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Siebte internationale Frühjahrsakademie der TU Dort­mund

Markthallen, kreative Werkstätten und Innenhof-Galerien – Architekturstudierende entwickeln Ideen für Unionviertel

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Drei Studierende arrangieren Häuser in einem Architekturmodell. © Martina Hengesbach
Die Studierenden, die in gemischten Teams arbeiteten, konnten ihre Arbeitsmodelle in ein Holzmodell des untersuchten Gebiets einsetzen.

Leerstellen, Fehlstellen oder einfach Orte, die unter anderen Prämissen gebaut wurden und nun qualitätslos erscheinen, finden sich an verschiedenen Stellen in Dort­mund und dem gesamten Ruhrgebiet. Wie diese Orte sinnvoll verdichtet werden können, haben Architekturstudierende am Beispiel des Dort­mun­der Unionviertels untersucht. Bei der siebten internationalen Frühjahrsakademie der TU Dort­mund entwickelten die Studierenden aus Dort­mund, Potsdam und Eindhoven frische Ideen für das Quartier. Nun haben sie ihre Entwürfe und Modelle im Bau­kunst­archiv NRW vorgestellt.

Bei der Aufgabenstellung fiel die Wahl aus mehreren Gründen auf das Unionviertel: „Es liegt zentral, wird derzeit wiederentdeckt und vieles funktioniert dort bereits sehr gut“, erklärt apl. Prof. Olaf Schmidt von der Fakultät Architektur und Bau­in­ge­nieur­we­sen. „Trotzdem haben wir uns mit den Studierenden die Frage gestellt: Wie kann das Viertel sinnvoll verdichtet werden?“ Bei dem im Rahmen der Akademie untersuchten Gebiet handelt es sich um das Areal zwischen der Langen Straße, dem westlichen Rand des Westparks und der S-Bahn-Gleisstrecke, die entlang der Sonnenstraße verläuft.

Wohnungen, Galerien, Gastronomie – zahlreiche Ideen für das Unionviertel

Die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten zehn Tage Zeit, neue Ideen für das Quartier zu entwickeln. Ein Vorschlag beinhaltete, ein kaum mehr genutztes älteres Schulgebäude umzugestalten: Darin könnten Wohnungen für Stu­die­ren­de sowie Arbeitsräume und Werkstätten entstehen. Ein anderes Team sprach sich dafür aus, Garagen in den Innenhöfen bestehender Wohngebäude abzureißen und dort stattdessen Wohnungen, Galerien oder Büros anzusiedeln. Platz für Autos könnte dafür in einem unterirdischen Parkhaus geschaffen werden. Dadurch würde auch auf der Straße mehr Raum frei – beispielsweise für Cafés oder Grünanlagen. Weitere Vorschläge beinhalteten neue Gastronomie entlang der Gleisstrecke oder eine kleine Markthalle mit Geschäften, Büros und Arztpraxen für eine bessere Versorgung des Viertels. „Die zentrale Idee ist: Weg von der Monofunktionalität“, sagt Schmidt. „Es soll nicht mehr so sein, dass in einem Gebiet nur gewohnt wird, in einem anderen dagegen nur eingekauft oder nur gearbeitet.“

Frühjahrsakademie als praxisnahes Projekt

Im Vorfeld der Frühjahrsakademie erforschten Stu­die­ren­de der TU Dort­mund im Rahmen eines Seminars den Stadtplatz, verschafften sich einen persönlichen Eindruck vor Ort und analysierten die historische Entwicklung des Quartiers. Die Ergebnisse stellten sie dann den Kolleginnen und Kollegen der FH Potsdam und der Technischen Universität Eindhoven zur Verfügung. Zudem fertigten sie ein Holzmodell des Areals an, in die die einzelnen Gruppen ihre Arbeitsmodelle einsetzen konnten, um ihre Vorschläge zunächst zu erproben und abschließend darzustellen.

„Bei der Entwicklung der Ideen waren den Studierenden alle Freiheiten gegeben“, sagt apl. Prof. Michael Schwarz, der gemeinsam mit Olaf Schmidt die Frühjahrsakademie im Jahr 2013 ins Leben gerufen hat. Trotz aller Kreativität simulierte die zehntägige Projektphase einen professionellen Planungsprozess. „Das entspricht dem Stil unserer Fakultät, eine praxisnahe Ausbildung anzubieten“, sagt Schwarz. Von der Veranstaltung profitiert übrigens auch die Stadt Dort­mund: Sie erhält im Anschluss einen Überblick über die Ergebnisse.

Vielseitige Inhalte der vergangenen Akademien

Als lokales Pendant zu der seit über 30 Jahren stattfindenden Internationalen Sommerakademie in Venedig findet seit 2013 jedes Jahr die Frühjahrsakademie in Dort­mund statt. Im ersten Jahr hatten sich die Teams mit der Dort­mun­der B1 auseinandergesetzt, 2014 standen der Wallring und 2015 der Hellweg auf dem Programm. 2016 ging es um die Stadtplätze Alter Markt, Friedensplatz und Hansaplatz, 2017 widmete sich die Akademie der Dort­mun­der Nordstadt. Vergangenes Jahr stand mit dem ehemaligen Dort­mun­der Südbahnhof eine Stadtbrache im Fokus.  Auch 2020 soll wieder eine internationale Frühjahrsakademie an der TU Dort­mund stattfinden.

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Der Campus der Technischen Universität Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Universität Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.