20. Mai 2010, 18.30 Uhr im Dortmunder Kunstverein, Hansastraße 2-4, Dortmund
Prof. Jan Kolata
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Raum 5.224/4.106/4.107
Emil-Figge-Straße 50
44227 Dortmund
Tel: (0231) 755-4183/2950
Der Amsterdamer Theo de Feyter ist Künstler, Nahostspezialist und ausgebildeter Archäologe. Erst kürzlich ist ein umfangreiches Buch von ihm über Syrien erschienen. Im Rahmen der "Zwischenlandung 14" am Donnerstag (20. Mai) stellt er ab 18.30 Uhr im Dortmunder Kunstverein einige seiner Malerprojekte vor, in denen er sich mit der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit auseinandersetzt, einen temporalen Verlauf in Bildern festzuhalten. Eingeladen sind alle Kunstinteressierten, vor allem richtet sich die Veranstaltung an Kunststudierende der TU Dortmund. Der Eintritt ist frei.
In der fortlaufenden Bilderserie "Mein Ausblick um 17.00 Uhr“ malt Theo de Feyter tagein, tagaus, was sich ihm beim Blick aus seinem Atelierfenster bietet. Alle Parameter sind soweit wie möglich festgelegt: Zeitpunkt, räumliche Position, Format und Technik. An Motiven wird registriert, was der Zufall bietet. Wenn man die Bilder in der Reihung zeigt, wird Temporalität als jahreszeitliches Phänomen sichtbar. Die Bilder des niederländischen Künstlers sind um topographische Sachlichkeit bemüht. Sie entstehen vor dem Motiv und fordern in dieser Entstehungsweise auch immer wieder Kommentare von Passanten und Zuschauern heraus. In Zusammenhang mit den Präsentationen der Kunstwerke erscheinen diese als schriftliche Notate. Im Zentrum von de Feyters Arbeit steht die Frage, was es wert ist festgehalten zu werden. Es geht um das alte Thema des "Pittoresken“, um das Sublime und das Banale in der Malerei.
Bereits seit anderthalb Jahren findet die Vortragsreihe "Zwischenlandung“ im Semester donnerstags um 18.30 Uhr statt. Angefangen hat alles im Museum am Ostwall, doch seit seiner Schließung wechselten die Künstlervorträge in den Dortmunder Kunstverein. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Kontakt zwischen Künstlern und Studierenden herzustellen. Im Dialog mit den Kreativen erfahren die Studentinnen und Studenten so mehr über Herangehensweisen und Techniken.