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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Peter Rosenbaum zu transatlantischen Verbindungen

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Portrait Peter Rosenbaum © JC McIlwaine
Peter Rosenbaum setzt sich für die transatlantischen Beziehungen zwischen dem Ruhrgebiet und den USA ein.

Seit 2014 leitet Peter Rosenbaum das Verbindungsbüro New York der Uni­ver­si­täts­allianz (UA) Ruhr. New York ist der älteste der drei Stand­or­te, die die Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum, die Uni­ver­si­tät Duisburg-Essen und die TU Dort­mund im Ausland unterhalten. Das Büro New York wurde bereits 2004 eingerichtet, also drei Jahre vor Gründung der UA Ruhr.

Herr Rosenbaum, was können Sie in New York für Stu­die­ren­de und Forschende der UA Ruhr tun?

Im Laufe der Jahre hat das Büro zahlreiche Kontakte zu akademischen Institutionen in den USA und Kanada geknüpft und neue Partnerschaften angestoßen, etwa zur Rutgers University, der University of Virginia und der kanadischen University of Waterloo. Wir ermöglichen Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissenschaftlern, ihre Forschungsergebnisse hier vorzustellen, sich zu vernetzen und Kooperationen anzubahnen. In diesem Jahr haben wir mit Ver­an­stal­tun­gen zu verschiedenen Forschungsschwerpunkten die Vernetzung mit nordamerikanischen Partnern angestoßen: Bil­dungs­for­schung, Metropolenforschung, Neurowissenschaften und Philosophie. Gegenwärtig freuen wir uns besonders auf den Besuch der Ministerin für Kultur und Wis­sen­schaft in NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, am 30. Oktober. Mit ihr und Vertreterinnen und Vertretern der Frick Collection, des Metropolitan Museums, des Leo Baeck Instituts, des Bergbaumuseums Bochum und der Kunsthochschule für Medien in Köln organisieren wir eine Veranstaltung zum The­ma „Museen im digitalen Zeitalter“. Stu­die­ren­de informieren wir über Austauschprogramme und unterstützen sie bei der Wahl des Studienstandorts in Nordamerika. Außerdem können sie sich für ein halbjähriges Praktikum in unserem Büro bewerben. Wir beraten darüber hinaus auch amerikanische Stu­die­ren­de, die im Ruhrgebiet studieren wollen. Seit 2012 bieten wir das „Ruhr Fellowship Program” an, in dem amerikanische Stu­die­ren­de ein Pro­gramm an den drei UA Ruhr-Universitäten und ein Unternehmenspraktikum im Ruhrgebiet absolvieren. Seit 2017 organisieren wir mit großem Erfolg das Umkehrprogramm für Stu­die­ren­de der UA Ruhr, das „Trans­atlan­tic Ruhr Fellowship Program“. Die Ausschreibung für 2019 läuft gerade!
 

Warum ist New York ein guter Standort für das Verbindungsbüro?

Weil wir im Gebäude des Generalkonsulats exzellent vernetzt sind. Hier befinden sich die Vertretungen der DFG und des DAAD, das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus und die Abteilungen des Konsulats. New York ist mit seinen großen Universitäten und Forschungszentren ein wichtiger und attraktiver Bildungs- und Wissen­schafts­stand­ort. Hierher kommt man gerne, was für uns die Kontaktaufnahme zu potenziellen Partnern einfacher macht. Darüber hinaus hat die Stadt in den letzten Jahren einen wahren Start-up-Boom erfahren; hier bahnen wir verstärkt Kontakte an, denn unsere Universitäten, besonders die TU Dort­mund, kann sich mit ihrem Centrum für Entre­preneur­ship & Transfer sowie dem Technologiepark durchaus sehen lassen. Im April 2018 konnten wir den Dort­mun­der Oberbürgermeister Ullrich Sierau empfangen und für eine Veranstaltung zur Rolle von Public-Private Partnerships im Strukturwandel gewinnen. Im Rahmen dieses Besuchs haben wir von New York aus unsere Kontakte zur Stadt Dort­mund vertieft. Ein schönes Ergebnis unserer Gespräche: Die Stadt Dort­mund un­ter­stützt seit diesem Jahr unser Ruhr Fellowship Pro­gramm mit der Finanzierung von drei Dort­mund Fellows.
 

Welchen Eindruck haben die amerikanischen Partnerinnen und Partner vom Ruhrgebiet?

Das Ruhrgebiet wird als innovativer Forschungsstandort wahrgenommen. Davon zeugen viele Kooperationen aber auch die Reaktionen von Hoch­schul­ange­höri­gen, denen wir auf Delegationsreisen die drei Universitäten und das Ruhrgebiet zeigen. Spannend ist für unsere amerikanischen Kontakte, wie eng Hoch­schu­len, Forschungszentren und Industrie kooperieren, um die Region zu einer erfolgreichen Bildungslandschaft zu machen. Auf das Ruhrgebiet wird auch mit In­te­res­se­ geschaut, weil es im sogenannten „Rust Belt” der USA sowie in Kanada Regionen gibt, die mit ähnlichen Folgen des Strukturwandels zu tun haben. Zu diesem The­ma übrigens führen wir im Rahmen des Deutschlandjahrs, einer Initiative des Auswärtigen Amtes hier in den USA von Oktober 2018 bis Oktober 2019, unser Projekt „The Future of My City“ durch. Für das Projekt werden Stu­die­ren­de der UA Ruhr und ausgewählter Universitäten im amerikanischen „Rust Belt“ eingeladen, gemeinsam Ideen zur Zukunft ihrer Stadt und Stadtregionen zu entwickeln. Als Hauptpreise winken eine Reise in die USA für das beste Team der UA Ruhr und eine Reise ins Ruhrgebiet für das beste Team aus den USA.
 


Zur Person:

Peter Rosenbaum (50) leitet seit 2014 das New Yorker Büro und hat akademische Kooperationen zwischen den drei Ruhruniversitäten und einem stetig wachsenden Partnernetzwerk in den USA und Kanada un­ter­stützt und erleichtert. Bevor er zur UA Ruhr kam, war Rosenbaum als Educational Liaison am Goethe-Institut New York tätig. Dort entwickelte er Outreach- und Marketingstrategien für die Positionierung deutscher Programme in den USA. Zuvor lehrte er Germanistik am Trinity College (CT) in Hartford, Connecticut.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.