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Prof. Rehtanz von der TU Dort­mund ist Sprecher des Projektes

Uni­ver­si­täts­allianz Ruhr richtet neues Kompetenzfeld zur Energiewende ein

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Prof. Christian Rehtanz in einem Labor. © Martina Hengesbach
Prof. Christian Rehtanz von der TU Dort­mund ist Sprecher des Projekts EST mit seinen mehr als 70 Wissen­schaft­lerinnen und Wissenschaftlern von den drei UA Ruhr-Universitäten.

Der Koordinierungsrat der Uni­ver­si­täts­allianz (UA) Ruhr hat entschieden, ein neues Kompetenzfeld „Energie – System – Transformation“ (EST) einzurichten: Mehr als 70 Professorinnen und Professoren sowie Doktorandinnen und Doktoranden der Technischen Universität (TU) Dort­mund, der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden zunächst für fünf Jahre zusammenarbeiten, um die Energiewende voranzubringen. Sprecher ist Prof. Christian Rehtanz, Leiter des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft an der TU Dort­mund.

„Im Kompetenzfeld EST wird interdisziplinär geforscht und gelehrt“, sagt Prof. Rehtanz. „Die Energiewende soll durch ausgewählte neue Technologien der Energiewandlung, Übertragung und effizienten Energieanwendung ganzheitlich vorangebracht werden.“ Dabei muss der Prozess der Transformation der Energielandschaft gesellschaftlich bewältigbar, akzeptabel, wirtschaftlich sinnvoll und juristisch abgesichert ausgestaltet werden. Daher finden sich in dem Kompetenzfeld unterschiedliche Akteure wieder: Fachleute aus naturwissenschaftlichen, technischen, juristischen, raumplanerischen, wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen und soziologischen Disziplinen arbeiten zusammen.

„Das Besondere ist, dass wir an der UA Ruhr über Wissen­schaft­lerinnen und Wissen­schaft­ler auf diesen doch sehr unterschiedlichen Gebieten verfügen. Sie alle werden auf dem wichtigen Feld der Energiewende zusammenarbeiten“, sagt Prof. Rehtanz. Ziel der For­schung und Lehre im Kompetenzfeld ist es, dass die vereinbarten europäischen und globalen Ziele des Klimaschutzes in den nächsten Dekaden erreicht werden.

Neuer Blickwinkel durch systemorientierte Betrachtung

Im Kompetenzfeld stehen die vier Hauptdimensionen Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz durch die Menschen im Vordergrund. Daraus folgt die Notwendigkeit einer systemorientierten Betrachtung, die von grundlegend neuen Technologien und deren Anwendung über wirtschaftliche und juristische Fragen bis hin zur akzeptablen Umsetzung in Raum und Gesell­schaft führt.

Zu den Koordinatorinnen und Koordinatoren von EST gehört neben Prof. Rehtanz an der TU Dort­mund Prof. Klaus Joachim Grigoleit von der Fakultät Raumplanung. Von der UDE sind Prof. Jutta Geldermann und Prof. Klaus Görner, beide von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften, und Prof. Christoph Weber von der Fakultät Wirtschafts­wissen­schaften beteiligt. Prof. Johann-Christian Pielow und Dipl. jur. Katrin Schlegel, beide Institut für Berg- und Energierecht, sowie Prof. Roland Span von der Fakultät Maschinenbau, koordinieren auf Seiten der RUB.

Intensive Zusammenarbeit mit Industriepartnern der Region

Ins Kompetenzfeld einbezogen sind auch das Fraunhofer-Institut UMSICHT, Oberhausen, das Fraunhofer-Institut IML, Dort­mund, das GWI – Gas- und Wärme-Institut Essen e.V., das ZBT – Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH und das IUTA – Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V., beide in der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft in Duisburg, sowie das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen.

Im Rahmen von EST findet zudem eine intensive Zusammenarbeit mit einschlägigen Industriepartnern der Region statt, die teilweise zu den branchengrößten in Deutschland und Europa gehören. Die Ergebnisse werden durch vielfältige internationale Kooperationen beispielsweise mit Südamerika, China, Russland und Australien in die internationale Wis­sen­schafts­land­schaft eingebunden, sodass Lösungen entstehen, die der globalen Relevanz des Themas entsprechen.

Über die UA Ruhr

Seit 2007 arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dort­mund und die Universität Duisburg-Essen unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in For­schung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professorinnen und Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Universität Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.