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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Prof. Dietmar Fröhlich zur Gründung der Abteilung Physik

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Portrait Dietmar Fröhlich © Ksenia Kuleshova
Der emeritierte Physik-Professor forscht immer noch täglich an der TU.

Prof. Dietmar Fröhlich gehörte 1970 neben Prof. Ulrich Bonse und Prof. Albert Schmid zu den drei Gründungsprofessoren der damaligen Abteilung – heute Fakultät – Physik der Uni­ver­si­tät Dort­mund. Auch seit seiner Emeritierung 2001 arbeitet Prof. Fröhlich noch jeden Tag an der TU Dort­mund.

Prof. Dietmar Fröhlich, was war in der Aufbauzeit das Alleinstellungsmerkmal der Abteilung Physik in der deutschen Universitätslandschaft?

Sowohl organisatorisch wie auch in der Lehre sind wir neue Wege gegangen. Organisatorisch gibt es nur eine Abteilung und die Lehrstühle in dieser Abteilung, womit auch die ge­mein­samen technischen Ein­rich­tun­gen verbunden sind. In der Lehre haben wir 1972 den sogenannten Integrierten Kurs  eingeführt. Dieser 4-semestrige Kurs wird von zwei Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren – Experimentator und Theoretiker – gehalten, wobei beide Hochschullehrer anwesend sind. Der Integrierte Kurs hat sich als besonders effektiv erwiesen, da die Themen von der Mechanik, Thermo­dynamik, Elektrodynamik, Optik bis hin zur Quan­ten­me­cha­nik sozusagen in einem Guss gelehrt werden und damit Redundanzen weitgehend vermieden werden. Nicht zuletzt durch diese Art der Lehre in der Grundausbildung hatten wir in Dort­mund im Vergleich zu anderen Universitäten besonders kurze Studienzeiten. Im Gegensatz zu den meisten anderen Universitäten haben wir dieses Konzept der Aus­bil­dung durchgehalten.
 

Welche Rolle spielt die Internationalität in der Geschichte der Fakultät?

Das begann schon mit den Viten der Pro­fes­soren, von denen die meisten bereits Aus­lands­aufent­halte hinter sich hatten. Ich war bei­spiels­weise in den USA, um mit der damals neuen Lasertechnologie zu arbeiten. Die Apparaturen gab es in Deutsch­land in den 60-er Jahren noch gar nicht. Wir haben aus Dort­mund immer internationale Kontakte gepflegt und auch Konferenzen ausgerichtet. Denken Sie nur an die Dort­mun­der Aktivitäten am DESY in Hamburg, an der ESRF in Grenoble, am CERN in Genf oder auch For­schung in der Antarktis. Aktuell ist besonders der Sonder­forschungs­bereich mit Instituten in St. Petersburg zu erwähnen.
 

Ihre Fakultät war Ausgangspunkt für viele wis­sen­schaft­liche Karrieren.

Das war unser Anspruch. Wir haben die Zahl der Festangestellten in den Bereichen immer knapp kalkuliert. Grundsätzlich kamen und kommen junge Men­schen zu uns, um ihr Studium zu absolvieren und dann einen Beruf außerhalb der Uni­ver­si­tät zu ergreifen. Der kann in Wirtschaft und Ver­wal­tung, aber natürlich auch in die Wis­sen­schaft führen. Ich erinnere mich, dass gerade aus dem ersten Jahrgang des Integrierten Kurses neben vielen sehr erfolgreichen Dok­toran­dinnen und Doktoranden auch mehrere Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren hervorgegangen sind.


Zur Person:

Prof. Dietmar Fröhlich wurde 1938 geboren und wurde bereits mit 34 Jahren Professor an der jungen Uni­ver­si­tät Dort­mund. Er war der erste Dekan der damaligen Abteilung Physik. Heute noch kommt er täglich mit dem Rad an die TU Dort­mund und forscht mit Stu­die­ren­den, Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mitarbeitern. Zudem ist er selbst wissenschaftlich aktiv und hat noch vor wenigen Monaten ein Paper veröffentlich.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.