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Gregor Betz

Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie

Raum 2.431

Emil-Figge-Str. 50

44227 Dortmund

 

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Forschungsprojekt untersucht die Organisation der Kulturhauptstadt

Im Auge des Orkans untersuchen Prof. Ronald Hitzler und seine Mitarbeiter Dr. Gerd Möll, Dr. Arne Niederbacher und allen voran Gregor Betz vom Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie die Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010. Unter dem Titel "Management multipler Divergenzen", einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt, entwickeln die Wissenschaftler eine Begleitstudie zur Organisation und Koordination des Megaevents.

Die Vision der Kulturhauptstadt ist es vor allem, das Ruhrgebiet, dieses sich über 4000 Quadratkilometer erstreckende Konglomerat aus 53 Gemeinden, in denen über fünf Millionen Menschen leben, auf den Weg zu einer Metropole zu bringen. Gleichzeitig geht es aber auch darum, alles Mögliche in Bewegung zu setzen, möglichst Viele mitzureißen und Raum für Neues zu schaffen. Immer wieder treffen unterschiedliche Ansichten aufeinander. "In der Hektik des Vollzugs entwickelt sich die Großveranstaltung zum Orkan der Leidenschaften und Interessen", bringt es Gregor Betz auf den Punkt.

 

Die kulturelle Fähigkeit des Ruhrgebiets

Wie kann so ein Megaprojekt wie die Kulturhauptstadt trotzdem gelingen? Was vermag zu bewirken, was bewirkt werden soll? Wer ist im Stande zu leisten, was zu leisten ist? Das sind die Fragen, mit denen sich Ronald Hitzler und sein Team beschäftigen. Dabei steht die Organisation der Ruhr.2010 im Vordergrund ihrer Untersuchungen. Die Ruhr.2010 GmbH ist der Ort, an dem alles, was im Aufwind der Kulturhauptstadt in Bewegung ist, koordiniert wird. In dieser temporären Organisation wird versucht, die kulturelle Fähigkeit des Ruhrgebiets sichtbar und erlebbar zu machen.

 

Hitzlers "Mann in Essen“ ist Gregor Betz. Er übernimmt den Part des teilnehmenden Beobachters und ist vor Ort bei der Organisation. Wie selbstverständlich nimmt Betz an den Teamsitzungen und Geschäftsbesprechungen teil. Er hat sogar sein eigenes Büro und ist ganz normal in den Arbeitstalltag integriert. "Wir schauen den Mitarbeitern der Ruhr.2010 GmbH direkt über die Schulter und setzen uns, wenn möglich, sogar auf ihren Schoß, um nah an das heranzukommen, was sie tun,“ beschreibt Betz seine Vorgehensweise. "Wir registrieren, protokollieren, dokumentieren, analysieren, wie das getan wird, was wir etwas sperrig als 'Management multipler Divergenzen’ bezeichnen.“