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50 Jahre – 50 Köpfe: Dr. Hans Stang über Langzeitstudierende

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Portrait Hans Stang © Martina Hengesbach
Seit 25 Jahren besucht Dr. Hans Stang als Gasthörer Vorlesungen und Seminare der TU Dort­mund.

Am ver­gang­enen Dienstag, 17. Juli, besuchte Hans Stang seine beiden Abschluss-Seminare für das Sommer­semester 2018: „Scarlatti, Boccherini & Co - Musik in Spanien / Spanische Musik im 18. und 19. Jahrhundert“ bei Prof. Michael Stegemann und anschließend „Tonal versus „atonal”?: Starke Stücke der Moderne von Strawinsky, Schönberg, Berg und Bartók“ von Dr. Klaus Oehl. Damit beschloss Dr. Stang sein 50. Semester an der TU Dort­mund.

Dr. Stang, Sie sind wohl der längst gediente Student der TU Dort­mund. Wie kommt es dazu?

Das hat vor allem mit meinem Alter zu tun. Ich werde in diesem Jahr 90 Jahre alt. Und Student bin ich ja nicht, sondern Gasthörer. Das aber schon seit 1993 und das immer am Institut für Musik und Musikwissenschaft. Dort habe ich, nachdem ich als praktischer Arzt in die Rente gegangen war und meine Praxis geschlossen hatte, vor 25 Jahren meine ersten Seminare besucht. Und ich bin dabei geblieben. Ohne die Uni­ver­si­tät könnte ich mir den Ruhestand gar nicht vorstellen.
 

Offen gefragt: Nehmen Sie nicht Studierenden den Studienplatz weg?

Nein. Als Gasthörer läuft man bei Se­mi­na­ren und Vorlesungen „so mit“, wie man so sagt. Bei Vorlesungen ist man einer von 30, bei Se­mi­na­ren bisweilen einer von acht oder zehn Studierenden. Da ich aber keine Prüfungen ablege, behandeln die Professorinnen und Professoren mich natürlich anders als Stu­die­ren­de. Allerdings bekomme ich, wenn es um Krankheitsverläufe oder Todesursachen von Musikerinnen oder Musikern geht, bisweilen den Auftrag, bis zur nächsten Veranstaltung mich sachkundig zu machen. Schließlich war ich ja Arzt.
 

Was reizt Sie so, bei strahlendem Sonnenschein wie am Dienstag sich in ein Seminar zu setzen?

Ich bin halt ein begeisterter Musiker und spiele Klavier – das übrigens auch auf einem Kreuzfahrtschiff oder einmal sogar im Flugzeug. Hier an der Uni­ver­si­tät erlebe ich seit Jahren Musikexpertinnen und -experten mit beeindruckendem Wissen. Ich habe bei  den Professoren Geck, Abegg, Houben, Stegemann und Noltze, um nur einige zu nennen, Veranstaltungen besucht. Dies eröffnet mir immer wieder neue Einblicke in die Musik. Dafür bin ich dankbar. In den 25 Jahren als Gasthörer habe ich mir zudem eine Bibliothek mit mehr als 1000 Fachbüchern und rund 1000 CDs aufgebaut.

Zur Person:

Dr. Hans Stang wurde 1928 geboren und übernahm nach dem 2. Weltkrieg die Arztpraxis seines Vaters in Castrop-Rauxel. Gleichzeitig pflegte der passionierte Klavierspieler sein Hobby Musik und gab diese Begeisterung auch an seine Kinder weiter. Gespannt erwartet er das Vorlesungsverzeichnis für das Win­ter­semester 2018/19, in dem er erneut als Gasthörer Veranstaltungen der TU Dort­mund besuchen will.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.