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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Volker Grabow zur Motorik von Kindern und Ruderinnen und Ruderern

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Portrait Volker Grabow © Oliver Schaper​/​TU Dort­mund
Volker Grabow nutzt die Geräte des Fitnessförderwerks nicht nur zum Training, sondern auch für Seminare.

Sein Büro hat der Ruderweltmeister Volker Grabow direkt über den Turnhallen des Sportinstituts und dem Fitnessförderwerk der TU Dort­mund. Für dessen Bau hatte er sich eingesetzt und den letzten Nagel in den Dachstuhl eingeschlagen. Dieses universitäre Fitnessstudio nutzt er immer noch regelmäßig für Seminare.

Herr Grabow, zu Ihrer Profession als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sport und Sportwissenschaft fanden Sie über einen Umweg...

Jein. Nachdem ich mein Lehramtsstudium für Mathe­matik und Sport abgeschlossen hatte und mich auf mein zweites  Staatsexamen u.a. am Leibniz-Gymnasium in Dort­mund vorbereitete, sah ich eine Ausschreibung der Fakultät für Mathe­matik der Dort­mun­der Uni­ver­si­tät. Dort  wurde ich wissenschaftlicher Mitarbeiter – allerdings im Bereich der Didaktik der Mathe­matik. Bereits damals schlug ich den Bogen von der Mathe­matik zum Sport: Ich entwickelte „Traindok”, ein System, das Trainings- und Leistungsdaten im Spitzensport Rudern miteinander verknüpft.

Sie befassen sich aber auch seit vielen Jahren mit der Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen. Sind Kinder heute unsportlicher als früher, wie es oft beklagt wird?

Ja, die Motorik bei vielen Kindern hat sich im Laufe der Jahre durchschnittlich verschlechtert. Kinder bewegen sich zu wenig und daddeln zu viel, sie rufen ihre motorischen Leistungen zu selten ab. Dieser Test, an dessen Entwicklung ich mitgearbeitet habe, hilft, die kör­per­li­che Leistungsfähigkeit von Kindern einzuschätzen, um sie anschließend in ihrer Entwicklung und ihrem Bewegungsverhalten adäquat zu fördern. Für die Studierenden meines Seminars sind diese Tests, die bei uns jährlich ca. 800 Grundschülerinnen und Grundschüler in Dort­mund durchlaufen, sehr aufschlussreiche Praxiserlebnisse. Ich habe mein Wissen als Sportler und die Erkennt­nisse aus meiner For­schung von Trainings- und Leistungsdaten bei der Erstellung des Tests eingebracht und entwickle den Test und andere Verfahren kontinuierlich weiter.

Sie sind auch noch in der Ruderszene aktiv?

Ja, ich betreue gemeinsam mit anderen Ex­per­tin­nen und Experten wissenschaftlich Ruderinnen und Ruderer am Ruderleistungszentrum Dort­mund. Da bin ich unter anderem für die Männer des Deutsch­land-Achters aktiv, der seit Jahren an der Weltspitze rudert und der sich bereits auf die Olympischen Spiele 2020 vorbereitet. Bis dahin will ich ihn auf jeden Fall begleiten. Wie beim Schulsport kommen beim Ruderleistungszentrum unsere wissenschaftlich erforschten Systeme zum Einsatz. Das Spannende ist, dass unser Team schon Generationen von Sportlerinnen und Sportlern betreut hat. Wir helfen Spitzenathletinnen und -athleten, wir begleiten aber auch viele Ruderinnen und Ruderer, die es dann schlussendlich nicht schaffen.

 

Zur Person:

Volker Grabow verbrachte seine ersten Lebensjahre in Leverkusen und bewahrte seine rheinische Leichtigkeit. Er gewann 13 deutsche Meistertitel im Zweier, Vierer und Achter. Seine größten Erfolge waren zwei Weltmeistertitel 1983 und 1985 im Vierer ohne Steuermann. Bei den Olympischen Spielen 1984 wurde er in diesem Boot Vierter, bei Olympia in Seoul 1988 gewann er die Bronzemedaille.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.