09. Juni 2010, 17 Uhr: Stadtkirche St. Reinoldi, Ostenhellweg, Dortmund
Prof. Dr. Barbara Welzel
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Raum 5.228
Emil-Figge-Straße 50
44227 Dortmund
Tel: (0231) 755-2955
Mit Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Warnke ehrt die TU Dortmund am Mittwoch (9. Juni) einen der bedeutendsten Kunsthistoriker in Deutschland. Um 17 Uhr beginnt der Festakt in der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi, der in der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch den Dekan der Fakultät für Kunst- und Sportwissenschaften, Prof. Günther Rötter, mündet. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kulturhauptstadtprojekte "Sommerakademie Ruhr.2010" und "LichtKunstRaum sanktreinoldi" statt.
Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Warnke wird die Ehrendoktorwürde in der Reinoldikirche verliehen.
Martin Warnke wurde am 12. Oktober 1937 in Brasilien geboren. Nach Abschluss des Studiums der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in München, Berlin und Madrid, promovierte er 1963 an der FU Berlin. Sieben Jahre später habilitierte er sich an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 1978 bis 2003 lehrte er an der Universität Hamburg. Auslandsaufenthalte führten ihn als Forschungsstipendiaten an das Getty Center for the History of Art and Humanities nach Kalifornien und an das Collegium Budapest. Warnke hat insbesondere seit 1970 das Fach Kunstgeschichte maßgeblich geprägt. Immer hat er Wissenschaft als "Beunruhigung“, als aufklärerisches Korrektiv scheinbar selbstverständlicher Denkmuster, verstanden. Immer hat er das Potential der Kunst zu "Beunruhigung“ in seinen Analysen freilegen wollen.
Im Rahmen der Verleihung der Ehrendoktorwürde wird Warnke einen Festvortrag zum Thema "Der 'Fall César’ an der Reinoldigemeinde 1906“ halten. Durch den Abend führt Barbara Welzel, Professorin am Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft.
Im Anschluss an die Veranstaltung ist um 19 Uhr der Besuch der Ausstellung "LichtKunstRaum sanktreinoldi“ vorgesehen. Vom 14. Mai bis 3. Juli ist die Reinoldikirche Schauplatz und Gegenstand von Angela Bullochs, Andreas Öldorps und Jun Yangs lichtkünstlerischen Interventionen. Um 20 Uhr finden außerdem ein Künstlergespräch mit Andreas Öldorp und ein Konzert in der Licht-Klang-Installation "as slowly as possible“ statt. In dem eigens für die Installation erarbeiteten Konzert nehmen die Kontrabassisten Paul Næs und Christoph Meier ihre Zuhörer mit auf eine improvisierende Wanderschaft durch den Kosmos der "Singenden Flammen“.