13. Januar 2010, ab 8 Uhr, Foyer der Emil-Figge-Straße 50, Campus-Nord, TU Dortmund
M.A. Alexander Gurdon
Institut für Musik und Musikwissenschaft
Raum 5.206
Emil-Figge-Straße 50
44227 Dortmund
Tel: (0231) 755-4112
Eric Saties "Vexations" sind Scherz und Schmerz zugleich. Ganze 840 Mal verlangt er vom Aufführenden das Spiel einer kurzen Notenzeile samt einer von zwei möglichen Variationen – ein Konzertprojekt, das 14 Stunden non-stop Musik beinhaltet. An die 30 Studierende und Lehrende des Instituts für Musik und Musikwissenschaft wagen sich am 13. Januar 2010 an Saties "Quälereien“, so die deutsche Übersetzung des Titels. Ab 8 Uhr morgens wechseln sie sich immer wieder im Foyer der Emil-Figge-Straße 50 ab und läuten so das Kulturhauptstadtjahr der Ruhr.2010 an der TU Dortmund ein.
In einer Ecke des Foyers wird ein Flügel stehen – nicht zu sehr im Vordergrund, denn das Stück soll ganz bewusst Teil des normalen Tagesablaufs werden. "Musique d’ameublement“, Möbelmusik, die zum Raum wie eine klingende Tapete gehört, so stellte sich Satie eine Inszenierung seiner "Vexations“ vor. Eine nicht so leichte Aufgabe, handelt es sich doch um ein immens anspruchsvolles Kunstwerk – 840 Wiederholungen sind in identischem Tempo, ohne jegliche Unterbrechung und im gleichen Gestus aufzuführen. Im Hintergrund werden die einzelnen Durchläufe genau dokumentiert, so dass für den Zuhörer zu jeder Zeit ersichtlich ist, in der wievielten Wiederholung sich das Stück befindet. Prof. Michael Stegemann gibt alle zwei Stunden zur jeweils vollen Stunde eine kurze Werkeinführung.
Das Projekt soll in Kooperation mit dem Institut für Journalistik per Livestream im Internet übertragen werden. Außerdem ist ein Beitrag für das Internet-Videoportal "YouTube“ geplant.