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Digitale Prüfungen

Umstellung auf digitale Prüfungen

Ja, die Co­ro­na-Epidemie-Hoch­schul­ver­ord­nung des Landes NRW erlaubt den Hoch­schu­len ausdrücklich, auf Beschluss des jeweiligen Prüfungsausschusses Online-Prüfungen durch­zu­führen (§6). So wer­den mündliche digitale Prüfungen an der TU Dort­mund bereits seit dem Som­mer­se­mes­ter 2020 er­folg­reich praktiziert. Aufgrund der geltenden Co­ro­na-Schutz­maß­nah­men sollen digitale Klausuren im Win­ter­se­mes­ter 2020/21 bevorzugt durch­ge­führt wer­den. Auf der Lernplattform Moodle finden Lehrende dafür seit Mitte Januar ein stetig wachsendes Angebot an Hilfe­stellungen.

Ja. Auf Basis der Co­ro­na-Epidemie-Hoch­schul­ver­ord­nung des Landes NRW hat die TU Dort­mund  im Som­mer­se­mes­ter 2020 die Co­ro­na-Ordnung für den Studien- und Prü­fungs­be­trieb be­schlos­sen. Diese ermöglicht den Wechsel der Prüfungsform, wenn eine Prüfung aufgrund der Co­ro­na-Schutz­maß­nah­men nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen in der ursprünglich vorgesehenen Form durch­ge­führt wer­den kann. Der Prü­fungs­aus­schuss muss dies beschließen. Je nach Fach und Prüfungsstoff sind anstelle von Klausuren etwa mündliche Prüfungen, Haus­auf­gaben oder Hausarbeiten mög­lich. Wird die Prüfungsform geändert, so gilt dies einheitlich für alle teil­neh­men­den Stu­die­ren­den. Unbenommen davon sind Härtefälle oder der Nach­teils­aus­gleich für beeinträchtigte Stu­die­ren­de. An- und Abmeldefristen kön­nen sich mit der jeweils neuen Prüfungsform ändern.

Bis zum 7. März dürfen Präsenzprüfungen gemäß der All­ge­mein­ver­fü­gung des Landes nur in besonderen Ausnahmefällen vor Ort erfolgen. Ob diese Regelung darüber hinaus ver­längert wird, ist derzeit unklar. Um zu vermeiden, dass Prüfungen auf unbestimmte Zeit ver­schoben wer­den müssen, sollen bevorzugt digitale Prüfungen geplant und durch­ge­führt wer­den. Wie dies umgesetzt wird, liegt im Ermessen der Fa­kul­tä­ten. Sind Präsenzprüfungen zum aktuellen Zeitpunkt unumgänglich, müssen die entsprechenden Gründe hierfür do­ku­men­tiert wer­den.

Nein: Die Prüfungsform, die durch den Prü­fungs­aus­schuss festgelegt wurde, gilt. Es kön­nen aber Ausnahmen ge­macht wer­den. Wenn Stu­die­ren­de nachweislich nicht an der di­gi­ta­len Prüfung teilnehmen kön­nen (z.B. wegen fehlender technischer Aus­stat­tung, siehe unten), kann die Lehrperson eine Alternative festlegen.

Nein, für spätere Versuche muss die Entscheidung neu vom Prü­fungs­aus­schuss getroffen und begründet wer­den.

Im Prüfungsrecht ist für die Informationspflicht keine konkrete Frist genannt. Es wird empfohlen, dass Stu­die­ren­de, wenn dies organisatorisch mög­lich ist, spätestens 14 Tage vor der Prüfung informiert wer­den, wo und wie sie stattfindet oder ob sie ggf. ver­schoben wird.

Grundsätzlich ja. An den bestehenden Klausurterminen soll festgehalten wer­den, damit die Stu­die­ren­den Planungssicherheit haben und sich die Prüfungsdichte nicht erhöht. Durch Einhaltung der Prüfungstermine wird zudem eine Überlastung der IT-Systeme vermieden. Sollten Verschiebungen aufgrund einer kurzfristigen Änderung der Rechtslage er­for­der­lich sein, so wer­den die neuen Termine bestmöglich in den Klausurplan integriert und rechtzeitig kommuniziert.

Durchführung digitaler Prüfungen

Im Service­Portal stehen eine ausführliche Checkliste sowie ein Schaubild mit allgemeinen Hinweisen zu Online-Klausuren zur Ver­fü­gung.

