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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Rolf Bauer vom ITMC zur ersten E-Mail an der TU Dort­mund

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Portraitfoto Rolf Bauer © Ksenia Kuleshova
Rolf Bauer hat schon als studentische Hilfskraft im Rechenzentrum der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund gearbeitet.

„ich bin hier in der mathematik…“ – Mit diesen Worten beginnt die erste E-Mail, die Rolf Bauer am 24. Februar 1989 über Glasfaserkabel vom Campus Nord zum Campus Süd geschickt hat. Im Interview erzählt der stell­ver­tre­ten­de Leiter des IT & Medien Centrums (ITMC), wie der erste Mailversand damals ablief und wie sich die Kommunikationstechnik seitdem verändert hat.

Herr Bauer, heute wird an der TU Dort­mund täglich tausendfach per E-Mail kommuniziert. Sie haben 1989 an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund die erste Mail über Glasfaser verschickt…

… Genau, wir haben damals einen Vertrag mit der Gesell­schaft der H-Bahn und der Telekom geschlossen, um auf der Trasse der H-Bahn Glasfaserkabel zu verlegen. Schon 1989 hatte ich einen tragbaren PC, den ich dann im Mathegebäude angeschlossen habe, um die Test-Mail an den ebenfalls ans Glasfasernetz angeschlossenen Geschossbau V auf dem Campus Süd zu schicken. Dies war die erste Mail, die an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund unter Verwendung von Internettechnik, genauer gesagt dem Ethernet, versendet wurde. Bis dahin gab es nur lokale Netzinseln in einzelnen Gebäuden.
 

Sie arbeiten bereits seit 1982 an der TU Dort­mund, wie haben Sie die technischen Veränderungen miterlebt?

Innerhalb der letzten 25 bis 30 Jahre hat sich die Kommunikationstechnik fundamental verändert. Schon Mitte der 1980er Jahre konnten wir über eine EARN-Anbindung, die Hochschulen und wis­sen­schaft­liche Ein­rich­tun­gen miteinander vernetzte, mit anderen Unis kommunizieren. Ich erinnere mich, dass wir einige Gäste beim Tag der offenen Tür in großes Erstaunen versetzt haben, als auf unsere Mail prompt eine Antwort aus Kanada über den Bildschirm flackerte. Da waren wir am Rechenzentrum schon recht weit mit der Technik. Die einzelnen Fakultäten haben zunächst angefangen, lokale Netzwerke einzurichten. Diese wurden dann sukzessive in ein Hochschulnetz integriert. Es hat jedoch bis ins neue Jahrtausend gedauert, bis tatsächlich in allen Räumen der Uni ein Netzanschluss installiert war. Heute geht es vor allem darum, die bestehende Technologie kontinuierlich zu verbessern und stetig schneller zu machen.
 

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wird die E-Mail in absehbarer Zeit als Kommunikationsmittel abgelöst werden?

Im privaten Bereich ist dies bereits geschehen – hier haben z.B. Soziale Medien und Messenger-Dienste die Mail als primäres Medium der Kommunikation schon verdrängt. Im Universitätsbereich ist die E-Mail, auch mit der in Office integrierten Kalenderfunktion, aber noch ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation. Der große Trend ist sicherlich aktuell die Cloud-Nutzung. Kritisch sind daher vor allem Themen wie Datensicherheit: Man weiß vielfach gar nicht mehr, wo welche Dienste erbracht und wo welche Informationen gespeichert werden. Auch die Nachhaltigkeit ist zu hinterfragen. Hier wird das ITMC auch zu­künf­tig als zentraler und kompetenter IT-Dienstleister der TU Dort­mund in der Ver­ant­wor­tung sein, um einerseits schnell auf Anforderungen vor Ort reagieren und präventiv handeln zu können und andererseits eine Balance zwischen eigenen und extern – auch kooperativ mit anderen Hochschulen – erbrachten Dienstleistungen für alle TU-Mitglieder zur Verfügung zu stellen.
 

Zur Person:

Rolf Bauer hat 1975 sein Informatikstudium an der noch jungen Uni­ver­si­tät Dort­mund auf­ge­nom­men und bereits in dieser Zeit als studentische Hilfskraft im Rechenzentrum (heute ITMC) gearbeitet. Dort ist er seit 1982 festangestellt. Heute leitet Rolf Bauer die Abteilung „DataNet“ und ist stellvertretender Leiter des ITMC. Planmäßig wird er Ende 2018 nach 36 Dienstjahren in den Ruhestand gehen und die TU Dort­mund verlassen.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.