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Verstetigung

KI-Kompetenzzentrum erhält dauerhafte Förderung

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Logo: Lamarr Institute for Machine Learning and Artificial Intelligence © LAMARR INSTITUTE

Die Forschung zur Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI) hat Anfang Juli einen kräftigen Schub erhalten: Fünf der insgesamt sechs deutschen KI-Kompetenzzentren, bislang als Projekte zeitlich befristet gefördert, werden mit einer institutionellen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die beteiligten Bundesländer als dauerhafte Einrichtungen verstetigt – darunter das Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R), das zum Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz ausgebaut wird. Bund und Länder stellen für die Zentren insgesamt bis zu 100 Millionen Euro pro Jahr bereit. Ziel ist es, europäisch und international wettbewerbsfähige Forschung zu etablieren, die Deutschland als führenden Standort für Forschung, Lehre und Technologietransfer in der KI nachhaltig stärkt.

Mit der Verstetigung der KI-Kompetenzzentren schreibt die Bundesregierung ihre 2018 beschlossene nationale Strategie für Künstliche Intelligenz fort und baut auf den Erfolgen der letzten Jahre auf. „Die KI-Kompetenzzentren sind eine tragende Säule der KI-Forschung in Deutschland. Mit der Verstetigung ihrer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Länder geben wir den Forschenden Planungssicherheit und die Möglichkeit, längerfristige und komplexere Fragestellungen intensiv zu bearbeiten. So machen wir Deutschland als KI-Standort noch attraktiver. Darüber hinaus sollen die Forschungsergebnisse möglichst schnell den Menschen zugutekommen – wie beispielsweise eine verbesserte Früherkennung von Krebserkrankungen. Deshalb ist eine weitere wichtige Aufgabe der KI-Kompetenzzentren, den Forschungstransfer und auch die internationale Vernetzung der deutschen KI-Landschaft voranzutreiben. Der europäische Schulterschluss ist bei dieser Schlüsseltechnologie besonders wichtig“, sagt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

ML2R wird zum „Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ ausgebaut

Das Kompetenzzentrum an Rhein und Ruhr, in dem die TU Dortmund, die Universität Bonn und die Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin sowie für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund seit 2018 ihre Expertise bündeln, wird zum „Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ ausgebaut – und zur neuesten KI-Generation forschen. „Das Lamarr-Institut steht für ‚Triangular AI‘ – eine neue und leistungsfähigere Generation der Künstlichen Intelligenz, die nicht nur datenbasiert trainiert wird, sondern auch zusätzliches Wissen und Kontextinformationen nutzt. Dabei richten wir unseren Forschungsfokus auf das Maschinelle Lernen auch so aus, dass Soft- und Hardware im Zusammenspiel nachhaltig gestaltet sind und Ressourcen sparen“, sagt Direktorin Prof. Katharina Morik von der Fakultät für Informatik der TU Dortmund. Sie leitet das Institut gemeinsam mit Prof. Stefan Wrobel von der Universität Bonn, Prof. Michael ten Hompel vom Fraunhofer IML und Prof. Christian Bauckhage vom Fraunhofer IAIS.

Die Forscher*innen des Lamarr-Instituts untersuchen, wie Algorithmen, Modelle und Anwendungen konzipiert werden müssen, um leistungsfähigere und gleichzeitig verlässliche und vertrauenswürdige Ergebnisse zu liefern. Zertifizierungsverfahren sorgen dafür, dass KI-Systeme verantwortungsvoll eingesetzt werden und Menschen in vielfältigen Anwendungs­bereichen angemessen unterstützen. Unternehmen profitieren vom direkten Transfer der Lamarr-Forschungsergebnisse in die Anwendung – von innovativen ML-Technologien über die Absicherung von KI-Systemen bis hin zum Co-Working mit Lamarr-Forschenden in etablierten Formaten wie dem „Enterprise Innovation Campus“. Die interdisziplinäre Forschung, etwa mit der Medizin oder der Astrophysik, arbeitet an einem besseren Verständnis unserer Welt. Benannt ist das Institut nach der Erfinderin Hedy Lamarr. Mit der Namensgebung unterstreicht das Institut auch sein Engagement für die Förderung von Frauen insbesondere in der Informatik und anderen naturwissenschaftlich-technischen Bereichen.

2021 wurden das ML2R, das Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data, das Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence Dresden/Leipzig, das Munich Center for Machine Learning und das Tübingen AI Center durch ein internationales Expertengremium erfolgreich evaluiert. Die nun verstetigte Förderung ermöglicht es den Einrichtungen, eine langfristige Forschungsstrategie zu verfolgen, international renommierte Wissenschaftler*innen zu rekrutieren und auszubilden und KI-Technologien „Made in Germany“ auf direktem Weg in Unternehmen zu bringen. Dabei werden die Kompetenzzentren auch in Zukunft eng zusammenarbeiten.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.