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Prof. Dr. Barbara Welzel

Emil-Figge-Str. 50   

Raum 5.228

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(0231) 755-2955

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Eine Denkwerkstatt in der Kunstsammlung NRW

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ist eines der bedeutendsten Museen Deutschlands und wird nicht umsonst als „heimliche Nationalgalerie“ bezeichnet. Mit ihrem Bestand an hochrangigen Werken des 20. Jahrhunderts ist das K20 einer der wenigen Standorte, an dem die internationale Kunst der Moderne überhaupt öffentlich präsentiert wird. Daher war es Prof. Dr. Barbara Welzel (Kunstgeschichte TU Dortmund), Heinz Udo Brenk (Heinrich-Heine-Gymnasium Dortmund) und 15 Studierenden der Kunst wichtig, Schülerinnen und Schüler diese Sammlung vorzustellen und ihnen einen Zugang zu den kulturellen Schätzen zu eröffnen. Zusammen mit den SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11, des HHG, machten sich die Kunstbotschafter der TU Dortmund im Februar auf den Weg ins K20, um dies umzusetzen.

Zusammen mit rund 120 Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums versammelten sich die Kunstbotschafter der TU Dortmund mit den Kunstlehrern des Gymnasiums und Prof. Barbara Welzel am frühen Vormittag im Auditorium des K20. Den Jugendlichen wurde die Bedeutung der Kunstsammlung NRW an dieser Stelle erklärt und gleichzeitig wurden sie auf die dann folgende Führung durch die Kunstbotschafter vorbereitet. Anschließend ging es in kleinen Gruppen durch das Museum und an bestimmten Bildern warteten jeweils drei Studierende, die sich eingehend auf das Werk vorbereitet hatten. In 20 Minuten stellten die Botschafter dann das Bild vor und versuchten mit den Jugendlichen das Werk zu verstehen und zu diskutieren. Insgesamt wurden fünf Schätze der Sammlung erörtert. Darunter waren Gemälde von Pollock, Matisse und Braque.

Von Bedeutung war an diesem Punkt, dass es sich bei den Bildern um Stilleben handelte. Denn in der Schule der Jahrgangsstufe 11 war dieses Thema gerade Inhalt des Kunstunterrichts. Somit wurde gewährleistet, dass das Erfahrene und neu Gelernte auch in die Diskussion des Schulunterrichts integriert wird. Barbara Welzel und Heinz Udo Brenk, Initiatoren des Projektes, lag es am Herzen, den Schülern eine Teilhabe an den Bildern zu eröffnen und ihnen vor Ort an wichtigster Stelle herausragende Werke der Kunstgeschichte zugänglich zu machen. Die Studierenden trugen in diesem Verlauf zu einem wissenschaftlichen Diskurs bei, der den Jugendlichen den Umgang mit den Bildern auf eine andere Art und Weise, als in der Schule, möglich machte.

Laut den Schülerinnen und Schüler hinterließ die Erkundung der Bilder einen bleibenden Eindruck und auch die Studierenden bekamen für ihre vorbereiteten Vorträge ein positives Feedback. Bei einer späteren Nachbesprechung unter den Lehrern des Gymnasiums und Prof. Barbara Welzel war man sich einig, dieses Projekt in den kommenden Jahren mit dem Fach Kunst der TU Dortmund und dem Heinrich-Heine-Gymnasiums fortzuführen.