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Termin

05. bis 07. Mai 2010, Rudolf-Chaudoire-Pavillon, TU Dortmund

Kontakt

Wiebke Bartsch

Institut für Kunst und Materielle Kultur, TU Dortmund

Raum 4.214

Emil-Figge-Straße 50

44227 Dortmund

Tel: (0231) 755 – 2951

 

Dr. Daniel Devoucoux

Tel: (0231) 755-2974

Link

 

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Die Stoffe, aus denen Helden sind: Ausstellungseröffnung am 5. Mai

Was wäre Harry Potter ohne seine Brille, Indiana Jones ohne seinen Hut oder Lara Croft alias Angelina Jolie ohne ihre erotisch-eng anliegenden Kleider? Eine Ausstellung von Studierenden des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen (Institut für Kunst und Materielle Kultur) geht diesem Zusammenhang zwischen Heldenbildern und ihrer kostümlichen Ausstattung im Frühjahr 2010 nach. In der Kombination von originalen Filmkostümen, Accessoires, Plakaten, Fotografien und Requisiten analysieren und illustrieren die Studierenden die jeweils zeittypischen Vorstellungen von Heldinnen und Helden.

Helden werden im Film durch ein ausgesprochen stylisiertes Spektrum extremer modischer Körperbilder erfunden: So kommen Helden in Unterhosen (Tarzan, Conan) oder "Badehosen" (Barbarella) vor, erscheinen im Golfanzug (M.A.S.H.), in T-Shirt (A Streetcar Named Desire), in Uniformen (Soldat Ryan), in Latex (Matrix) oder in der arabischen Djellabah (Lawrence von Arabien). Mit der zeitlich späten Erfindung der Heldin im Film – inzwischen hat sie jedoch fast alle Heldenaccessoires erobert – kommt die explosive Geschlechterdynamik des Themas zur Sprache. Die zumeist intermediale Herkunft der Helden – sie entstammen der Literatur, der alten Welt der Mythologie, der Malerei, des Theaters, den Comics – wird in der Ausstellung sowohl  kulturgeschichtlich wie künstlerisch beleuchtet. Darüber hinaus setzen sich die Studierenden durch eigene gestalterische Entwürfe mit der Idee des Helden auseinander.

 

Eröffnet wird die Ausstellung am 5. Mai um 18 Uhr im Rudolf-Chaudoire-Pavillon. An den beiden darauffolgenden Tagen ist sie jeweils von 12 bis 18 Uhr für Besucher zugänglich.