22. September 2010: Gemeinsamer Gang von der Duisburger Innenstadt zum Innenhafen
20. bis 26. September 2010: Realisierung des Entwurfs in Pécs
Dipl.-Ing. Päivi Kataikko
Fakultät Raumplanung
GB III/Raum 511
August-Schmidt-Straße 10
44221 Dortmund
Tel: (0231) 755-2217
Am 22. September ab 18 Uhr laden die Ruhr.2010 GmbH, die Landesinitiative StadtBauKultur NRW, die TU Dortmund und die Stadt Duisburg zu einem gemeinsamen Gang von der Duisburger Innenstadt zum Innenhafen ein. Unter dem Motto "Wetterumschwung in Duisburg" soll diese Aktion im öffentlichen Raum für lebendige Stadtkultur mit einem neuen Klima im Stadtzentrum werben.
Diese "Shared Space"-Lösung entwickelten zwei Raumplanungsstudentinnen für den Duisburger Burgplatz.
Ursprünglich war es geplant, für vier Tage, vom 23. bis 26. September, in der Duisburger Innenstadt zwischen Fußgängerzone und Innenhafen einen neuen Verkehrsraum entstehen zu lassen. Die Idee stammte von Anna Lerch und Mavie Lakenbrink, zwei Studentinnen der Fakultät Raumplanung. Sie nahmen an dem trinationalen studentischen Wettbewerb "Temporäre Stadt an besonderen Orten" teil und konnten sich mit ihrer Idee für Duisburg durchsetzen.
Raumplanungs-, Architektur- und Städtebau-Studierende aus Dortmund, Siegen, Aachen, Ungarn und der Türkei entwickelten in den vergangenen beiden Jahren in Workshops Entwürfe für Problemzonen der drei europäischen Kulturhauptstädte 2010: die Metropole Ruhr, Istanbul und Pécs. Die Gewinnerentwürfe sollten im Sommer und Herbst 2010 für einen begrenzten Zeitraum in den beteiligten Städten umgesetzt werden. Die Wettbewerbsaufgabe für das Ruhrgebiet bestand darin, im Stadtzentrum Duisburgs eine Verbesserung der Verbindung zwischen Innenstadt und Innenhafen unter Einbeziehung des Burgplatzes zu entwickeln. Unter dem Motto "Wetterumschwung in Duisburg – Neues Klima für den öffentlichen Raum“ wollten Anna Lerch und Mavie Lakenbrink mit einer "Shared-Space-Lösung“ auf Zeit einen Verkehrsraum rund um den Burgplatz entstehen lassen, den sich Fußgänger, Rad- und Autofahrer gleichberechtigt teilen. Die Realisierung musste aber aufgrund verkehrsrechtlicher Bedenken kurzfristig abgesagt werden.
Den verkürzten "Wetterumschwung“ wollen die Projektpartner nun durch eine abendliche Aktion am 22. September 2010 hervorrufen. Beim Gang von der Innenstadt zum Innenhafen und rund um die extra eingerichteten Speaker’s Corner soll für internationale Beziehungen in der Kultur und für Baukultur Position bezogen werden.
"2010 Chairs“ lautet der Titel des prämierten Entwurfs des ungarischen Parts für den Wettbewerb. Die Idee hatten Daniel Spruth und Sofia Rivadeneira von der RWTH Aachen. Realisiert wird die Intervention vom 20. bis 26. September 2010 in Pécs. 2010 Hocker werden an fünf Standorten entlang der Verbindungsachse zwischen der Pécser Innenstadt und dem neuen Zsolnay Cultural Quarter in zeitlicher Abfolge aufgestellt. Mit der Inschrift der Hocker "Take a seat, be a part“ werden die Passanten eingeladen im öffentlichen Raum Platz zu nehmen.
Unter dem Motto "Stadtentwicklung am Goldenen Horn" beschäftigten sich die Studierenden in Istanbul im Spätherbst 2009 damit, was temporäre Installationen in der Stadtentwicklung bringen können. Ceyda Cihangir und Fazil Efe Ilgen von der Bilgi University, Istanbul, sowie Duygu Kirisoglu und Müge Yorganci von der Yildiz Technical University, Istanbul, konnten mit ihrem Entwurf der "Floating Surfaces" die Jury überzeugen. Umgesetzt wurde der Gewinnerentwurf bereits Ende Juni auf dem Geländer der Halic-Werft am Goldenen Horn. Mittelpunkt des Projekts war ein gebautes Floß. Eingelassen in ein geflutetes Trockendock - in erster Linie als Transportmittel für das am besten über Wasser erreichbare Gelände gedacht - kann es ebenso zur Bühne umfunktioniert werden.