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Termin

26. bis 30. Juli 2010 an der Tallinn University, Estland

Kontakt

Birgit Kirsimägi

Koordinatorin der Tallinn Summer School

Tel: (00372) 6199599

 

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Tallinn Summer School: Kurse zum Thema “World Philosophy”

Master- und Promotionsstudierenden der Philosophie und Asien-Studien bietet sich vom 26. bis 30. Juli die einmalige Gelegenheit im Rahmen der Tallinn Summer School Kurse zum Thema "World Philosphy" zu belegen. Zusammen mit führenden Wissenschaftlern nicht-europäischer philosophischer Disziplinen und Kommilitonen diskutieren sie während der fünftägigen Veranstaltung in der estnischen Hauptstadt die konzeptuellen Stilarten nicht-westlicher philosophischer Traditionen. Ziel der Kurse ist es, den Teilnehmern ein vielseitigeres Verständnis der eigenen Gedanken zu vermitteln und diese in einen breitgefächerteren Kontext einzuordnen.

World-Philosophy1 Die Natur der Dinge zu untersuchen und philosophische Fragen zu stellen ist etwas, das in jeder Kultur getan wird. Aber nur einige wenige Kulturräume haben es auch geschafft, die Philosophie in eine systematische Disziplin umzuwandeln. In unserer globalisierten Welt beanspruchen die westlichen Traditionen, Philosophie im wahrsten Sinne des Wortes zu sein. Westliche Philosophie wird in japanischen, chinesischen und indischen Universitäten neben einheimischen Gedanken gelehrt. Im Umkehrschluss gilt das Gleiche jedoch nicht für westliche Hochschulen: Die konzeptuellen Sprachen und Problematiken nicht-europäischer Philosophie sind kein Bestandteil des Studiums der Disziplin. Es gibt nur wenige philosophische Fakultäten in der westlichen Welt, in denen die islamische, indische, chinesische und japanische Philosophie als so relevante Bestandteile des Studiums in die Lehrpläne integriert werden wie die Gedanken der griechischen Antike und des europäischen Mittelalters. Dabei bringt das Studium der Weltphilosophie durchaus praktische Konsequenzen mit sich: der Konfuzianismus hilft uns, die treibenden Kräfte hinter Chinas rasanter Entwicklung zu verstehen; die islamische Philosophie macht es uns einfacher, eine fundiertere Position für den interkulturellen Dialog zu entwickeln.

 

International, renommierte Wissenschaftler

Die Kurse zum Thema "World Philosophy“ bestehen aus einer Reihe von Vorlesungen, Seminaren und studentischen Workshops, die von international renommierten Wissenschaftlern verschiedener nicht-westlicher philosophischer Disziplinen geleitet werden. Zu ihnen gehören: Henry Rosemont Jr. von der Brown University in den USA, Carine Defoort von der University of Leuven in Belgien, Jonardon Ganeri von der University of Sussex in England, Janis Ešots von der University of Latvia und Rein Raud von der Tallinn University.

Unterrichtssprache ist Englisch. Von den Studierenden wird erwartet, die Literatur vor Beginn der Kurse durchzuarbeiten. Studenden, die die vollen fünf Kreditpunkte erhalten wollen, müssen zusätzlich bis zum 15. September eine 2.500 Wörter umfassende Hausarbeit einreichen. Die Gebühren für die Teilnahme an den Veranstaltungen betragen 220 Euro. Zusätzlich müssen die Teilnehmer die Kosten für Unterkunft, An- und Abreise sowie Lebensunterhaltskosten selbst aufbringen.