Konzerte, Workshops, Kongress: 6. bis 10. Oktober 2010 an der TU Dortmund und in der Dortmunder Innenstadt
Univ.-Prof. Dr. Irmgard Merkt
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
Raum 5.427
Emil-Figge-Straße 50
44227 Dortmund
Telefon: (0231) 755-4583
"Europa InTakt" heißt die Veranstaltung des Lehrstuhls Musikerziehung und Musiktherapie in Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung und des Zentrums für Weiterbildung, die seit 2003 integrative Musikgruppen aus mehreren europäischen Ländern zusammenbringt. Während des offiziellen Kulturhauptstadtprojekts werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in diesem Jahr vom 6. bis 10. Oktober in international gemischten Gruppen musikalische Themen erarbeiten. Der parallele internationale Kongress beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Frage der Qualitätsdiskussion.
Bei Musik sind alle Menschen InTakt – dieser Grundüberzeugung widmet sich "Europa InTakt“. „Wer die Bedeutung der Musik im Leben von Menschen mit Behinderung erlebt hat, weiß um den Beitrag der Musik zur Förderung unterschiedlicher Kompetenzen, zur Integration und zur Verbesserung der Lebensqualität von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung,“ erklärt Prof. Irmgard Merkt den inklusiven Ansatz ihres Lehrstuhls.
In 16 Workshops treffen sich während der fünftägigen Veranstaltung Menschen mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Ländern Europas zu musikalischen und künstlerisch interdisziplinären Aktivitäten. Die Workshops verfolgen unterschiedliche musikalische und künstlerische Schwerpunkte. Workshops wie "Community Rhythm Circle“ oder "Steelpan“ regen zur unmittelbaren musikalisch-rhythmischen Aktion an. Die Körperlichkeit der Musik und des Musikerlebens betonen Angebote mit dem Schwerpunkt Bodypercussion ebenso wie der Tai Chi-Workshop. Die Inhalte der Themenworkshops bauen über fünf Arbeitsphasen aufeinander auf und führen jeweils zu einem abschließenden Ergebnis. Die Abschlusspräsentation aller Workshops findet am 9. Oktober um 17.30 Uhr im Dortmunder Rathaus statt.
Die Menschen in ihren Stärken zu zeigen, darum geht es während der Konzerte, die unerlässlicher Bestandteil des "Europa InTakt“-Programms sind. Im Audimax der TU Dortmund, auf der Mensa-Bühne, in der Propsteikirche, im Theater im Depot sowie im Dortmunder Rathaus zeigen integrative Musikgruppen, dass sich in der Kulturarbeit mit Menschen mit Behinderung mittlerweile eine große musikalische Vielfalt entwickelt hat. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.
Parallel zu den Konzerten und Workshops findet ein internationaler Kongress statt. Dort wird das Thema "Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben der Gesellschaft“ auf zwei Weisen reflektiert: Über Vorträge mit anschließender Diskussion und über die Präsentation von Projekten aus mehreren Ländern Europas. Die Vorträge befassen sich mit der Positionierung der Kulturarbeit von und mit Menschen mit Behinderung in den derzeitigen gesellschaftlichen Diskussionen. In mehreren parallelen Veranstaltungen werden außerdem künstlerische Projekte aus den Ländern Europas präsentiert. Neun bis zwölf Projekte werden auf diese Weise zum Gegenstand der Diskussion mit dem Ziel, die in den vergangenen Jahren entstandene Qualität deutlich zu machen und gleichzeitig der Qualitätsdiskussion neue Impulse zu geben.
Die Anmeldung zu den Workshops wie zum Kongress ist ab sofort online beim Zentrum für Weiterbildung (ZfW) der TU Dortmund möglich.