Improvisationstheater: 06. Februar 2010, 18 Uhr
Podiumsdiskussion: 07. Februar 2010, 11 Uhr
beides Frida-Levy-Gesamtschule (Aula), Varnhorststraße 2, 45127 Essen
Magdalena Schaeffer
Pressesprecherin
Kulturwissenschaftliches Institut
Goethestraße 31
45128 Essen
Tel: (0201) 7204-152
Können wir von Jugendlichen des Ruhrgebiets interkulturelles Verstehen lernen? Eine Antwort darauf erhalten Zuschauer am 06. Februar in der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen. Dann zeigen Schülerinnen und Schüler des Ruhrgebiets mit Mitteln des Improvisationstheaters, wie Gesellschaften mit kultureller Verschiedenheit umgehen können. Am nächsten Tag (07. Februar) reflektieren Wissenschaftler, Künstler und Schüler dann im Rahmen einer Podiumsdiskussion, wie Improvisation als Methode in Kunst und Wissenschaft eingesetzt werden kann. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.
"SCHÜLER VERSTEHEN. Improvisationen über Interkultur“ ist ein wissenschaftlich-künstlerisches Projekt, das Schüler als Experten für Interkultur ernst nimmt. Drei Ruhrgebietsschulen nehmen daran teil: Das Ricarda-Huch-Gymnasium (Gelsenkirchen), die Ludgerus-Hauptschule (Duisburg) und die Frida-Levy-Gesamtschule (Essen). Die in diesen Schulen praktisch gelebte Interkulturalität wird im Improvisationstheater spielerisch zur Schau gestellt. Unterstützt von Künstlern, die durch die Yehudi Menuhin Stiftung vermittelt wurden, bringen Jugendliche hier ihr Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen des Zusammenlebens von Menschen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft in künstlerischer Form zum Ausdruck.
Und auch während der Podiumsdiskussionen werden die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen erhört. Neben der Schauspielerin Günfer Cölgecen, dem Soziologen Ronald Kurt, der Pädagogin Käte Meyer-Drawe und dem Musiker Matthias Muche dürfen sie mit diskutieren und von Erfahrungen im Zusammenhang mit Interkultur berichten. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von dem Philosophen Alfred Hirsch. Für die musikalische Untermalung sorgen Sahbi Amara und Jens Pollheide.
Die wissenschaftliche Grundlage des Workshops bildet das Forschungsprojekt "Interkulturelles Verstehen in Schulen des Ruhrgebiets“. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und unter der Leitung von Prof. Ronald Kurt und Privatdozent Dr. Alfred Hirsch am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) durchgeführt.