Prüferinnen und Prüfer kön­nen anstelle einer schriftlichen Klausur in Präsenz ver­schie­de­ne digitale Alternativen wählen. Möglich sind bei­spiels­weise Klausuren in Moodle oder Open-Book-Klausuren zum Download und Upload innerhalb einer festgelegten zeitlichen Frist. Bei Open-Book-Klausuren ist die Aufgabenstellung so konzipiert, dass nicht nachschlagbares Wissen, sondern ein höheres Maß an Ver­ständ­nis im Mit­tel­punkt steht, weshalb Hilfsmittel erlaubt sind.

Möglich ist aber auch eine Hausaufgabe (Take Home Exam), bei der die Stu­die­ren­den innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine Aus­ar­bei­tung zu einer komplexeren Problemstellung schreiben, oder der Wechsel zu münd­lichen Prüfungen. Prüfungen, die bisher schon mit EvaExam Online erfolgen, kön­nen auch weiterhin damit durch­ge­führt wer­den.

Ja: Die Lehrperson darf und muss überprüfen, ob die oder der Stu­die­ren­de tatsächlich die Person ist, die zur Teilnahme an der Prüfung durch Anmeldung berechtigt ist. In beaufsichtigten Prüfungen kann das z.B. über die Videokonferenz erfolgen.

Die Lehrperson darf von den Stu­die­ren­den verlangen, ein Ausweisdokument (UniCard, Personalausweis oder anderer amtlicher Lichtbildausweis) in die Kamera zu halten.  Bei Prüfungen mit mehreren Teil­neh­men­den, z.B. di­gi­ta­len Klausuren oder anderen Gruppenprüfungen, muss bei der Identitätsfeststellung darauf geachtet wer­den, dass sie einzeln in ei­nem geschützten Bereich der Videokonferenz erfolgt, bei­spiels­weise in ei­nem Breakout-Room. So wird vermieden, dass die übrigen Teil­neh­men­den persönliche Daten aus Dokumenten wie dem Personalausweis sehen kön­nen. Ebenso bleibt so ein erweiterter Einblick in die privaten Räum­lich­kei­ten geschützt, wenn – wie etwa bei münd­lichen Prüfungen üblich – eingangs auch der gesamte Raum einmal per Webcam gezeigt wer­den soll. Auf dem Ausweisdokument dürfen alle Angaben abgeklebt wer­den außer Vor- und Nachname sowie das Foto. Die Identitätsfeststellung kann aus zeitlichen Gründen auch parallel durch mehrere Aufsichtspersonen in mehreren Breakout-Räumen erfolgen.

Die Lehrenden kön­nen auch beschließen, dass die Identitätsprüfung über die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung erfolgt, in der die Stu­die­ren­den versichern, dass sie rechtmäßig an der Prüfung teilnehmen, sie eigenständig bearbeiten und prüfungsfähig sind.

Ja, das ist rechtlich zulässig und datenschutzseitig statthaft. Die Lehrperson darf Stu­die­ren­de per Video beaufsichtigen und sich vor der Prüfung auch einmal ihren Raum zeigen lassen. Die Beobachtung ist nur aus einer Perspektive (also nicht mehr als einer Kamera) zulässig. Über die Breakout-Funktion in Zoom kann auch die Identitätsfeststellung erfolgen. Eine Aufzeichnung während der Klausur oder die Nutzung KI-gestützter Software zur Videoüberwachung ist dagegen datenschutzrechtlich nicht erlaubt und durch die verfügbaren Systeme technisch auch nicht mög­lich. Es erfolgt auch keine Beobachtung der Bildschirme. Für Lehrende gibt es in ei­nem Moodle-Raum Hinweise und Tipps zur Organisation und Durchführung von di­gi­ta­len Klausuren.

Ja, Stu­die­ren­de dürfen zum Schutz der Privatsphäre auf eigenen Wunsch die Hintergrund-Funktion z.B. bei Zoom verwenden. Bei Verdacht auf Täuschung kön­nen die Prüferinnen und Prüfer eine Klärung in einer Breakout-Session einfordern, bei der das Hintergrundbild kurz ausgeblendet wird.

Digitale Prüfungen kön­nen über die bestehenden Systeme Moodle, Zoom und Webex erfolgen. Auch Sciebo und UniMail kön­nen eingesetzt wer­den. Bereits geschulte Lehrkräfte kön­nen zudem Eva Exam Online nut­zen. Kurzfristige Neuanschaffungen sind nicht geplant.

