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50 Jahre – 50 Köpfe: Klaus Steenweg, der Campusfest-Macher

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Portrait Klaus Steenweg © privat
Klaus Steenweg war in den 1990er-Jahren Referent des Rektors. In dieser Zeit erlebte er, wie die Uni­ver­si­tät ihre internationale Vernetzung ausbaute.

Klaus Steenweg ist ein ausgewiesener Uni-Kenner: Er studierte an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund Jour­na­lis­tik, war von 1990 bis 1995 Referent des Rektors und in dieser Zeit für ein halbes Jahr zusätzlich Interims-Leiter des Akademischen Auslandsamts. Damals legte er die Basis dafür, dass der Campus bis heute einmal im Jahr zum Party-Gelände wird. Gemeinsam mit dem damaligen Pressesprecher Dr. Kurt Jauslin wurde der Plan konzipiert – für ein Campusfest, den Vorgänger des jetzigen Sommerfestes.

Herr Steenweg, was gab es 1991 Großes zu feiern, dass es zum ersten Campusfest gekommen ist?

Der damalige Rektor Detlef Müller-Böling wollte die Uni­ver­si­tät bekannter, vertrauter machen, die verspürte Unnahbarkeit vom Campus zur Stadt weiter auflösen. Die Dort­mun­der sollten zur Uni kommen. Die Idee, den Tag der offenen Tür mit einer großen Open-Air-Party zu verbinden, fand der Rektor perfekt. Die Organisation war eine riesige Herausforderung, weil wir nicht wussten, ob die Fachbereiche mitspielen und wir wegen der damaligen kameralistischen Buchführung der Uni­ver­si­tät überhaupt kein Geld hatten. Trotzdem waren schon die Verträge für das Campusfest unterzeichnet. Viel Skepsis war zu spüren. Die fünfstellige Finanzierung stand dann mit Sponsorenhilfe erst drei Tage vor der Veranstaltung. Heraus kam ein abwechslungsreiches Pro­gramm: Vormittags präsentierten sich die Fakultäten, anschließend öffneten internationale Stu­die­ren­de ihre Stände auf der Mensa-Brücke und abends trat „Rocktheater N8chtschicht“ vor 15.000 Besucherinnen und Besuchern am Martin-Schmeißer-Platz auf. Es war so laut, dass um Mitternacht die Polizei anrückte. Anschließend wurde das Fest ein Selbstläufer, sogar das Studentenwerk machte aus seiner Ab- eine Zuneigung.
 

Sie haben während Ihrer Zeit an der Uni­ver­si­tät ja nicht nur Feste organisiert, sondern Sie waren Mitglied des Rektoratsteams. Was hat die Arbeit des damaligen Rektorats aus­ge­zeich­net?

Da fallen mir sofort die vier Stichworte „Di­gi­ta­li­sie­rung“, würde man heute sagen, und Einigkeit sowie verstärkte Regionalisierung und gleichzeitige Internationalisierung ein. Dort­mund hatte damals das erste bundesweit vernetze Rektorat. Per E-Mail erzielten alle Mitglieder sehr schnell eine einheitliche Meinungsbildung. So traten Rektor, Prorektoren und Kanzler immer einig nach außen auf. Das war neu für viele. Zuvor wollte mir der Personalrat sogar verbieten, mit meinem eigenen Atari-PC in der Uni zu arbeiten (lacht). Es gab 1990 nämlich noch keinen dienstlichen PC für Verwaltungsmitarbeiter. Neben dem regionalen Fokus, zum Beispiel beim TechnologieZentrum und beim Technologiepark, setzte sich das Rektorat zudem für die internationale Vernetzung ein. Verstärkt wurden Partnerunis weltweit besucht und wei­tere Abkommen mit Hochschulen geschlossen. Das Motto zum 25-jährigen Uni-Jubiläum hieß folgerichtig „Von der regionalen zur inter­natio­nalen Ver­ant­wor­tung“.
 

Als Vorstandsmitglied der Martin-Schmeißer-Stiftung haben Sie heute die Entwicklung der TU Dort­mund noch immer gut im Blick. Wie beurteilen Sie deren Bedeutung insgesamt?

Meines Erachtens war es eine der wichtigsten Investitionsentscheidungen, in und für Dort­mund eine Uni­ver­si­tät zu errichten. Die einzigartige Kombination aus Natur-, Ingenieur-, Gesellschafts- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten und die breitgefächerte Lehrerbildung sorgen dafür, dass es die TU Dort­mund auch noch in 500 Jahren geben wird. Die Stadt und die hiesigen Un­ter­neh­men profitieren vielfach von den Absolventinnen und Ab­sol­ven­ten – und andersherum. Das ist eine ganz her­vor­rag­ende Symbiose.
 

Zur Person:

Klaus Steenweg leitet die Unternehmenskommunikation der Sparkasse Dort­mund. Er war zunächst Kriminalbeamter, bevor er in den 1980er-Jahren sein Journalistikstudium begann. Sein Volontariat machte er beim WDR und war nach sei­nem Studium als freier Mitarbeiter unter anderem beim ARD-Ratgeber „Recht“, bei der Aktuellen Stunde und „Politik aktuell“ im Schulfernsehen (alle WDR) und bei der WAZ in Essen tätig. Anschließend wurde er Rektoratsreferent an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund. Über eine wei­tere sechsjährige Zwischenstation beim Sparkassenverband Westfalen-Lippe kam er dann zur Sparkasse Dort­mund.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.