlerischen Arbeiten um die Frage des schönen Scheins und der Fiktion von Liebe. Beim kritischen und selbstironischen Blick durch den Schleier bleibt die Frage offen, ob die Liebe eine Inszenierung der Hochzeit ist oder umgekehrt.