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Prof. Dr. Jörg Rahnenführer

Fakultät Statistik

Mathematikgebäude

Raum 720

44221 Dortmund

Tel: (0231) 755-3121

 

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Still-Leben Ruhrschnellweg: Ergebnisse des Geschmackstests sind da

Markenimage, Verpackung, Preis und Kontext – es gibt viele Gründe, ein Lebensmittel einem anderen vorzuziehen. Doch welche Rolle spielt dabei der Geschmack? Das testete die Fakultät Statistik am 18. Juli 2010 auf der A 40. Über 300 Besucher des "Still-Leben Ruhrschnellweg" nahmen an dem Experiment teil und tranken an den Tischen der TU Dortmund verschiedene Sorten Cola bzw. aßen verschiedene Sorten Gummibärchen.

Ziel der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler war es herauszufinden, inwieweit Ottonormalverbraucher überhaupt noch in der Lage ist, Geschmacksunterschiede zwischen ähnlichen Lebensmitteln zu erkennen. Drei Gläser Cola bzw. drei Gummibärchen durfte jeder Proband probieren. Zwei der Gläser enthielten entweder die Coca Cola- oder die Pepsi-Version des Getränks, eines die jeweils andere. Diejenigen, die sich für die Gummibärchen entschieden, testeten zwei grüne (Geschmack Apfel) bzw. zwei rote (Geschmack Himbeere) Bärchen und eines der anderen Farbe. Selbst wussten die Versuchsteilnehmer natürlich nicht, welche Cola sich in welchem Glas befand oder welches Gummibärchen sie gerade gegessen hatten, schließlich mussten sie versuchen den Unterschied zu schmecken.

 

Erkennbare Geschmacksunterschiede

Bei der wissenschaftlichen Auswertung dieses sogenannten Dreieckstests kam nun heraus, dass sich beim Cola-Test von 192 Teilnehmern nur 91  richtig entschieden, das sind 47,4 Prozent. Beim Gummibärchentest sieht es etwas besser aus. Hier lagen immerhin 64 von 115 Teilnehmern richtig, was einem Prozentsatz von 55,7 entspricht. Obwohl also in beiden Fällen nur ungefähr die Hälfte der Teilnehmer die Geschmacksunterschiede richtig erkannten, zeigen die Ergebnisse, dass es erkennbare Geschmacksunterschiede gibt. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass oft geschmacksunabhängige Eigenschaften wie das Markenimage oder der Preis die Präferenz für bestimmte Nahrungsmittel mitbestimmen.