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Innovative Lösungen für die urbane Umgestaltung

„The Future of My City“-Sieger kommen aus Dort­mund und den USA

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Ein hohes Gebäude mit einem leuchtenden U auf dem Dach vor einem Abendhimmel. © Jürgen Huhn / TU Dort­mund
Das Dort­mun­der U im Unionviertel: Das Gewinnerprojekt wirft einen interkulturellen Blick auf Dort­mund und St. Louis.

Eine Jury prämierte die besten Projekte des transatlantischen Wettbewerbs der UA Ruhr New York. Die TU Dort­mund und zwei US-Universitäten gewannen mit ihrem Projekt den ersten Platz.

Eine Jury aus unabhängigen Expertinnen und Experten aus den USA und Deutschland hat die besten Projekte ausgewählt, die für den Wettbewerb des Projekts The Future of My City eingereicht worden waren. Aufgerufen waren Stu­die­ren­de aus dem Ruhrgebiet sowie dem „Rust Belt“ aus dem Nordosten der Vereinigten Staaten, innovative Lösungen für die urbane, wirtschaftliche und sozio-kulturelle Umgestaltung ihrer Regionen zu entwickeln. Deutsche, US-amerikanische sowie transatlantische Teams reichten 20 Projekte ein, aus denen die siebenköpfig internationale Jury unter Vorsitz von Donald Carter, Städteforscher aus Pittsburgh und Direktor des dortigen Rethinking Cities Instituts, eine Auswahl traf. Und das fiel nicht leicht. Dank der exzellenten Einsendungen entschloss sich die Jury, gleich zwei Projekte für den ersten Platz zu nominieren.

Ein erster Platz ging an eine transatlantische Gruppe: Ihr Projekt wirft einen interkulturellen Blick auf Dort­mund und St. Louis und analysiert, in welchem Maße Gentrifizierungsprozesse als solche wahrgenommen werden, auch wenn es sich in Wirklichkeit um zuweilen ganz andere soziale und städtebauliche Entwicklungen handelt. Die Studie stellt außerdem Empfehlungen vor, wie dieser Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität zu begegnen ist. Beteiligt waren an diesem Projekt Stu­die­ren­de der TU Dort­mund sowie der University of Missouri und der Washington University, beide in St. Louis. Von deutscher Seite aus nahmen Kristina Ehrhorn, Verena Gerwinat, Annika Guhl, Tanja Schnittfinke und Carsten Urban teil. Von amerikanischer Seite waren es Adam Brown, Liz Deichmann, Elizabeth Gerard, Sydney Gosik, Mark Kasen, Jodie Lloyd, Julia Spoerry, Nathan Theus und Chancelor Thomas. Betreut wurde die Arbeit von Susanne Frank, Todd Swanstrom und Sabine Weck. Beide Teams gewannen Reisen in die USA und ins Ruhrgebiet.

Den anderen ersten Preis gewann Gautam Jagdish Thakkar, der an der Carnegie Mellon University studiert und am Beispiel des Pittsburgher Stadtteils Wilkinsburg aufzeigt, wie Leerflächen breiten Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt werden und zur Revitalisierung eines stark vom industriellen Niedergang gezeichneten Gebiets genutzt werden können.  

Kreative Herangehensweisen

Auf Platz zwei kam ein Team der Universität Duisburg-Essen, das unter dem Titel #essensteigtauf untersucht, wie Essen zur fahrradfreundlichen Stadt werden kann. Als drittbester Beitrag wurde mit C.Space ein Projekt aus­ge­zeich­net, das durch die Verbindung eines Community Centers mit einem Co-Working-Space erweiterte Bildungszugänge schaffen will, zwar besonders für die Gruppe der über 45-Jährigen, deren Arbeitssituation am stärksten vom Strukturwandel betroffen ist. Eingereicht wurde das Projekt von Oanh Nguyen und Laura Hering, beide von der TU Dort­mund.

Die Jury würdigte ebenso vier wei­tere Projekte, die sich durch ihre besonders kreativen Herangehensweisen auszeichneten: „(Re-)Brandings, Narratives and Scripts for the Future of the Ruhr Area and the Rust Belt“, ein Gemeinschaftsprojekt der University of Cincinnati und der Universität Duisburg-Essen; „Nordstadt Café“, ein Theaterprojekt der TU Dort­mund; „Mill Creek Trail Plan“ von einem Team an der University of Cincinnati sowie „Water Marks, Micro-Urban Hydrophilic Spaces for Water Advocacy and Awareness in Pittsburgh“, das Projekt eines Studierenden der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. 

Das Projekt

„The Future of My City“ wurde von dem New Yorker Verbindungsbüro der UA Ruhr in Kooperation mit der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer New York entwickelt und läuft im Rahmen des Deutschlandjahrs, einer Initiative des Auswärtigen Amtes zur Förderung der transatlantischen Beziehungen. Das Ziel des Projektes ist der interkulturelle Austausch der Studierenden beider Regionen sowie die Entwicklung neuer Ideen zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen. Stu­die­ren­de sowie Expertinnen und Experten werden eingeladen, innovative Lösungen zu urbanen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Herausforderungen in ihren Regionen zu entwickeln. Gefördert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt, dem Goethe-Institut und dem Bundesverband Deutscher Industrie.

Mehr über „The Future of My City“  Mehr Infos zum Deutschlandjahr

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Universität Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.