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50 Jahre – 50 Köpfe: Drei Fragen an Christa Hauschild zur Aus­bil­dung der Chemielaborantinnen und -laboranten

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Portrait Christa Hauschild © Ksenia Kuleshova
Christa Hauschild absolvierte bereits ihre eigene Aus­bil­dung zur Che­mie­la­bo­ran­tin an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund.

Ihr gesamtes Berufsleben kennt Christa Hauschild (61) nur einen Arbeitgeber: Die TU Dort­mund. Hier bildet sie er­folg­reich Chemielaborantinnen und Che­mie­la­bo­ran­ten aus.

Frau Hauschild, seit 1990 bilden Sie aus. Wie lautet Ihr Fazit?

Die TU Dort­mund ist bekannt für ihre solide Aus­bil­dung. In den 28 Jahren haben mehr als 200 junge Frauen und Männer den Beruf der Che­mie­la­bo­ran­tin oder des Che­mie­la­bo­ran­ten erlernt. Stellen an der Uni­ver­si­tät sind begehrt. Gleichzeitig haben wir begabte Aus­zu­bil­den­de, die fast alle ihre Aus­bil­dung um ein halbes Jahr verkürzt abschließen. Zudem stimmen die Noten: In den ver­gang­enen zehn Jahren schlossen 36 Prozent der Auszubildenden mit der Note 1, 48 Prozent mit einer 2 ihre Abschlussprüfung ab, niemand fiel durch.
 

Was zeichnet die Aus­bil­dung an der TU Dort­mund aus?

Es ist ein Privileg, an einer Uni­ver­si­tät direkt in der For­schung seinen Beruf zu erlernen. Das ist ein spannendes Umfeld. Zudem bilden wir über unseren eigenen Bedarf aus. Der nächste Ausbildungsbetrieb ist rund 30 Kilometer Luftlinie entfernt. Neben unseren eigenen sechs bis zehn angehenden Laborantinnen und Laboranten absolvieren bei uns im Rahmen der Verbundausbildung in der Regel zwei bis vier Azubis aus Fremdfirmen ihre Grundausbildung. Die jungen Frauen und Männer finden moderne Ausbildungsplätze vor. Ich selbst habe noch von Hand Wissenschafts-Poster für meinen Professor gemalt, Taschenrechner waren früher unbekannt. Heute lernen unsere Auszubildenden mit modernsten Arbeitsmitteln und höchstem Sicherheitsstandard.
 

Was genießen Sie an Ihrer Aufgabe?

Besonders die Rückmeldungen, die ich von ausgelernten Auszubildenden erhalte. Viele kommen nach der Prüfung spontan vorbei oder mailen mir, wohin sie ihr weiterer Berufsweg führt: Natürlich meistens in einen Chemiebetrieb – der dann durchaus in der Schweiz produzieren kann. Ein Absolvent arbeitet in einem Käsereibetrieb, ein anderer bei der Feuerwehr. Wir haben einen, den es als Lokomotivführer nach Dänemark geführt hat, einen anderen, der mit einer gehobenen Position für eine Sicherheitsfirma arbeitet – mit der Kompetenz, bei Gefahr im Verzug ganze Betriebe stillzulegen.


Zur Person:

Christa Hauschild startete 1972 als Che­mie­la­bo­ran­ten-Lehrling – wie es damals noch hieß – ihre Aus­bil­dung an der damaligen Uni­ver­si­tät Dort­mund. Drei Jahre später legte sie ihre Prüfung ab, wurde auf eine Dauerstelle übernommen und wurde 1990 mit 33 und einem halben Lebensjahr Ausbilderin. Sie begleitete Generationen von Auszubildenden und arbeitet auch bei der IHK im Prüfungsausschuss.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.