Gruß zum Jahreswechsel
Liebe Mitglieder der TU Dortmund,
es geht ein Jahr zu Ende, in dem die Gewalt weltweit nicht abgenommen, sondern zugenommen hat. Viele sind erschüttert von den Konflikten und Kriegen, die 2023 eskaliert sind. Umso dankbarer sind wir dafür, dass es auf unserem Campus ein friedliches und respektvolles Miteinander von Menschen aus rund 130 Nationen gibt. Ich bin davon überzeugt, dass gemeinsames Lernen, Forschen und Arbeiten einen Beitrag zur internationalen Völkerverständigung leisten.
Zum aktuellen Wintersemester sind an der TU Dortmund so viele Studierende internationaler Herkunft eingeschrieben wie nie zuvor. Um genau zu sein sind es 5.347. Damit hat jede*r Sechste einen ausländischen Pass. Durch den Ausbau unserer englischsprachigen Masterstudiengänge könnte die Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen.
Auf unserem Sommerfest ist die internationale Vielfalt jährlich erlebbar, wenn Studierende aus verschiedenen Ländern auf der Mensabrücke ihre kulinarischen Spezialitäten anbieten. In diesem Jahr haben zudem acht Gruppen aus dem Hochschulsport eine große Benefizveranstaltung für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien organisiert, bei der über 3.500 Euro Spenden an UNICEF gesammelt wurden. Hier war spürbar, wie sehr diese Katastrophe die Gemeinschaft auf dem Campus bewegt hat.
Die Universität hat auch in diesem Jahr wieder Wissenschaftler*innen aufgenommen, die vor Krieg oder Unterdrückung in ihren Heimatländern geflohen sind. Manche konnten bereits erfolgreich Drittmittel einwerben, um ihre eigene Stelle zu finanzieren, und haben damit eine wissenschaftliche Perspektive erhalten. Für eine Zwischenfinanzierung hat der Verein Bildungsengel unseres Altrektors Prof. Detlef Müller-Böling in diesem Jahr mehrere Stipendien vergeben.
Besonders schockiert hat uns in diesem Jahr der brutale Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Die daraus folgende Gewalteskalation hat schreckliches Leid über alle Menschen in der Region gebracht. Der Nahostkonflikt strahlt inzwischen auch auf Hochschulen weltweit aus. Mir war es deshalb ein großes Anliegen, bei unserer Akademischen Jahresfeier Mitte Dezember klar zu sagen: Anfeindungen haben auf unserem Campus keinen Platz. Insbesondere dulden wir keine Form von Antisemitismus.
Es gilt, Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder körperlicher wie geistiger Beeinträchtigung entschieden entgegenzutreten. Dafür haben wir in diesem Jahr auch eine zentrale Beratungsstelle zum Schutz vor Diskriminierung und vor sexualisierter Gewalt, kurz „SchuDS“ aufgebaut. Seit Herbst sind hier zwei Kolleginnen ansprechbar. Im Rektorat haben wir das Thema Diversität durch eine neue Prorektorin gestärkt: Prof. Petra Wiederkehr ist seit Juni im Amt und hat den Aktionsplan „Eine Hochschule für alle“ aufgegriffen. Wie vielfältig die TU Dortmund ist, hat nicht nur der „Diversity Monat Mai“ in diesem Jahr gezeigt, sondern auch das Video „Ich bin TU“, in dem ganz verschiedene Mitglieder erzählen, wie sie das Miteinander und den Respekt an unserer Universität erleben. Wenn Sie es noch nicht gesehen haben, schauen Sie gern rein: youtu.be/PglsUbLzDuM
Ich wünsche allen Mitgliedern der TU Dortmund friedvolle Weihnachtstage und alles Gute für das neue Jahr. Die vergangenen Krisenjahre haben gezeigt, wie stark der Zusammenhalt auf unserem Campus sein kann – das stimmt mich optimistisch für die Zukunft.
Ihr
Manfred Bayer Rektor
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Greetings at the turn of the year
Dear Members of TU Dortmund University:
A year is coming to an end in which violence worldwide has not decreased, but increased. Many are shocked by the conflicts and wars that escalated in 2023. We are all the more grateful for the peaceful and respectful relationships between people from about 130 nations on our campus. I am convinced that learning, doing research, and working together help to promote international understanding.
In the current winter semester, more students of international origin are enrolled at TU Dortmund University than ever before. To be precise, there are 5,347, which means that one in six students has a foreign passport. With the expansion of our English-language Master’s degree courses, this number could rise further in the coming years.
International diversity can be experienced every year at our summer festival, when students from different countries offer their culinary specialties on the Mensa Bridge. This year, eight university sports groups also organized a large charity event for the earthquake victims in Turkey and Syria, which raised donations of over 3,500 euros for UNICEF. It was tangible how strongly this catastrophe has moved the community on campus.
This year, the university has once again taken on academics who have fled war or oppression in their home countries. Some have already been able to successfully raise third-party funding to finance their own position and have gained an academic perspective. To provide interim financing, the association Bildungsengel e.V. of our former president Prof. Detlef Müller-Böling has awarded several scholarships.
We were particularly shocked this year by Hamas’ brutal attack on Israel on 7 October. The resulting escalation of violence has brought terrible suffering to all people in the region. The Middle East conflict is already having an impact on universities around the world. It was therefore very important to me to make it clear at our Academic Anniversary Celebration in mid-December that hostility has no place on our campus. In particular, we do not tolerate any form of anti-Semitism.
Discrimination based on origin, religion, gender, sexual orientation, or physical or mental impairment must be resolutely opposed. To this end, we also set up an advice centre for protection against discrimination and sexualized violence, or “SchuDS” for short. Two colleagues started working here in the fall. In the Rectorate, we have strengthened the topic diversity with a new Vice President: Prof. Petra Wiederkehr has been in office since June and has taken up the “One University for All” action plan. The many facets of TU Dortmund University were highlighted not only by this year's Diversity Month in May, but also by the video “I am TU”, in which very different members talk about how they experience team spirit and respect at our university. If you haven’t seen it yet, feel free to take a look: youtu.be/PglsUbLzDuM
I wish all members of TU Dortmund University a peaceful Christmas break and all the best for the New Year. The past years of crisis have shown how strong the community spirit on our campus can be – that is what makes me optimistic for the future.
Yours,
Manfred Bayer, President
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