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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Marcus Weber, TU-Absolvent und Gründer der „Physikanten & Co.“

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Marcus Weber bei der Durchführung eines Experiments. © Roland Baege
Ganz in sei­nem Element: Marcus Weber von den "Physikanten & Co." bei der Durchführung eines Experiments.

Nach sei­nem Physikstudium an der TU Dort­mund gründete Marcus Weber die erfolgreiche Wissenschafts-Comedy-Gruppe „Physikanten & Co.“ Mit sei­nem Team verpackt er physikalische Experimente in mitreißende Shows und möchte andere Men­schen auf diese Weise für sein Lieblingsfach Physik begeistern. Im Interview erzählt er von der Gründung der Physikanten und gibt einen Ausblick auf den Auftritt der Gruppe beim Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“ vom 17. bis 22. September in Dort­mund.

Herr Weber, aus dem Physiklabor der TU Dort­mund auf die Showbühne – wie kam es dazu?

Ich habe mich schon immer für Physik und all die Phänomene, die unsere Welt beeinflussen, interessiert. Mir fiel jedoch auf, dass viele Men­schen mit Physik nur wenig anfangen können. Während unseres Studiums an der TU Dort­mund traten mein Kommilitone Jörg Gutschank und ich nebenbei häufig als Jongleure und Kleinkünstler auf – und die Auftritte waren immer gut besucht. So kamen wir auf die Idee, Jugendliche und Erwachsene für Physik zu begeistern, indem wir Kunst und Wis­sen­schaft miteinander verbinden. Als „Physikanten & Co.“ entwickelten wir unsere erste interaktive Physikshow, mit der wir im Jahr 2000 die deutsche Ausscheidung des inter­natio­nalen Wettbewerbs Physics on Stage gewannen. Von da an sind wir in ganz Deutsch­land und Europa aufgetreten und haben immer wieder neue Shows zu bestimmten Themen entwickelt.

 

Stehen Sie heute noch in Ver­bin­dung mit der TU Dort­mund?

Ja, sehr eng sogar. Gemeinsam mit der TU Dort­mund und gefördert von der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung bieten wir regelmäßig  Fortbildungen für Physiklehrerinnen und -lehrer an, um den Unterricht mit effektvollen Experimenten und Präsentationsformen ansprechender zu gestalten und das In­te­res­se­ für Physik zu wecken. Auch bei der beliebten Reihe „Zwischen Brötchen und Borussia“ und der jährlich stattfindenden Winterakademie der Fakultät Physik sind wir mit den Physikanten regelmäßig dabei.  Mit Prof. Metin Tolan vom Bereich Experimentelle Physik I der TU Dort­mund habe ich engen Kontakt, beispielsweise tauschen wir uns bei der Vorlesungsvorbereitung über mögliche Experimente aus. Auch sonst sind wir mit unseren Shows immer wieder in Dort­mund zu Gast, wie zum Beispiel bei den Highlights der Physik.

 

Worauf können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer freuen?

Schon seit vielen Jahren treten wir bei den Highlights der Physik auf und freuen uns besonders, dass das Wissenschaftsfestival dieses Jahr in Dort­mund stattfindet. Deshalb dürfen die Zuschauerinnen und Zuschauer spektakuläre Experimente erwarten: Wir werden Fässer implodieren lassen, mit Vakuumkanonen Kuscheltiere ins Publikum schießen, Strom durch Men­schen leiten und mit einem Laserbass den Platz vor der Reinoldikirche rocken.

 

Zur Person:

Marcus Weber hat von 1992 bis 2000 an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund Physik auf Diplom sowie Physik und Sport auf Lehramt studiert und 2000 gemeinsam mit Dr. Jörg Gutschank die „Physikanten und Co.“ gegründet. Heute leitet er das Un­ter­neh­men mit rund zwanzig festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alleine. Marcus Weber steht regelmäßig mit den Physikanten auf der Bühne, konzipiert neue Shows und erklärt allen Interessierten seine Experimente. Für ihre Arbeit wurden die „Physikanten und Co.“ bereits mehrfach aus­ge­zeich­net, zuletzt mit der Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesell­schaft. Bei „Wer weiß denn sowas XXL” steht er regelmäßig samstagabends mit Kai Pflaume, Bernhard Hoëcker und Elton vor der Kamera.


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Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

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