Viele Aufgaben kön­nen digital bearbeitet und im Anschluss hochgeladen wer­den. Für die Bearbeitung oder Di­gi­ta­li­sie­rung kann die Installation bestimmter Programme (z.B. Scan-Apps oder PDF-Annotationssoftware) er­for­der­lich sein. Abgabeformate/Dateiformate müssen rechtzeitig geklärt sein. Aufgaben, die auf Papier bearbeitet wer­den, kön­nen mit dem Handy abfotografiert und hochgeladen wer­den. Lehrende kön­nen den Prüflingen zusätzlich alternative Mög­lich­keiten zur Abgabe ihrer Er­geb­nisse an­bie­ten, bei­spiels­weise per E-Mail. So kann auch eine rechtzeitige Abgabe der Er­geb­nisse sichergestellt wer­den, falls bei­spiels­weise technische Probleme bei Moodle auf­tre­ten sollten.

Stu­die­ren­de sind – wie bei analogen Prüfungen – dafür verantwortlich, dass ih­re Lö­sun­gen für die Prüferin oder den Prüfer leserlich ist. Das gilt auch für die Leserlichkeit von Scans.

Lehrende dürfen nicht verlangen, dass Stu­die­ren­de sich eine zusätzliche Aus­stat­tung für die Prüfung beschaffen. Es besteht zwar kein genereller Anspruch auf einen Prüfungsplatz auf dem Campus oder auf eine alternative Prüfungsform, sollte ein Prüfling aber nicht über die erforderliche Aus­stat­tung verfügen, darf der oder die Prüfende im Einzelfall eine Ermessensentscheidung treffen und einen Raum zur Ver­fü­gung stellen. Der Anspruch auf Nach­teils­aus­gleich für beeinträchtigte Stu­die­ren­de bleibt unberührt. Allgemeine In­for­ma­ti­onen zum Nach­teils­aus­gleich finden Sie auf der Homepage des DoBuS.

Wenn nachweislich unverschuldet Probleme technischer Art eintreten, kann der zuständige Prü­fungs­aus­schuss den Sachverhalt prüfen und bei­spiels­weise einen Wiederholungsversuch gewähren. Stu­die­ren­de sollten auftretende Störungen dokumentieren, zum Beispiel per Screenshot. Lehrende kön­nen den Prüflingen zusätzlich alternative Mög­lich­keiten zur Abgabe ihrer Er­geb­nisse an­bie­ten, bei­spiels­weise per E-Mail.

Stu­die­ren­de, die an einer di­gi­ta­len Prüfung teilnehmen, müssen eine Eigenständigkeitserklärung abgeben. Dafür wird im Moodle-Raum für Prüferinnen und Prüfer ein Textbaustein vom Prüfungsamt bereitgestellt.

Wie in der analogen Prüfung dürfen Täuschungsversuche im Verdachtsfall kontrolliert wer­den. Es ist also mög­lich, dass Lehrende Stu­die­ren­de während der Prüfung in einen Breakout-Room bitten, um dort eine Kon­trol­le durch­zu­führen.

Ja, Lehrende dürfen Toilettengänge während der Prüfung nicht untersagen. Wie auch bei Prüfungen vor Ort dürfen die Lehr­per­so­nen solche Prüfungsunterbrechungen aber dokumentieren.

Ja, auch bei der kurzfristigen Umstellung von schriftlichen Klausuren in Präsenzform auf digitale Formate müssen chancengleiche Prüfungsbedingungen für Stu­die­ren­de mit Be­ein­träch­ti­gungen gewährleistet bleiben. Weitere In­for­ma­ti­onen zum Nach­teils­aus­gleich bei di­gi­ta­len Klausuren finden Sie auf der DoBuS-Website.

Sonstiges

Die Prüfungshoheit liegt in den Fa­kul­tä­ten. Deshalb sind die Prüfungsausschüsse in der TU-Co­ro­na-Ordnung als Entscheidungsinstanz benannt. Sie müssen den Wechsel der Prüfungsform (z.B. von Präsenz- zu digitaler Prüfung) freigeben, und sie ent­schei­den auch über Einsprüche.

Für Dozentinnen und Dozenten wird derzeit ein Moodle-Raum mit In­for­ma­ti­onen und Handreichungen für den Umstieg auf digitale Prüfungen aufgebaut. Der Bereich Hoch­schul­didak­tik im zhb kann Fragen zur Gestaltung von Open-Book-Klausuren beantworten. Im Service­Portal ist ein Leit­fa­den für Videoprüfungen verfügbar.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.